Gebäudeversicherung2019-02-05T16:09:59+01:00

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Home Gebäudeversicherung Lesezeit: 7 min

Orkanböen rasten über das Gebäude von Herrn Meier und deckten Teile des Daches komplett ab. Eindringendes Regenwasser beschädigte einen großen Teil der Bausubstanz und das gesamte Gebäude musste aufwendig saniert werden. Herr Meier musste seine kompletten Ersparnisse in sein Wohneigentum investieren, um es überhaupt wieder bewohnbar zu machen. Aus Kostengründen hatte er beim Kauf des Hauses auf eine Wohngebäudeversicherung verzichtet. Diese hätte aber die Kosten für die Reparatur seines Hauses übernommen und er hätte seine Ersparnisse behalten können.

Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung schützt Eigentümer von Wohneigentum vor den finanziellen Folgen einer Beschädigung oder Zerstörung des Gebäudes durch die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Optional ist außerdem eine Deckung gegen Schäden durch Elementargefahren möglich. Zu den Elementargefahren gehören unter anderem Schneedruck, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Überschwemmungen entweder durch Starkregen oder über die Ufer tretende Gewässer. Während das Hochwasserrisiko bei Gewässern lokal begrenzt ist, treten starke Regenfälle in den letzten Jahren in ganz Deutschland häufiger auf. Insofern ist der Abschluss der Elementarschadendeckung in den meisten Fällen zu empfehlen. Schäden, die bei einem Einbruchdiebstahl am Gebäude verursacht werden, werden von der Hausratversicherung bezahlt, die Gebäudeversicherung bietet dafür grundsätzlich keinen Versicherungsschutz.

Die Gebäudeversicherung wird in den meisten Fällen als gleitende Neuwertversicherung angeboten. Das bedeutet, dass bei einem Schaden das Gebäude wieder in den Ursprungszustand versetzt wird. „Gleitend“ bedeutet, dass die Prämie und der Wert des Gebäudes in jedem Jahr an die aktuellen Kosten für die Wiederherstellung angepasst werden. Basis für die Anpassung sind die Indizes für den Baupreis für Wohngebäude und den Tariflohn für das Baugewerbe. Beide werden vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht.

Die Prämie in der Gebäudeversicherung bemisst sich nach verschiedenen Faktoren. Entscheidend ist vor allem der Wert des Gebäudes. Zur Berechnung des Wertes stellen die meisten Versicherer standardisierte Fragebögen zur Verfügung, mit denen der Wert grob ermittelt werden kann. Bei vielen Versicherern wird nach wie vor eine Versicherungssumme in Mark 1914 ermittelt.

Warum wird die Versicherungssumme in Mark 1914 berechnet?

Bei vielen Versicherern wird der Gebäudeneuwert auf die Preise des Jahres 1914 zurückgerechnet und dann mit einem Anpassungsfaktor auf das aktuelle Kalenderjahr angepasst. Die Indizes für die Anpassung werden jedes Jahr veröffentlicht. Für Versicherungsnehmer und Versicherer hat diese Art der Wertberechnung den Vorteil, dass Kostensteigerungen und die Entwicklungen im Bausektor automatisch im Vertrag berücksichtigt werden. Ständige Anpassungen der Versicherungssumme sind dadurch nicht notwendig.

Einige Versicherer sind mittlerweile dazu übergegangen, ein anderes Basisjahr für die Berechnung zu verwenden. So gibt es auch Versicherungspolicen, bei denen der Wert des Gebäudes auf das Jahr 2000 zurückgerechnet wird, andere Versicherer nutzen das Jahr 1970 als Grundlage für die Wertberechnung.

Wie verläuft die Schadenregulierung bei der Gebäudeversicherung?

