Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen 2018-11-28T11:15:32+00:00

Berufsunfähigkeitsversicherung:
Leistungen im Blick behalten

Leistungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Lesezeit: 12 min

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, die Berufstätige abschließen sollten. Schließlich sorgt diese Police dafür, dass Sie finanziell abgesichert sind, wenn Sie Ihren Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausüben können. Aus diesem Grund sollte man die BU-Leistungen im Vorfeld genau prüfen. Wir haben hier alle wichtigen Informationen und praktische Tipps für Sie zusammengestellt.

Diese Leistungen beinhaltet eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Die zentrale Leistung der BU besteht darin, Versicherten eine Rente zu zahlen, wenn diese vertragsgemäß nicht mehr in der Lage sind, ihrem Beruf zu mindestens 50 Prozent nachzugehen.

Die BU-Rente wird im Leistungsfall ein Leben lang gezahlt und kann bei Beamten das Ruhegehalt sowie bei Angestellten die Leistungen aus der Erwerbsminderungsrente aufstocken. Für Selbständige ist der Versicherungsschutz über die BU elementar, denn die BU-Rente muss deren kompletten Einkommensausfall tragen, da Selbständige keine staatliche Unterstützung bei Berufsunfähigkeit erhalten.

Auf diese Leistungsmerkmale sollten Sie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung besonders achten

  • Definition der Berufsunfähigkeit: Achten Sie darauf, dass die BU leistet, sobald Sie Ihren Beruf nur noch zur Hälfte oder weniger ausüben können. Darüber hinaus sollten sogenannte „abstrakte Verweisungen“ nicht enthalten sein. So ist sichergestellt, dass Sie Leistungen beziehen, ohne dass die Versicherung Ihnen einen Berufswechsel zumutet.
  • Laufzeit: Stellen Sie sicher, dass Ihre BU-Police bis zum Renteneintrittsalter Leistungen erbringt.
  • Prognosezeitraum: Gute Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten auch dann, wenn die Versicherten nur über einen beschränkten Zeitraum hinweg berufsunfähig sind und der Arbeitgeber das Gehalt nach sechs Wochen nicht mehr weiterzahlt und die Krankenversicherung ebenfalls nur maximal 72 Wochen Krankengeld beisteuert.
  • rückwirkende Anerkennung: Eine Komfortleistung der BU ist die rückwirkende Anerkennung der Berufsunfähigkeit. Dieser Fall liegt vor, wenn der Versicherte berufsunfähig ist, die Berufsunfähigkeit aber noch nicht offiziell von einem Arzt befundet wurde. Die Versicherung bezahlt dann eine BU-Rente rückwirkend ab dem Zeitraum, ab welchem die Berufsunfähigkeit begann und nicht erst, nachdem sie das ärztliche Attest erhalten hat.
  • Nachversicherungsgarantie:< Gerade jüngere Versicherte sollten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten oder Azubis auf eine Nachversicherungsgarantie achten. Sie ermöglicht es, die Leistungen der BU zu erhöhen, wenn sich der Beruf oder die Lebensumstände durch Heirat oder Geburt eines Kindes ändern. Im besten Fall verzichten Versicherer bei einer Nachversicherung auf eine erneute Gesundheitsprüfung.
  • Kostendynamik: Gute Berufsunfähigkeitsversicherungen passen ihre Leistungen an die Inflation an. So ist sichergestellt, dass Versicherte im Leistungsfall die entsprechend hohe BU-Rente erhalten. Für Beamte sind derartige Verträge jedoch eher nicht geeignet, da sie ohnehin von einem steigenden Ruhegehalt profitieren und ihre Beiträge entsprechend eher reduzieren sollten.

Berufsunfähigkeitsversicherung – staatliche Leistungen berücksichtigen
Wer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, ist im Fall einer Erwerbstätigkeit über die Rentenversicherung abgesichert. Eine Eingrenzung auf bestimmte Berufsgruppen gibt es hier nicht.
Allerdings leistet die gesetzliche Rentenversicherung erst, wenn die Versicherten überhaupt keinen Beruf mehr ausüben können. Somit unterscheidet sich dieser Versicherungsschutz von einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.
Anspruch auf die Leistungen aus der staatlichen Absicherung bestehen, wenn die Arbeitnehmer mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Selbständige haben keinen Anspruch auf diese Leistung, wenn Sie nicht freiwillig in die Rentenkasse eingezahlt haben.
Eine Erwerbsminderungsrente entspricht bei vollem Anspruch nicht mehr als einem Drittel des letzten Bruttogehalts. Die Leistung erhalten die Versicherten nur, wenn sie in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten können. Liegt die Arbeitsfähigkeit bei drei bis sechs Stunden täglich, wird von „teilweiser Erwerbsminderung“ gesprochen und die Versicherten erhalten eine Rentenzahlung in Höhe von etwa 15 Prozent des letzten Bruttolohns.
Beamte können ein sogenanntes „Ruhegehalt“ bekommen, wenn der Dienstherr auf der Basis eines ärztlichen Attests durch den Amtsarzt eine Dienstunfähigkeit feststellt. Ähnlich wie bei der Erwerbsunfähigkeitsrente kann der Dienstherr verlangen, dass der Beamte eine zumutbare Arbeit aufnimmt. Wird die Dienstunfähigkeit anerkannt, erhalten Beamte ein Ruhegehalt. Leistungsanspruch besteht jedoch erst nach mindestens fünf Dienstjahren. Das Ruhegehalt nach dieser Zeit beträgt 35 Prozent des letzten Gehalts.
Somit ist es für Angestellte und Beamte empfehlenswert, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, um eine Vorsorgelücke bei Berufsunfähigkeit zu vermeiden. Für Selbständige ist die BU unbedingt erforderlich, um im Falle einer schweren Krankheit überhaupt eine finanzielle Absicherung zu haben.

Wann leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt an die versicherte Person eine im Versicherungsvertrag festgelegte Rente, sobald der im Vertrag definierte Leistungsfall eintritt.

In der Regel ist dieser Fall eingetreten, wenn der Versicherte seinen versicherten Beruf nicht mehr zu 50 Prozent ausüben kann und nach sechs Monaten keine Aussicht auf Besserung besteht.

Die Voraussetzungen für die Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt an die versicherte Person eine im Versicherungsvertrag festgelegte Rente, sobald der im Vertrag definierte Leistungsfall eintritt.

In der Regel ist dieser Fall eingetreten, wenn der Versicherte seinen versicherten Beruf nicht mehr zu 50 Prozent ausüben kann und nach sechs Monaten keine Aussicht auf Besserung besteht.

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