Berufsunfähigkeitsversicherung Diabetes 2018-12-03T11:27:18+00:00

Berufsunfähigkeitsversicherung bei Diabetes – Möglichkeiten und Tipps

Berufsunfähigkeitsversicherung bei Diabetes
Lesezeit: 13 min

Diabetes gehört in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten. Schätzungen zufolge leiden über sieben Millionen Menschen daran. Die Krankheit selbst lässt sich mit der entsprechenden Medikation meist gut behandeln. Schwerwiegender können jedoch die Folgeerkrankungen sein. Sie können im schlimmsten Fall zu einer Berufsunfähigkeit führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei Diabetes abgesichert sind. Ob Sie trotz Diabetes eine BU abschließen können, erfahren Sie hier.

Diabetes ist nicht gleich Diabetes

Umgangssprachlich wird Diabetes als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. In der Medizin werden zwei verschiedene Varianten des Diabetes unterschieden, Typ I und Typ II.

  • Diabetes mellitus Typ I: Diese Erkrankung beruht auf einem Mangel an Insulin. Die Betroffenen leiden an einem Verlust von Betazellen. Das führt dazu, dass der eigene Körper die Zellen zerstört, welche das Hormon Insulin produzieren. Der Körper kann Zucker nicht mehr aus dem Blut an die Zellen weitergeben. An Diabetes Typ I sind in Deutschland fast eine halbe Million Menschen erkrankt.
  • Diabetes mellitus Typ II: Diese Form des Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, welche zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Der Blutzuckerspiegel steigt, weil die Betroffenen insulinresistent sind. Das hat zur Folge, dass sich der Zucker in den Blutgefäßen staut und nicht zu den Zellen weitergeführt wird. Diabetes Typ II kann durch Übergewicht und Bewegungsmangel entstehen, ist aber auch genetisch bedingt. In der Regel sind eher ältere Menschen betroffen, doch auch junge Menschen können an Diabetes Typ II leiden. Diese Variante ist mit über sechs Millionen Patienten in Deutschland am weitesten verbreitet.
  • Weitere Formen der Diabetes: Auch Schwangere können einen Diabetes bekommen. Dieser ist dann aber in der Regel auf die Zeit der Schwangerschaft begrenzt. Ebenso kann Diabetes durch die Einnahme bestimmter Medikamente entstehen. Hierzu gehört zum Beispiel Kortison.

Für die Beurteilung durch die Versicherung spielt es eine wichtige Rolle, welcher Diabetes diagnostiziert wurde. In den Gesundheitsfragen sollte deshalb der genaue Typ angegeben werden.

Diabetes: Welche Folgeerkrankungen können zur Berufsunfähigkeit führen?

Wer an Diabetes leidet, kann im schlimmsten Fall berufsunfähig werden. Die Berufsunfähigkeit wird jedoch weniger durch die Krankheit selbst als vielmehr durch die Folgeerkrankungen verursacht.
Deshalb ist es wichtig, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei Diabetes auch Folgeerkrankungen berücksichtigt:

  • Augenkrankheiten: Ein Diabetes kann zu einer Schädigung der Netzhaut führen. Dieser sogenannte „Grüne Star“ kann zunächst zu Sehbehinderung und schließlich zur Erblindung führen. In diesem Fall wäre eine Berufsunfähigkeit unvermeidbar.
  • Herzkreislauferkrankungen: Wer an Diabetes leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, die wiederum das Risiko für Herzinfarkte steigern. Auch das Schlaganfallrisiko kann aufgrund von durch Diabetes bedingten Durchblutungsstörungen steigen. Sowohl Schlaganfall als auch Herzinfarkt bergen große Risiken hinsichtlich einer Berufsunfähigkeit.
  • Nierenleiden: Diabetes kann kleine Blutgefäße dauerhaft schädigen. Die sogenannte „Mikroangiopathie“ kann schließlich zur Schädigung der Nieren führen. Das Nierenleiden ist wiederum häufig die Ursache für Herzinfarkte.
  • Nervenleiden: Ein Diabetes kann die Durchblutung stark beeinträchtigen. In der Folge können Nervenschäden entstehen. Schmerzen, Taubheitsgefühle oder ständiges Kribbeln in den Beiden oder Armen sind dann zu erwarten. Häufig fühlen die Betroffenen im schweren Stadium der Neuropathie nichts mehr, sodass es zu Fehlhaltung und Fehlbildung an den Füßen kommen kann. Aus der Fehlhaltung können sich offene Stellen entwickeln, die sich entzünden und nicht mehr richtig verheilen.