Bei einem Schadenfall wenden Sie sich telefonisch, schriftlich oder online an Ihren Versicherer. Dieser nimmt die Schadenmeldung auf und fordert bei Ihnen gegebenenfalls weitere Unterlagen an. Abhängig von der Schadenhöhe kann es sein, dass ein Gutachter den Schaden besichtigen soll. Bei kleineren Schäden reichen dem Versicherungsunternehmen häufig aussagekräftige Schadenfotos. Der Versicherer wird den Sachverhalt prüfen und danach eine Freigabe erteilen. Danach können Sie den Schaden reparieren und reichen die Rechnungen der Handwerker beim Versicherer ein. Sie können sich auch Eigenleistungen erstatten lassen, wenn Sie zum Beispiel kleine Reparaturen selbst vornehmen. Der Versicherer übernimmt dann die Kosten für das Material und einen gewissen Stundensatz für Ihren Zeitaufwand. Wie hoch dieser ist, hängt vom Versicherer ab, es gibt unterschiedliche Richtlinien bei den einzelnen Gesellschaften.

Wie finde ich eine gute Gebäudeversicherung?

Bei der Auswahl der richtigen Gebäudeversicherung für Ihre Bedürfnisse gibt es einige Faktoren, auf die Sie besonders achten sollten:

  • Selbstbeteiligung
  • Prämie
  • Deckungserweiterungen
  • Elementarschadenversicherung
  • Wertberechnung des Gebäudes

Die Gebäudeversicherung wird grundsätzlich ohne eine feste Selbstbeteiligung angeboten, es gibt aber Versicherer, die abhängig von eventuellen Vorschäden eine Selbstbeteiligung erheben. Andere Versicherer ermöglichen optional den Einschluss einer Selbstbeteiligung, um die Prämie zu senken. Das lohnt sich im Regelfall aber nur bei sehr teuren Gebäuden, da die Prämienersparnis sonst zu gering ist. Die Elementarschadenversicherung ist unbedingt empfehlenswert, auch wenn sie mit einer zusätzlichen Prämie verbunden ist. Insbesondere Schäden durch Überschwemmung nehmen immer mehr zu.

Felix Maschefski - Unser Versicherungsexperte

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Deckungserweiterungen gibt es in diversen Ausprägungen. Empfehlenswert ist der Einschluss von Schäden durch Vandalismus und Graffiti. Der Versicherer übernimmt dann auch die Kosten für mutwillige Beschädigungen am Gebäude durch dritte Personen. Nach Möglichkeit sollten Sie zudem den „Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit“ vereinbaren. Der Versicherer kann sich bei Schadenfällen dann nicht darauf berufen, dass Sie grob fahrlässig gehandelt haben und deswegen nur einen Teil des Schadens übernehmen.

Bei der Wertberechnung Ihres Gebäudes gibt es verschiedene Varianten für den gleitenden Neuwert. Ob Sie sich für eine Versicherung mit dem Grundwert in Mark 1914, in DM 1970 oder in Euro 2000 entscheiden, ist zweitrangig. Wichtig ist vor allem, dass der entsprechende Fragebogen korrekt ausgefüllt wird, damit Sie nicht unterversichert sind. Vor allem kleinere Gebäudeversicherer nutzen keine Fragebögen. Sie schicken stattdessen einen Sachverständigen, der den Wert des Gebäudes für Sie kostenfrei ermittelt. Der Versicherer garantiert dann die Kostenübernahme für den Wiederaufbau des Gebäudes in gleicher Art und Güte.

Wie versichere ich mein gewerblich genutztes Gebäude?

Gewerblich genutzte Gebäude können grundsätzlich wie Wohngebäude versichert werden. Der Versicherer berücksichtigt in diesen Fällen aber die Betriebsart des Unternehmens, das das Gebäude nutzt. Handwerksbetriebe sind häufig teurer als reine Bürobetriebe. Bei rein gewerblich genutzten Objekten gibt es in der Regel keine standardisierten Fragebögen für die Wertermittlung, die Berechnung des Gebäudewerts muss daher von Hand erfolgen.

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