2. September 2020|Lesezeit: 6 min

Corona und COVID-19 haben das Arbeiten im Homeoffice in Deutschland und praktisch in allen modernen Industrienationen endgültig salonfähig gemacht. Diese Entwicklung ist bekannt. Verwaiste Zentralen, leere Großraumbüros: Praktisch ganze Unternehmen, auch Versicherungsgesellschaften und größere Maklerbüros, arbeiten im Homeoffice. Das sind keine Einzelfälle mehr.

Bevor ganze Abteilungen temporär schließen müssten, weil sich die Mitarbeiter gegenseitig anstecken, schicken immer mehr Unternehmen ihre Arbeitnehmer ins Homeoffice. Gesundheit geht vor. Auch vor dem Hintergrund, dass immer wieder Klassen und Kinder von den Schulen nach Hause geschickt werden, ergibt das Sinn. Stichwort: Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Auch wenn der bundesweite Lockdown in Deutschland erst einmal vorbei ist. Der Trend zur Arbeit in heimischen Gefilden hält an. Der effiziente Hausarbeiter ist eine ganz neue Karriereform. Anders gesagt: Karriere lässt sich jetzt auch von zu Hause aus machen. Der Trend zum Homeoffice wird teils zur festen Dauerlösung.

Homeoffice schützt die Gesundheit der Mitarbeiter und sichert den möglichst störungsfreien Betriebsablauf in Pandemiezeiten.

So zeichnen etwa Zahlen von Statista, die auf aktuellen Quellen der ZEW-Konjunkturumfrage 2020 und des Ifo-Instituts beruhen, ein klares Bild. In der Informationswirtschaft boten 52 Prozent der Arbeitgeber vor der Coronakrise keinem ihrer Beschäftigten Arbeit im Homeoffice an. Während der Krise ging diese Zahl auf 26 Prozent zurück. Und auch nach der Krise wollen nur 36 Prozent zur Situation vor Corona zurückkehren. Scheinbar hat man gute Erfahrungen mit Homeoffice gesammelt.

Im verarbeitenden Gewerbe liegen die Zahlen erwartungsgemäß niedriger. Noch lässt sich dort beim derzeitigen Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad nicht jede Tätigkeit remote erledigen. Trotzdem ist die Entwicklung auch hier beachtlich. 76 Prozent der Unternehmen boten vor Corona keinem ihrer Mitarbeiter Homeoffice an. Während der Krise waren es nur noch 54 Prozent. Und nach der Krise wollen immerhin „nur“ 63 Prozent zur Situation vor Corona zurück.

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Vorteile von Homeoffice aus Sicht von Mitarbeitern und Unternehmen

Zu Recht interessant sind die Vorteile von Homeoffice also sowohl aus Sicht der Beschäftigten wie auch aus der von Firmen. Jüngst befragte die DAK Krankenkasse dazu über IGES und Forsa repräsentativ jeweils über 7.000 Erwerbstätige vor und während der Pandemie. Mit ihrer aktuellen Sonderanalyse aus beiden Umfragen untersucht die DAK Gesundheitsaspekte und Work-Life-Balance in der Krise.

Auf die Frage „Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu den Vorteilen von Homeoffice zu?“ antworteten beispielsweise die Arbeitnehmer mit „Trifft genau zu“ bzw. mit „Trifft eher zu“:

  • 68 Prozent – Zeitersparnis: Ich gewinne durch das Homeoffice eine Menge Zeit, weil die Wege zur und von der Arbeit wegfallen.
  • 66 Prozent – Vereinbarkeit: Ich kann durch Homeoffice Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren.
  • 65 Prozent – Verteilbarkeit: Ich kann meine Arbeitszeit im Homeoffice besser über den Tag verteilen.
  • 56 Prozent – Produktivität: Ich kann im Homeoffice produktiver arbeiten als an meinem normalen Arbeitsplatz im Betrieb oder Büro.
  • 54 Prozent – Arbeitszufriedenheit: Ich empfinde die Arbeit im Homeoffice als angenehmer als die Arbeit an meinem normalen Arbeitsplatz im Betrieb oder Büro.