Mit zunehmender Dauer der Erkrankung und zunehmendem Alter steigt das Risiko für Diabetiker, an einer Folgeerkrankung zu leiden. Da manche Versicherer diese Krankheiten aus dem Versicherungsschutz ausschließen, sollten Betroffene beim Versicherungsantrag besonders auf derartige Klauseln achten.

Ein Leistungsausschluss ist für Diabetiker nicht zwingend nötig. Es hilft ein BU-Vergleich von verschiedenen Versicherungen und Tarifen, um eine gute Absicherung zu finden.

Leiden Sie an Diabetes und besitzen bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung, können Sie Ihre Leistungsausschlüsse und Risikoaufschläge prüfen. So kann es zum Beispiel sein, dass Sie medikamentös gut eingestellt sind und Ihr Diabetes gut behandelt werden kann. In diesem Fall wäre das Versicherungsrisiko für Folgeerkrankungen niedriger, sodass Ihr Versicherungstarif angepasst werden kann.

Ist eine BU trotz Diabetes möglich?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Diabetes ist möglich. Bedenken Sie jedoch, dass die Versicherungsgesellschaften besonders genau prüfen werden, wie hoch das Versicherungsrisiko ist. Sie müssen auch mit Ablehnungen rechnen, doch manche Versicherer werden Ihnen dennoch eine Versicherungsmöglichkeit anbieten.

Gehen Sie davon aus, dass die Versicherungsgesellschaften abhängig vom Schweregrad und der Dauer Ihrer Erkrankung Risikoaufschläge erheben werden. Diese fallen von Versicherer zu Versicherer jedoch unterschiedlich hoch aus. Deshalb ist es in Ihrem Fall besonders wichtig, Berufsunfähigkeitsversicherungen zu vergleichen.

Wichtig ist außerdem, dass Sie keine Leistungsausschlüsse für mögliche Folgeerkrankungen des Diabetes akzeptieren sollten. Denn sonst wäre Ihr Versicherungsschutz nur minimal.

Angebote mit BU für Diabetiker vergleichen mit anonymisierter Risikovoranfrage

Wenn Sie an Diabetes leiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung gerade aufgrund möglicher Folgeerkrankungen umso wichtiger. Sie können Ihre Erkrankung in den Gesundheitsfragen nicht verschweigen oder beschönigen. Allerdings können Sie im Vorfeld verschiedene Tarife miteinander vergleichen, ohne eine Ablehnung zu erhalten, die weitere Anfragen erschweren könnte.

Die Versicherer tragen Ablehnungen auf Versicherungsanfragen in eine Datei ein. Das sogenannte „Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft“ (HIS) soll Versicherungen die Risikoprüfung erleichtern. Wenn dort Ihr Name mehrfach unter abgelehnten Anträgen erscheint, ist eine erneute Ablehnung wahrscheinlicher.

Durch die anonymisierte Risikovoranfrage entfällt dieser Eintrag. Sie erhalten trotz Ihrer Diabetes-Erkrankung mögliche Angebote, die Sie schließlich mit Ihren persönlichen Daten „echt“ beantragen können.

Gerne helfen Ihnen unsere Experten mit einer Risikovoranfrage weiter. Nutzen Sie unser Know-How und vereinbaren Sie hier ein unverbindliches Beratungsgespräch!

Darauf sollten Sie bei Ihrem Versicherungsvertrag achten

Wenn Sie eine Versicherungsgesellschaft gefunden haben, die Sie auch bei Diabetes versichert, sollten Sie Ihre Vertragslaufzeit bis zum gesetzlichen Rentenalter wählen. Auf diese Weise sind Sie bis zum Erhalt der Rente abgesichert. Sollten Sie vorher berufsunfähig werden, greift die BU-Rente und sorgt bis zur gesetzlichen Rente für Ihre finanzielle Absicherung.

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