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Versicherungsmakler zählen zu den Berufsgruppen mit häufigem Kundenkontakt. Das Beratungsgespräch oder die persönliche Kundenansprache zählen für Makler zum Kern der Kerntätigkeit. Schließlich erklären sich komplizierte Vorsorge- und Absicherungsprodukte am besten von Angesicht zu Angesicht.

Das kann in Zeiten der weltweit durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankungen an COVID 19 zur echten Herausforderung werden. Zwar ist das Ausmaß der neuartigen Grippe hierzulande bislang noch nicht mit der Lage in China zu vergleichen – dass sie sich aber womöglich auch bei uns noch im größeren Stil bis hin zur Epidemie oder Pandemie ausbreitet, ist nicht auszuschließen. Zumindest befürchten das etliche Experten.

Corona ist als Epidemie in Europa angekommen.

So fasste es Ende Februar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz in Berlin zusammen. Verantwortungsvolles Handeln ist also angebracht. Und gerade Versicherungsmakler wissen, wie hilfreich gute Vorsorge ist, falls der Notfall später doch eintritt.

Die Börsen reagieren bereits mit empfindlichen Abschlägen. Immer mehr Kunden, Arbeitnehmer und Verbraucher sind verunsichert. Gleichwohl glauben nicht viele Menschen, dass die Krise hierzulande derart bedrohliche Ausmaße annimmt wie am Ursprungsort der Krankheit im zentralchinesischen Wuhan in der Provinz Hubei.

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Corona treibt Digitalisierung voran

Wie die Arbeit von Versicherern und Versicherungsmaklern unter einer möglichen Epidemie oder gar Pandemie aussehen kann, schilderte kürzlich der chinesische Experte Heng Yan in einem interessanten Bericht der Versicherungswirtschaft heute. Grundsätzlich laufen seine Beobachtungen am Beispiel der aktuellen Realität in China auf drei wesentliche Veränderungen hinaus:

  • Öffentliches Leben findet nicht mehr statt: Unter der Plage des Corona-Virus nehmen viele Menschen nicht mehr am öffentlichen Leben in der bisherigen Form teil. Das geschieht teils aus Vorsicht, teils weil ganze Städte und Provinzen abgeriegelt sind. Massenveranstaltungen, persönliche Treffen und gesellschaftlicher Umgang sind passé. Das verändert nicht nur das allgemeine, sondern auch das geschäftliche Leben.

  • Verlagerung in die digitale Welt: Privat und persönlich spielt sich das Leben oft nur noch im engsten Familienkreis ab. Alles andere wird bevorzugt virtuell im Netz erledigt. Das betrifft insbesondere das Geschäftsleben. Einheimische Versicherer, Insurtechs und Makler zum Beispiel, die zuvor stark ihre digitalen Fähigkeiten ausgebaut und viel ins Online-Geschäft investiert haben, können mit dieser Situation relativ gut umgehen.

  • Digitale Alternativen erleben schnelle Weiterentwicklung: Die virtuellen Lösungen – allen voran immer wieder genannt das WhatsApp-Pendant WeChat – erfahren großen Zuspruch. Sie werden unter dem Druck der Situation sogar noch viel rascher mit neuen Features und Applikationen weiter ausgebaut. Ebenso erweisen sich moderne Prozesse und Lösungen wie Home Office, Remote Working, Video Support oder Kundenchats als besonders hilfreich.

Gerade unter den augenblicklich extremen Umständen in China zeigt sich, dass gut digitalisierte Geschäftsideen und Unternehmen durchweg effektiv weiterarbeiten. Schlecht digitalisierte Firmen, Versicherer und Maklerbüros hingegen erleiden erheblichen, teils völligen Stillstand. Das ist für kleinere Firmen und Mittelständler schnell existenzbedrohend.

Die Krise als Chance

Die Digitalisierung stärkt also direkt die Krisenfestigkeit. Vielleicht ist diese Eskalation trotz aller gesundheitlichen Not für viele Menschen somit zugleich auch Chance. Scheinbar nicht ganz zufällig setzt sich das Wort Krise im Chinesischen nämlich aus zwei Schriftzeichen zusammen: eines steht für Gefahr, das andere für Gelegenheit.

Versicherer, Makler und Insurtechs jedenfalls, die die Verwaltung ihres Bestandes bestens durchdigitalisiert haben und heute schon aktiv auf digitale Beratungsalternativen wie Video Call, Video Chat oder Video Ident setzen, scheinen besser für die Krise gerüstet.

Krise ist ein produktiver Zustand

So oder so ähnlich beschrieb es in seinem Zitat dem Anschein nach auch der prominente Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Und noch besser gewappnet sind die, die ihre digitalen Tools mit allen vom Kunden gewünschten weiteren Funktionalitäten versehen. Stichwort: multifunktionale Anwendungen!

Als App beispielsweise, die es dem Klienten neben dem wortwörtlich virenfreien digitalen Beratungsgespräch ebenfalls ermöglicht, den Vertrag elektronisch zu unterschreiben, die eigene Vertragsverwaltung simpel am Bildschirm zu managen oder einen Schaden schnell zu regulieren.

