Motorradversicherung2019-03-19T17:46:35+02:00

Motorradversicherung:
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Home Motorradversicherung Lesezeit: 7 min

Karl wollte nur eine Kleinigkeit essen und hielt bei dem netten Café direkt am Waldrand an. Als er wieder herauskam, war sein Motorrad verschwunden. Diebe hatten die Chance genutzt und das Zweirad gestohlen. Die erst drei Monate alte Maschine hatte 12.000 € gekostet und Karl hatte nur eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Eine Teilkaskoversicherung für sein Motorrad hätte den entstandenen Schaden ersetzt und Karl hätte sich ein neues Motorrad kaufen können.

Was ist eine Motorradversicherung?

Die Haftpflichtversicherung für Ihr Motorrad ist gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Haftpflichtversicherung dürfen Sie Ihr Zweirad in Deutschland nicht zulassen. Für die Anmeldung bei der Zulassungsstelle erhalten Sie eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) bei Ihrem Versicherer. Die Kaskoversicherung ist nicht vorgeschrieben, aber bei den meisten Motorrädern sinnvoll. Sie leistet unter anderem, wenn Ihr Motorrad gestohlen wird, wenn Sie mit Tieren kollidieren oder Ihre Maschine durch ein Feuer zerstört wird. Neben der reinen Teilkaskoversicherung bieten einige Versicherer auch eine Vollkaskoversicherung für Motorräder an. Diese ist aber recht teuer und lohnt sich meist nur bei hochwertigen Maschinen, die nur wenig bewegt werden.

Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden durch die folgenden Gefahren:

  • Glasbruch
  • Kollisionen mit Wild oder Tieren aller Art
  • Überschwemmung
  • Feuer
  • Sturm/Hagel
  • Tier- oder Marderbiss inklusive Folgeschäden
  • Diebstahl des Motorrads
  • bestimmte Elementarschäden (zum Beispiel Lawinen)

Lohnt sich eine Motorrad-Kaskoversicherung?

Die Teilkaskoversicherung für Motorräder lohnt sich bei den meisten Motorrädern. Die häufigsten Schadenfälle sind Diebstähle, aber auch Feuer- oder Sturmschäden kommen regelmäßig vor. Die Vollkaskoversicherung ist nur bedingt empfehlenswert. Sie leistet zwar auch, wenn Ihr Zweirad durch einen Unfall beschädigt wird, ist aber recht teuer.

Grundsätzlich gilt: Je neuer die Maschine, desto eher ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung für Ihr Motorrad sinnvoll. Beachten Sie aber, dass die meisten Versicherer nur Motorräder bis zu einem gewissen Neuwert versichern. Die Grenze liegt bei vielen Anbietern bei 15.000 €. Ist Ihre Maschine teurer, sinkt die Auswahl der möglichen Versicherer deutlich. Außerdem gibt es Beschränkungen bei bestimmten Marken. Motorräder der Marken Harley-Davidson und Buell lassen sich meist nur bei wenigen Spezialanbietern umfassend versichern.

Müssen bestimmte Motorradarten gesondert versichert werden?

In der Einstufung von Motorrädern gibt es bei den Versicherern tatsächlich einige Unterschiede. Diese treten insbesondere bei Leichtkrafträdern und Leichtkraftrollern auf. Diese Maschinen, die maximal 11 Kilowatt Leistung und 125 Kubikzentimeter Hubraum haben dürfen, werden von den Anbietern anders eingestuft. Da diese Maschinen auch von minderjährigen Fahrern gefahren werden dürfen, prüft der Versicherer dann auch das Alter des Fahrers. Wenn Sie ein Leichtkraftrad versichern wollen, das auch minderjährige Fahrer bewegen, müssen Sie mit einer deutlich höheren Prämie in der Motorradversicherung rechnen.

Mofas und Roller mit einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimeter benötigen gar keine normale Motorradversicherung. Für diese Zweiräder sind Versicherungskennzeichen ausreichend, die immer von März bis Februar gültig sind und danach automatisch ablaufen.

