Private Krankenversicherung Lehrer2019-03-12T09:06:37+01:00

Private Krankenversicherung
für Lehrer

Verbeamtete Lehrer sind zu mindestens 50 Prozent über die Beihilfe krankenversichert. Der übrige Anteil lässt sich mit einer privaten Krankenversicherung für Lehrer absichern. Auch für angestellte Lehrer kann sich die PKV lohnen, wenn das Gehalt im öffentlichen Dienst die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Wir haben für Sie hier alle wichtigen Informationen rund um die PKV für Lehrer zusammengestellt.

Vorteile der privaten Krankenversicherung für Lehrer

Eine private Krankenversicherung für Lehrer ist immer ein Ergänzungstarif zur Beihilfe, die der Dienstherr leistet. In der Regel trägt der Dienstherr die Hälfte der entstehenden Gesundheitskosten. Die andere Hälfte muss über eine PKV versichert werden. Deshalb wird sie in diesem Fall auch „Restkostenversicherung“ genannt. Die privaten Krankenversicherungen bieten für verbeamtete spezielle Beihilfetarife an. Dadurch profitieren Lehrer mit Verbeamtung von vielen Vorteilen der privaten Krankenversicherung:

  • individueller Leistungsumfang: Im PKV-Tarif kann der Leistungsumfang individuell an den persönlichen Bedarf angepasst werden. Dazu zählen zum Beispiel Erstattungsleistungen bei Zahnbehandlungen oder Zahnersatz sowie die Versicherungsleistungen für Psychotherapie oder Sehhilfen. Lehrer können in der PKV darüber hinaus entscheiden, ob sie bei einem stationären Aufenthalt von Chefarztbehandlung oder einem Einzelzimmer profitieren wollen.
  • Behandlung nach aktuellem medizinischen Forschungsstand: Als PKV-Versicherte erhalten Lehrer eine Behandlung nach dem neuesten Kenntnisstand. Somit sind sie nicht an einen allgemeinen vom Gesetzgeber vorgegebenen Leistungskatalog gebunden.
  • freie Arztwahl: Die PKV für Lehrer ermöglicht die freie Arztwahl sowie das freie Aufsuchen von Spezialisten.
  • verkürzte Wartezeit auf Termine: Als Privatversicherte warten Lehrer kürzer auf Arzttermine als gesetzlich krankenversicherte Patienten.

Wenn Ehe- oder Lebenspartner sowie die Kinder von PKV-versicherten Lehrern sich ebenfalls privat krankenversichern, sind die Tarife sehr günstig, da auch die direkten Angehörigen Beihilfe erhalten. Bei Kindern liegt die Beihilfe bei 80 Prozent. Somit sinkt der zu versichernde Eigenanteil auf nur 20 Prozent.

Krankentagegeld in der PKV für Lehrer?
Verbeamtete Lehrer benötigen keinen PKV-Tarif mit Krankentagegeld, da sie auch im Krankheitsfall ihr volles Gehalt weiterbeziehen.

Sind Lehrer nicht automatisch krankenversichert?
Viele Verbraucher gehen davon aus, dass Lehrer als Beamte automatisch krankenversichert sind. Tatsächlich übernimmt die Beihilfe des Dienstherrn nur 50 Prozent der Krankenversicherung. Für die andere Hälfte besteht Versicherungspflicht wie für alle anderen Bundesbürger.
Verbeamtete Lehrer haben allerdings die Wahl, ob sie sich freiwillig gesetzlich oder anteilig privat krankenversichern.

Beihilfe und Beihilfeergänzungstarife in der privaten Krankenversicherung

Verbeamtete Lehrer haben grundsätzlich die Wahl, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Entscheiden Sie sich für die PKV, handelt es sich um einen sogenannten Beihilfeergänzungstarif. In diesem Fall wird die Behilfe für Lehrer mit einer PKV kombiniert.

Denn grundsätzlich ist für die gesundheitliche Absicherung von Beamten zunächst der Dienstherr verantwortlich. Bei verbeamteten Lehrern ist das das jeweilige Bundesland, in welchem sie arbeiten. Vom Bundesland erhalten Lehrer Beihilfe. Sie trägt in der Regel 50 Prozent der Gesundheitskosten.

Mit einer privaten Krankenversicherung für Beamte sichern Lehrer die übrigen 50 Prozent ab. Nur die PKV bietet entsprechende Tarife an.

Leistungen der privaten Krankenversicherung für Lehrer

Die private Krankenversicherung für Lehrer bietet Leistungen, die weit über die Beihilfeleistungen hinausgehen können. Denn obwohl durch die Beihilfe schon ein großer Teil der Behandlungskosten oder Kosten für Hilfsmittel getragen werden, übernimmt der Dienstherr über die Beihilfe viele Rechnungen nicht oder zu einem deutlich geringeren Anteil. In diesem Fall kann ein komfortabler PKV-Beihilfetarif für Lehrer für Abhilfe sorgen.

Welche Leistungen kann die PKV für Lehrer übernehmen?

