Lebensversicherung2019-02-05T16:18:14+01:00

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Home Lebensversicherung Lesezeit: 7 min

Die Lebensversicherung ist in den letzten Jahren immer weiter in die Kritik geraten. Sie kann aber nach wie vor eine Ergänzung der Altersvorsorge sein und bietet zudem einen wichtigen Risikoschutz für den Todesfall.

Eine kapitalbildende Lebensversicherung besteht aus zwei verschiedenen Komponenten: Altersvorsorge und Risikoschutz. Ein Teil der Beiträge des Versicherungsnehmers wird verzinslich angespart und am Ende der vereinbarten Laufzeit ausgezahlt zuzüglich eventueller Überschüsse ausgezahlt. Ein anderer Teil der Beiträge wird für eine Risikoversicherung genutzt. Wenn der Versicherungsnehmer vor dem vereinbarten Ende der Laufzeit sterben sollte, erhalten die Erben die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt, auch wenn diese noch nicht angespart war.

Wie lange läuft eine Lebensversicherung?

Grundsätzlich ist die Laufzeit einer Lebensversicherung frei wählbar, sie kann bis zum Erreichen des Rentenalters oder für eine feste Laufzeit abgeschlossen werden. Für eine steuerlich begünstigte Behandlung müssen der Auszahlzeitpunkt und die Laufzeit aber gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Was ist der Unterschied zwischen klassischen und fondsgebundenen Lebensversicherungen?

Bei einer klassischen Lebensversicherung investiert der Versicherer den Sparbeitrag in eine von ihm gewählte Anlageform. Lebensversicherer müssen grundsätzlich sehr defensiv anlegen, dementsprechend steht der Kapitalerhalt im Vordergrund. Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung investiert der Versicherer die Sparbeiträge in einen Fonds, den der Versicherungsnehmer auswählt. Das Risiko der richtigen Anlage wird damit auf den Versicherungsnehmer abgewälzt. Wählen Sie den falschen Fonds aus, kann es passieren, dass Sie nicht einmal die eingezahlten Beiträge zurückerhalten, weil der Fonds zum Zeitpunkt der Auszahlung unter dem Wert liegt, den Sie bezahlt haben. Bei Lebensversicherungen, die über eine lange Laufzeit abgeschlossen werden, ist dieses Risiko jedoch gering. Zudem haben Sie bei den meisten Versicherern die Möglichkeit, während der Ansparphase den oder die ausgewählten Fonds ohne Zusatzkosten zu wechseln. Dennoch ist die Investition in eine fondsgebundene Lebensversicherung im Regelfall etwas risikoreicher als ein Investment in eine klassische Lebensversicherung.

Bei einigen Versicherern erhalten Sie auch Hybridprodukte, die eine Mischung aus fondsgebundener und klassischer Lebensversicherung darstellen. Abhängig von der Restlaufzeit schichtet der Versicherer das vorhandene Kapital nach und nach aus Fondsanlagen in die klassische Variante um. Diese Tarife sollen die Vorteile beider Formen verbinden, sind aber häufig auch mit höheren Verwaltungskosten verbunden. Das bedeutet, dass ein größerer Teil Ihrer Beiträge für die Verwaltung des Vertrags beim Versicherer aufgewendet werden muss.

Seit 2015 gibt es auch Lebensversicherungstarife, bei denen es gar keinen garantierten Zinssatz mehr gibt. Bei diesen Tarifen gibt es keine garantierten Ablaufleistungen und der Versicherer darf das Kapital der Kunden auch in risikoreicheren Investments anlegen. Zur alleinigen Altersvorsorge eignen sich diese Produkte nur begrenzt, da die Auszahlung stark vom Erfolg des Versicherers bei der Anlage abhängt. Das Risiko ist also höher, der Ertrag kann sich aber im Vergleich zu einer Lebensversicherung mit Garantiezins ebenfalls besser entwickeln.