Corona und COVID-19 hätten somit nachweislich für beträchtliche Wahrnehmungs- und Akzeptanzverschiebungen beim Thema Homeoffice gesorgt. Nahm etwa vor der Pandemie nur ca. jeder dritte Arbeitnehmer die zunehmende Digitalisierung bei der eigenen Arbeit als Entlastung wahr, tue dies heute fast jeder zweite. Ein bemerkenswerter Zuwachs von 39 Prozent.

Die Zahl derer, die die Digitalisierung als Belastung empfinden, sei hingegen um 80 Prozent geschrumpft. Kein Wunder also, wenn Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, zusammenfasst:

Arbeitnehmer empfinden das Homeoffice als Entlastung – und zwar in weit größerem Maße als vermutet. Corona bringt einen Durchbruch für das Homeoffice. Die positiven Erfahrungen […] sollten zum Startschuss für nachhaltige Homeoffice-Konzepte werden.

Die Einstellung der Arbeitgeber zum Homeoffice habe sich unter dem Eindruck der Pandemie ebenso verändert. Während vorher drei Viertel großen Wert auf Anwesenheit im Betrieb legten, schickten in der Krise viele Chefs ihre Mitarbeiter zum Arbeiten nach Hause. Die Anzahl der Mitarbeiter, die fast täglich im Homeoffice arbeiten, habe sich von zuvor zehn auf jetzt 28 Prozent verdreifacht. Insbesondere der Produktivität scheint das Arbeiten von zu Hause aus, keinen Abbruch zu tun.

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5 Tipps und Tricks für effizientes Arbeiten im Homeoffice

Für viele Versicherungsmakler sind diese Erkenntnisse nicht unbedingt bahnbrechend neu oder kommen gänzlich unerwartet. Vor allem nicht für die, die als Ein-Mann-Betrieb oder kleines Maklerbüro auf freier selbstständiger Basis bereits immer (mindestens im übertragenen Sinne) im Homeoffice gearbeitet haben.

Für Versicherungsmakler allerdings, die zum Beispiel selbst eine Versicherungsagentur mit angestellten Maklern führen oder für Angestellte im Innendienst der Versicherer ist diese Entwicklung schon eine neue. Und zwar eine, die genau in die heutige digitale Zeit passt. Corona hat hier lediglich eine Entwicklung des Strukturwandels beschleunigt, der ohnehin in vollem Gange ist.

Neue Situationen, die alles auf den Prüfstand stellen, erweitern unseren Horizont mehr, als die wiederholte Anwendung alter Rezepte, die jeder schon kennt.

Und genau deshalb dreht sich dieser Beitrag nicht primär um das Thema, wie bin ich als Arbeitnehmer bei der Arbeit zuhause eigentlich versichert: Ist ein Malheur auf dem Weg vom Arbeitszimmer ins Kinderzimmer ein versicherter Arbeitsunfall? Zahlt die berufliche Unfallversicherung den Unfall? Versicherter oder Versicherer: Wer zahlt am Ende was und wofür? Welche Regelungen gelten bei welcher Versicherung und bei welchem Versicherungsschutz?

Die Antworten auf diese Fragen kennt der Makler selbst am besten. Was sog. „Newbees“ unter den Heimarbeitern von Versicherungsagenturen, Versicherern oder sogar Insurtechs viel öfter umtreibt, sind Antworten auf die Fragen, wie sich die eigene Arbeit im Homeoffice optimal organisieren lässt? Wie funktioniert Heimarbeit am effizientesten? Wie lässt sich Vertrieb unter diesen Umständen bestmöglich managen?

Viele Hinweise dieses kurzen Ratgebers sind keine Raketenwissenschaft. Viele klingen für sich genommen sogar relativ einfach. In der Summe aber ermöglichen sie ein durchaus wirksames Arbeitskonzept daheim. Nachfolgend die fünf wichtigsten Tipps dazu:

1. Arbeitsplatz organisieren: Manche brauchen ein Arbeitszimmer. Anderen reicht ein abgetrennter Arbeitsplatz mit allen notwendigen Ordnern und Unterlagen in Reichweite. Und wieder andere brauchen nicht mal mehr Aktenordner, weil sie in der digitalen Welt voll angekommen sind. Sei haben alles Nötige im Laptop oder eben in der Cloud.