  • Erstattungen bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ): So kann es zum Beispiel vorkommen, dass behandelnde Ärzte für medizinisch komplizierte Fälle einen höheren Gebührensatz ansetzen. In manchen Fällen lehnt die Beihilfe solche höheren Sätze ab. Die PKV trägt im Rahmen der Kostenaufteilung mit der Beihilfe auch hohe Gebührensätze.
  • Altersrückstellungen: Durch Altersrückstellungen wird in der PKV für Lehrer verhindert, dass die Tarife im Alter stark ansteigen. Wer so früh wie möglich beginnt, Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung zu sammeln, profitiert stärker von konstanten Tarifen.
  • Beitragsrückerstattung: Nehmen Lehrer ihre PKV ein Jahr lang nicht in Anspruch, sehen viele Tarife eine Beitragsrückerstattung vor. Abhängig von Tarifmodell und Anbieter sind Erstattungen von bis zu drei Monatsbeiträgen möglich.
  • Komfortbehandlung: Als Privatpatienten haben Lehrer die Möglichkeit, im Krankenhaus Chefarztbehandlungen zu buchen oder im Einzelzimmer untergebracht zu werden. Darüber hinaus können privat krankenversicherte Lehrer ihre Ärzte frei wählen und zum Beispiel Termine beim Spezialisten selbst vereinbaren, ohne Überweisung durch den Hausarzt.
  • Garantierte, vertragliche Leistungen: Während die Beihilfeleistungen abhängig vom Gesetzgeber sind, erhalten Lehrer von ihrer PKV während der gesamten Laufzeit eine Garantie dafür, dass die im Vertrag zugesicherten Leistungen eingehalten werden.

Private Krankenversicherung für angestellte Lehrer
Verbeamtete Lehrer haben immer die Wahl, ob sie sich privat oder gesetzlich krankenversichern. Da Beamte Beihilfe beziehen, ist der PKV-Ergänzungstarif in der Regel immer die sinnvollste Variante.
Wenn Lehrer als Angestellte im Öffentlichen Dienst arbeiten, müssen sie sich in der GKV krankenversichern, solange ihr Gehalt unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Überschreitet ihr Lohn mit steigenden Dienstjahren die Grenze von 59.400 Euro brutto, haben sie die Wahl, sich in der PKV oder freiwillig in der GKV zu versichern.
Wer bei Behandlungen komfortable Leistungen und die Berücksichtigung des aktuellsten Stands der Forschung unabhängig von den Behandlungskosten in Anspruch nehmen möchte, hat es mit einer privaten Krankenversicherung als Lehrer in Anstellung meist besser.
Sind Sie Lehrerin oder Lehrer und im Öffentlichen Dienst angestellt? Dann können Sie unsere Berater gerne unverbindlich und kostenlos über Ihre Möglichkeiten in der PKV informieren.

Kosten der privaten Krankenversicherung für Lehrer

Wie viel kann die PKV für Lehrer kosten? Diese Frage ist wichtig für alle Interessenten im Schuldienst, die sich privat versichern wollen. Doch eine einfache Antwort darauf ist nicht so einfach möglich. Denn letztlich hängen die Kosten von verschiedenen Faktoren ab, die für jeden Versicherten individuell berücksichtigt werden müssen. Eines steht jedoch fest: Wenn Sie verbeamtete Lehrerin oder verbeamteter Lehrer sind, können Sie sich dank Beihilfe sehr günstig privat krankenversichern. Die Tarife sind in der Regel deutlich niedriger als zum Beispiel bei Selbständigen oder anderen Angestellten, die sich zu 100 Prozent in der PKV absichern müssen.

Wovon hängen die Kosten der PKV für Lehrer letztlich ab? Einfluss auf die Kosten des Ergänzungstarif haben:

  • das Eintrittsalter bei Vertragsabschluss: Je jünger Sie in die PKV eintreten, desto günstiger ist der Tarif.
  • Vorerkrankungen: Bevor Sie von der PKV aufgenommen werden, müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten. Haben Sie mehrere Vorerkrankungen oder chronische Erkrankungen, kann die Police teurer werden.
  • Leistungsumfang: Wenn Sie einen komfortablen Ergänzungstarif auswählen, der viele Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelbett-Unterbringung im Krankenhaus beinhaltet, müssen Sie mehr für die PKV bezahlen.
  • Selbstbehalt: Je höher Sie Ihren Selbstbehalt wählen, desto niedriger werden die Kosten.
  • Altersrückstellungen: Viele Versicherungsgesellschaften bieten ihren Versicherten an, freiwillig höhere Altersrückstellungen zu bilden, damit die Kosten im Alter nur moderat steigen oder konstant bleiben.

An dieser Stelle zeigt sich ein Vorteil der PKV, denn Sie können anhand Ihrer individuellen Vorlieben und Ansprüche mitbestimmen, welche Leistungen Ihr PKV-Vertrag für Lehrer enthält und wie teuer er wird.

Private Krankenversicherung für Lehrer im Vorbereitungsdienst
Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst können in der PKV ebenfalls von sehr günstigen PKV-Tarifen profitieren. Denn Referendarinnen und Referendare erhalten bei einer Verbeamtung auf Probe in der Regel 50 Prozent Beihilfe. Da die Versicherten im Referendariat in der Regel noch unter 30 Jahren alt sind, sind die PKV-Beiträge ohnehin sehr niedrig.

Fazit: Lohnt sich eine private Krankenversicherung für Lehrer?

Wer als Lehrer Beihilfe bezieht, hat mit der PKV immer die Möglichkeit, sich sehr günstig und umfangreich abzusichern. Auch die Kinder und Lebens- oder Ehepartner von verbeamteten Lehrerinnen und Lehrern können von einer preiswerten privaten Krankenversicherung profitieren, da die Beihilfezuschüsse für Angehörige bei 70 oder bei Kindern bei 80 Prozent liegen.

Wichtig ist, dass Sie trotz günstiger Versicherungen einen PKV-Tarifvergleich für Lehrer durchführen. Nur so finden Sie die PKV für Lehrer, die am besten zu Ihren Wünschen nach Absicherung und zu Ihren Lebensumständen passt.

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