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Einfache Maßnahmen beugen Ansteckung vor

Panikmache ist in keinem Fall angeraten. Und die wirksame Vorbeugung gegen eine Ansteckung zum Beispiel beim persönlichen Gespräch zwischen Kunde und Makler sollte ohnehin nicht allein wegen einer drohenden Erkrankung an COVID 19 ernst genommen werden. Die normale Influenza, sprich Grippe, ist samt ihren jährlichen Todesfällen in erheblicher Zahl ebenso ernst zu nehmen.

Corona-Viren werden ähnlich wie normale Grippeviren durch Tröpfcheninfektion weitergegeben. Das Virus vermehrt sich im Rachen und später bei heftigeren Krankheitsverläufen auch in der Lunge. Von dort aus gelangen die Erreger wieder aus dem Körper, etwa durch Niesen, Husten oder Schnäuzen.

Deshalb empfehlen die Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und von Krankenhäusern unisono einige einfache, aber erfolgreiche Maßnahmen. Die betreffen vor allem den täglichen Umgang und eine regelmäßige Hygiene, um einer Ansteckung vorzubeugen:

  • Husten- und Nies-Etikette: Niesen oder husten am besten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Freilich ist das benutzte Taschentuch im Anschluss schnellstmöglich und sicher zu entsorgen. In die Hand niesen oder husten verbietet sich von selbst. Daran anhaftende Viren könnten sich über Türklinken, Treppengeländer oder beim Händeschütteln schnell weiterübertragen.

  • Hand-Hygiene: Am besten ist es ohnehin, in der Grippezeit auf exzessives Händeschütteln, Küsschen und Umarmungen zu verzichten. Die Hände sollten zudem regelmäßig und sorgfältig mit Seife gewaschen werden. Das gilt insbesondere für den Fall, dass daraufhin das eigene Gesicht oder das einer anderen Person berührt werden soll. Lichtschalter, Fahrstuhlknöpfe und Türknäufe lassen sich zum Selbstschutz auch gut mit dem Ellenbogen betätigen.

  • Sicherheitsabstand: Zu offensichtlich oder mutmaßlich Erkrankten sollte ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Wer weiter Risiken minimieren möchte, meidet belebte Orte und Veranstaltungen. Die richtige Einschätzung und Umsetzung, wann die eigene persönliche Präsenz unbedingt gewünscht oder notwendig ist, hilft ebenfalls.

Der beliebte Mundschutz oder die Atemmaske dagegen bieten Gesunden übrigens nur wenig bis kaum Schutz vor Ansteckung. Die meisten Kritiker und Experten bemängeln, dass der gewünschte Barriereschutz dieser Masken oft nur kurz anhält. In der Regel sind sie schon nach 20 Minuten von der eigenen Atemluft so durchfeuchtet, dass dieser Schutz zunichte ist.

Tipp

Könnten Sie sich als Versicherungsmakler beispielsweise bei einer Epidemie oder Pandemie, die zu Abriegelungen und Quarantänegebieten in ihrem Kundeneinzugsgebiet führt, die folgenden drei Fragen ruhigen Gewissens mit Ja beantworten?

Kann ich nahtlos weiterhin Kunden beraten, ohne dass dazu meine direkte Präsenz vor Ort notwendig ist? Kann ich diese Beratungen erfolgreich und ohne Umstände mit rechtskräftigen Vertragsunterzeichnungen abschließen? Kann ich meinen Kunden zudem auch in allen anderen Versicherungsfragen virtuell weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen?

Wenn Sie das alles können, und wenn Ihre Kunden wissen, dass sie das können, sind Sie digital bestens aufgestellt. Dann ist Ihr Businessmodell auf eine eventuell drohende krankheitsbedingte Ausnahmesituation in Deutschland und ihre Folgen zeitgemäß und professionell vorbereitet.

Der Makler jedoch, der in dieser Ausnahmesituation echte Schwierigkeiten befürchtet, sollte überprüfen, wo und mit welchen Mitteln er sein Geschäftsmodell realistisch und kurzfristig durch digitale Möglichkeiten besser absichern kann.

Eine dieser Möglichkeiten ist zum Beispiel die Kooperation mit qualifizierten Dienstleistern. Als Kooperations-Makler des digitalen Versicherungs-Marktplatzes wefox etwa stehen Ihnen jederzeit eine barrierefreie Video-Beratung mit entsprechenden Präsentationsfeatures oder eine Abschlussfunktion mit Video-Ident zur Verfügung.

Selbstverständlich profitieren Sie als Kooperationsmakler bei wefox ebenso vom digitalen Kundenservice per App und im Web. Das leistungsfähige Online-MVP des Insurtechs ermöglicht Ihnen zudem, jeden Verwaltungsvorgang rund um Ihre Verträge und Kunden problemlos digital zu erledigen. Richten Sie jetzt Ihr zukunftssicheres, virtuelles und voll funktionsfähiges Maklerbüro ein.

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