Jeder funktioniert anders. Da sind Makler nicht anders als andere Berufstätige. Wichtig ist, dass jeder für sich die perfekte Arbeitsumgebung herstellt. Eine Umgebung, bei der es ihm leichtfällt, produktiv zu sein und alle Aufgaben effizient abzuarbeiten. Entscheidend sind am Ende die Ergebnisse. Stimmen die, stimmt offensichtlich auch die Arbeitsplatzorganisation.

2. Routinen etablieren: Zusammen mit der Arbeit im Homeoffice ist das Wort „prokrastinieren“ wieder schwer in Mode gekommen. Es bedeutet etwas aufzuschieben, sich ablenken zu lassen. Damit das gar nicht erst einreißt, helfen Routinen. Pausen sind wichtig, regelmäßige am besten. Aber Pausen mit privaten Beschäftigungen sollten nicht überhandnehmen.

Tägliche und wöchentliche Routinen strukturieren Arbeitsabläufe. Jeder Makler, der seine Routinen kennt und abarbeitet, hat in der Regel keine Probleme mit der Arbeitsdisziplin. Einfache Aufgaben am besten zu den Zeiten erledigen, wo die eigene Konzentration eher niedriger ist. Herausforderungen dann, wenn der eigene Biorhythmus sagt: Feuer frei!

3. Digital kommunizieren: Kommunikation ist für jeden Makler das A und O. Klar, es geht ja darum den Kunden gut zu beraten, den eigenen Bestand zu pflegen und freilich vor allem um Abschlüsse. So verdient sich das Geld. Kundenberatung in Pandemiezeiten etwa geht am besten über digitale Lösungen wie Video-Chats, Video-Konferenzen und sogar Messenger. Auch immer mehr Kunden setzen auf diese modernen Kommunikationsmittel.

Schließlich legen Kunden genauso viel Wert auf Gesundheit. Fast alles lässt sich heute mit virtuellen Lösungen am Bildschirm besprechen und präsentieren. Ebenso wichtig ist, den Draht zu Kollegen und Partnern nicht zu verlieren. Bleiben Sie im Kontakt. Hier helfen virtuelle Tools ebenfalls. Videochatten ist nicht schwieriger als Telefonieren, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat.

4. Regeln vereinbaren: Wer nicht das eigene Arbeitszimmer oder einen isolierten Arbeitsplatz präferiert, sollte sich mit womöglich anderen anwesenden Familienmitgliedern unbedingt auf klare Regeln einigen. Es sollte klar sein, zu welchen Zeiten Arbeitszeit herrscht und wann familieninterner Publikumsverkehr erlaubt ist. Notfälle natürlich ausgenommen.

Zu den Regeln mit sich selbst gehört in punkto Disziplin auch, dass nebenbei nicht ständig Nebenbeschäftigungen wie beispielsweise laufende Waschmaschinen die Konzentration auf das Wesentliche beeinträchtigen. Die gehören weder ins Büro noch ins Heimbüro.

5. Eigene Lösungen finden: Ob der Makler daheim im Anzug oder in Jogginghose arbeitet oder ob er die Mittagspause jeden Tag zur gleichen Zeit einlegt: Jede gute Lösung ist individuell. Zudem ist sie abhängig von den Anforderungen des Berufsalltags. Die Kundenberatung ist natürlich auch im virtuellen Raum seriös und somit auch seriös gekleidet zu erledigen.

Sonst dürften die Vertriebsergebnisse beizeiten darunter leiden. Bei anderen Aufgaben hingegen kann es schonmal legerer zugehen. Selbstverständlich ist es immer hilfreich, stets für alle Fälle gewappnet zu sein. Erlaubt ist prinzipiell alles, was hilft produktiv zu sein und was zur jeweiligen Tätigkeit passt.

Professionelle Unterstützung

Sie sind Versicherungsmakler und sind sich unter den gegebenen Umständen der großen Vorteile von Homeoffice für sich selbst oder für Ihre Mitarbeiter sehr bewusst? Sie suchen vielleicht nur noch nach den richtigen Werkzeugen und Ideen, um die Arbeit zuhause optimal zu strukturieren?

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Sollten doch mal Fragen offenbleiben: Besprechen und lösen Sie jedes Thema gerne gemeinsam mit Ihrem persönlichen Makler Manager. Mit wefox digital in die Zukunft der Versicherung und des Versicherungsvertriebs durchstarten. Interesse geweckt?

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