Kann ich mein Motorrad auch nur in den Sommermonaten versichern?

Sie können Ihr Motorrad auch nur in den Sommermonaten versichern. Dafür gibt es zwei verschiedene Optionen: Entweder melden Sie Ihr Zweirad in jedem Frühjahr an und im Herbst wieder ab oder Sie entscheiden sich für ein Saisonkennzeichen. Der Zeitraum für Saisonkennzeichen ist frei wählbar, sinnvoll sind aber mindestens sechs Monate. Außerhalb der Saison bleibt Ihre Maschine ohne Zusatzkosten teilkaskoversichert, wenn die Bedingungen des Versicherers erfüllt werden. Bei einem Saisonkennzeichen zahlen Sie nur den anteiligen Beitrag für den Zeitraum, in dem Ihr Motorrad bewegt werden soll.

Wenn das Saisonkennzeichen einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten umfasst, steigt Ihr Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Haftpflichtversicherung und Vollkaskoversicherung in jedem schadenfreien Jahr weiter an. Bei Zeiträumen von unter sechs Monaten bleibt Ihr Schadenfreiheitsrabatt konstant, auch wenn Sie schadenfrei bleiben.

Felix Maschefski - Unser Versicherungsexperte

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Wie berechnet sich die Prämie in der Motorradversicherung?

Die Prämie in der Motorradversicherung berechnet sich aus weniger Kriterien als bei Pkws. Relevant für die Einstufung ist die Leistung Ihrer Maschine in Kilowatt, die Regionalklasse Ihres Landkreises und die jährliche Fahrleistung. Die meisten Versicherer verzichten auf die Erhebung weiterer Tarifmerkmale wie Fahrerkreis, Wohneigentum oder Fahreralter.

In der Motorrad-Haftpflichtversicherung wird zudem Ihre individuelle Schadenfreiheitsklasse berücksichtigt. Diese steigt mit jedem schadenfreien Jahr weiter an. Bei den meisten Versicherern ist der maximale Schadenfreiheitsrabatt nach zehn bis fünfzehn Jahren erreicht. Dieselbe Regelung gilt auch bei der Vollkaskoversicherung für Motorräder. Haben Sie in einem Jahr einen Schaden gemeldet, steigt der Beitragssatz im folgenden Jahr wieder an und Ihre Schadenfreiheitsklasse wird zurückgestuft. Der Beitragssatz für die Teilkaskoversicherung ist einheitlich und verändert sich nicht bei Schadenfreiheit, steigt dafür aber nach einem Schadenfall auch nicht an.

Wie finde ich eine gute Motorradversicherung?

Wenn Sie auf der Suche nach einer reinen Motorradversicherung sind, ist der Preis das wichtigste Kriterium. Die Leistungen in den verschiedenen Tarifen der Versicherer unterscheiden sich nur unwesentlich. Achten Sie darauf, dass der Tarif eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro enthält. Es gibt zwar auch Tarife, die nur die gesetzliche Mindestdeckung oder eine Summe von 50 Millionen Euro bieten, aber diese sind nur so unwesentlich günstiger, dass sich der geringere Versicherungsschutz nicht lohnt.

Bei der Kaskoversicherung sind die Tarifunterschiede größer. Es gibt Basistarife, bei denen keine Zusatzleistungen enthalten sind und hochwertige Tarife, die mit diversen Deckungserweiterungen einen umfassenden Versicherungsschutz bieten. Hier kommt es vor allem darauf an, wie Ihr individuelles Sicherheitsbedürfnis aussieht. Für Motorräder, die nur wenig bewegt werden, reicht unter Umständen auch ein Basistarif, bei Maschinen, die regelmäßig gefahren werden, sind umfassendere Tarife sinnvoller. Anders als bei der Versicherung für Pkw gibt es bei der Motorradversicherung in der Regel keine Werkstattbindung in den Tarifen, Sie können sich bei Schadenfällen die Werkstatt also immer frei aussuchen.

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