Was ist der Garantiezins bei der Lebensversicherung?

Der Garantiezins ist der Rechnungszins, den die Versicherer aufgrund gesetzlicher Vorgaben maximal in der garantierten Auszahlung berücksichtigen dürfen. Seit dem 01.01.2015 liegt der Zins nur noch bei 0,9 %. In der Praxis ist die Verzinsung einer Lebensversicherung aber besser, da zu dem garantierten Zins auch noch Überschüsse hinzukommen. Die Versicherungsunternehmen müssen höhere Erträge, die sie mit den angelegten Geldern erzielen, zu einem großen Teil an die Versicherungsnehmer weitergeben.

Die durchschnittliche Verzinsung auf den Sparanteil liegt aktuell durchschnittlich bei etwa 3 %, wenn alle Überschüsse berücksichtigt werden. Da die Gesamtverzinsung aber nicht garantiert ist, sollte sie bei der eigenen Altersvorsorge auch nicht berücksichtigt werden.

Wie finde ich eine gute Lebensversicherung?

Bei der Lebensversicherung gibt es verschiedene Faktoren, mit denen sich ein leistungsstarkes Produkt erkennen lässt. Ein guter Indikator ist die garantierte Auszahlungssumme am Ende der Laufzeit. Je höher diese ist, desto niedriger sind die Kosten, die während der Laufzeit des Vertrags anfallen. Achten Sie zudem auf die Finanzstärke des Versicherers insgesamt. Je finanzstärker ein Versicherer ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass neben den zugesagten Leistungen auch ansprechende Überschüsse ausgezahlt werden. In den Bedingungswerken gibt es insgesamt nur recht wenig Unterschiede, sodass die Leistungen der verschiedenen Versicherer vor allem durch die Ablaufleistungen miteinander vergleichbar werden.

Felix Maschefski - Unser Versicherungsexperte

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Gibt es Alternativen zur Lebensversicherung?

Die Lebensversicherung ist ein kombiniertes Produkt, das Risikoschutz und Altersvorsorge in einem Vertrag verbindet. Wenn Sie sich nicht für eine Lebensversicherung entscheiden wollen, können Sie die beiden Produkte auch in separaten Verträgen nutzen. Für den reinen Risikoschutz bieten viele Versicherer Risikolebensversicherungen an. Bei diesen erhalten Sie am Ende der Laufzeit keine einmalige Auszahlung, der Versicherer zahlt nur, wenn Sie während der Laufzeit sterben. Für die Altersvorsorge gibt es zum Beispiel Rentenversicherungen. Diese zahlen bei Erreichen des Vertragsendes eine monatliche Rente an Sie aus. Während der Ansparphase lässt sich optional ein Todesfallschutz vereinbaren. Der Versicherer zahlt dann entweder eine feste Summe aus und erstattet alle gezahlten Beiträge abzüglich eventueller Kosten an die Hinterbliebenen aus.

Was passiert bei der Insolvenz eines Lebensversicherers?

Die deutschen Lebensversicherer haben 2002 zunächst eine private Auffanggesellschaft für insolvente Versicherer geschaffen: die Protektor Lebensversicherung-AG. Seit 2004 ist diese auch für den gesetzlichen Sicherungsfonds zuständig. Sollte ein Versicherer in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten, übernimmt der Sicherungsfonds die Verwaltung der betroffenen Verträge und hält die Garantiezusagen in den Verträgen ein. Bis 2016 musste nur die Mannheimer Lebensversicherung AG ihre Verträge in die Sicherungsgesellschaft übertragen, weitere Insolvenzen hat es nicht gegeben.

Als Kunde können Sie also sicher sein, dass die abgeschlossenen Lebensversicherungen auf jeden Fall sicher sind, selbst wenn das von Ihnen gewählte Unternehmen einmal in finanzielle Schwierigkeiten geraten sollte.

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