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Home Bauherrenhaftpflichtversicherung Lesezeit: 7 min

Familie Müller hatte mehrere Jahre lang gespart und endlich genug Eigenkapital für den Bau ihres Traumhauses. Das Grundstück war bereits gekauft und die Bauarbeiten begannen zügig, damit die Familie in einigen Monaten einziehen konnte. Kurz nach dem Richtfest führte Herr Müller einige Bekannte und Freunde über die Baustelle.

Einer seiner Freunde stürzte in eine Grube, die für die Hausanschlüsse vorbereitet, aber noch nicht richtig abgesichert war, und brach sich dabei ein Bein. Familie Müller musste die Kosten für die Heilbehandlung und den Einkommensausfall des Freundes übernehmen. Mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung hätten diese zusätzlichen Kosten vermieden werden können.

Was ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung leistet eine Entschädigung, wenn durch ein vorher bezeichnetes Bauvorhaben jemand zu Schaden kommt. Bauherren haften für Schäden, die durch die Baustelle entstehen, solange sich ein anderer Schädiger nicht exakt feststellen lässt.

Wenn zum Beispiel bei der Anlieferung von Material Bordsteine oder Straßenlaternen beschädigt werden und dies keinem Handwerker zugeordnet werden kann, wendet sich die betroffene Gemeinde immer an den Bauherren, der die entstandenen Schäden beheben muss.

Der Versicherungsschutz der Bauherrenhaftpflichtversicherung beginnt mit dem ersten Spatenstich und endet bei Fertigstellung des Gebäudes. Im Regelfall ist der Versicherungsschutz auf maximal drei Jahre beschränkt und die Prämie wird einmalig erhoben.

Wann leistet die Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung leistet eine finanzielle Entschädigung, wenn auf deiner Baustelle eine dritte Person durch die Verletzung von Verkehrssicherungspflichten zu Schaden kommt. Ein Schild mit der Aufschrift „Eltern haften für ihre Kinder“ entbindet dich zum Beispiel nicht von der Sicherungspflicht. Du musst sicherstellen, dass Kinder nicht einfach auf die Baustelle gelangen können, zum Beispiel mit einem Bauzaun. Zudem müssen Bauherren dafür sorgen, dass die verwendeten Baumaterialien sicher gelagert und etwaige Gefahrenstellen sorgfältig abgesichert werden.

Kommt es zu einem Schadenfall, prüft der Versicherer zunächst die Haftung des Bauherren. Ist er für den Schaden haftbar zu machen, übernimmt der Versicherer die Kosten für die Feststellung und Regulierung des Schadens. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung übernimmt aber auch die Abwehr von unberechtigten Ansprüchen. Wenn der Versicherer bei der Prüfung eines Schadenfalls feststellt, dass du deine Pflichten als Bauherr nicht verletzt hast, lehnt die Gesellschaft die Entschädigungsleistung gegenüber dem Anspruchsteller ab. Sollte dieser damit nicht einverstanden sein und Klage erheben, übernimmt der Versicherer auch die Kosten für deine anwaltliche Vertretung.

Wie verläuft die Schadenregulierung bei der Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Wenn dich jemand für einen Schaden haftbar machen will, meldest du den Schaden zunächst dem Versicherer. Füge dabei sämtliche Unterlagen bei, die dir vorliegen. Bei Schäden, die durch eine mangelhafte Absicherung entstanden sein sollen, sind Fotos der Absperrungen und der näheren Umgebung sinnvoll, damit der Versicherer sich ein umfassendes Bild machen kann.

Berechtigte Ansprüche werden von der Gesellschaft im Regelfall innerhalb von wenigen Tagen reguliert. Bei Personenschäden ist gegebenenfalls eine Ortsbegehung zusammen mit einem Gutachter notwendig. Die Versicherungsgesellschaft spricht dafür mit dir einen Termin ab.

Wann brauche ich eine Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Für kleinere Umbauten am eigenen Gebäude ist in der Regel keine Bauherrenhaftpflichtversicherung notwendig. In den meisten Privathaftpflichtverträgen gilt eine Bauherrenhaftpflicht bis zu einer bestimmten Summe mitversichert. Die Grenzen variieren, zwischen 50.000 Euro und 100.000 Euro sind bei aktuellen Tarifen üblich.

Alle Bauvorhaben, die höhere Kosten verursachen, sollten mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung abgesichert werden. Prüfe im Zweifelsfall die Vertragsunterlagen deiner Privathaftpflicht, um die für dich gültigen Beschränkungen herauszufinden.

Felix Maschefski - Unser Versicherungsexperte

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Wie berechnet sich die Prämie in der Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Die einmalig zu zahlende Prämie berechnet sich nach den Gesamtkosten des Bauvorhabens. Im Antrag sind die zu erwartenden Baukosten anzugeben und ein variabler Promillesatz der Kosten wird als Prämie fällig. Bei den meisten Versicherern sind die Prämien gestaffelt, je höher die Bausumme ist, desto geringer wird der Beitragssatz. Der Versicherungsschutz gilt grundsätzlich bis zu Fertigstellung des Gebäudes, maximal aber drei Jahre. Bei privaten Bauvorhaben ist eine Verlängerung des Schutzes ohne zusätzliche Prämie bei den meisten Versicherern möglich.

Ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sinnvoll?

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist bei größeren Bauvorhaben auf jeden Fall empfehlenswert. Selbst wenn die Überwachung der Baustelle und die Sicherung des Bauvorhabens an einen Architekten oder Bauleiter abgegeben wurden, haftest du als Bauherr noch immer gegenüber Dritten für Schäden, die aufgrund der Baustelle entstehen. Insbesondere, wenn der genaue Verursacher eines Schadens nicht festzustellen ist, tritt die geschädigte Person an dich heran und du musst die Kosten für die Behebung des Schadens übernehmen.

Wie finde ich eine gute Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Die Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherer, die Bauherrenhaftpflichtversicherungen anbieten, ähneln sich stark. Die größten Unterschiede finden sich bei der Prämie. Die Prämiendifferenz kann leicht 50 Prozent oder mehr betragen. Oft sind kombinierte Versicherungsverträge etwas günstiger als Einzelverträge. Wenn du die Bauherrenhaftpflicht zusammen mit einer Bauleistungsversicherung abschließt, erhältst du bei vielen Versicherern einen zusätzlichen Rabatt.

Achte auch auf die angebotene Versicherungssumme. Selbst bei kleineren Bauvorhaben solltest du dich mindestens für eine Deckungssumme von 5.000.000 Euro für Personen- und Sachschäden entscheiden. Insbesondere bei Personenschäden kommt es schnell zu hohen Schadensummen und für alle Kosten, die über die vereinbarte Versicherungssumme hinausgehen, musst du aufkommen. Die Mehrprämie für eine höhere Versicherungssumme ist bei den meisten Versicherungsgesellschaften so gering, dass die höhere Deckungssumme zu empfehlen ist.

Die Versicherer bieten meist auch Tarife mit einer Selbstbeteiligung an. Die Ersparnis für die Vereinbarung einer SB ist in der Regel geringer als deren Höhe. Ob ein Vertrag mit Selbstbeteiligung infrage kommt, ist eine individuelle Entscheidung von dir. Entsteht kein Schaden, hast etwas Geld gespart, bei einem oder mehreren Schadenfällen zahlst du aber unter dem Strich deutlich mehr.

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