Private Krankenversicherung Referendariat2019-04-08T12:02:51+02:00
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Private Krankenversicherung für die Zeit im Referendariat

Referendarinnen und Referendare sind künftige Beamte im Vorbereitungsdienst. Sie zählen somit als „Beamtenanwärter“ und haben deshalb einen Beihilfeanspruch. Durch die Beihilfe werden je nach Dienstherrn 50 Prozent oder mehr an Gesundheitskosten übernommen. Der übrige Anteil kann im Referendariat mit einer PKV abgesichert werden. Hier haben wir alles Wichtige rund um das Thema PKV und Referendariat für Sie zusammengestellt.

Beihilfe übernimmt im Referendariat Gesundheitskosten nur anteilig

Mit der Beihilfe profitieren Beamte von einer Unterstützung des Dienstherrn bei anfallenden Gesundheitskosten. Abhängig vom Familienstand und vom Dienstherrn übernimmt die Beihilfe allerdings nur 50 Prozent der Arztkosten oder der Kosten für einen Krankenhausaufenthalt. Für Ehe- oder Lebenspartner liegt der Beihilfesatz bei 70 Prozent, bei Kindern bei 80 Prozent.

Die Kostenanteile, welche die Beihilfe nicht übernimmt, müssen im Referendariat separat versichert werden. Nur die Private Krankenversicherung bietet entsprechende Tarife für Beamtenanwärter an. Sie wird auch „Restkostenversicherung“ oder „Beihilfeversicherung“ genannt.

Krankenversicherungspflicht besteht auch für Referendarinnen und Referendare

Grundsätzlich gilt auch im Referendariat die allgemeine Krankenversicherungspflicht. Demnach können Referendare und Referendarinnen nicht einfach nur die Beihilfe in Anspruch nehmen, sondern sie müssen den Selbstkostenanteil zusätzlich mit einer Versicherung absichern.

Im Referendariat besteht Versicherungspflicht, doch Betroffene können theoretisch zwischen GKV und PKV plus Beihilfe wählen. Falls Sie während des Referendariats in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterversichert bleiben wollen, müssen Sie auf die Beihilfe verzichten und sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Der Beitrag wird dann auf der Basis Ihres Einkommens berechnet. Spezielle Tarife für das Referendariat kennt die GKV nicht.

Private Krankenversicherung als Ergänzung zur Beihilfe im Referendariat

Die Privaten Krankenversicherungen bieten spezielle Tarife für Beamtenanwärter im Referendariat. Aus diesem Grund liegt es nahe, sich als Referendarin oder Referendar über eine PKV abzusichern. Denn auf diese Weise können Sie den Beihilfeanteil in Anspruch nehmen und müssen nur den übrigen Kostenanteil mit der PKV absichern. Dadurch wird die private Krankenversicherung im Referendariat besonders günstig.

PKV oder GKV – welche Versicherung soll ich im Referendariat wählen?

Im Referendariat besteht zwar Versicherungspflicht, doch trotz eines geringen Einkommens haben Sie die Möglichkeit, Ihre Krankenversicherung frei zu wählen. Entweder Sie entscheiden sich für die Kombination Beihilfe plus PKV-Ergänzungstarif oder Sie versichern sich zu 100 Prozent freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Entscheiden Sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung, müssen Sie anteilig von Ihrem Einkommen Beiträge bezahlen. Das sind ca. 200 Euro, abhängig vom Bundesland, in welchem Sie das Referendariat leisten. Sie erhalten so die gesetzlich vorgegebenen Kassenleistungen. Von Vorteil könnte die GKV sein, wenn Sie Kinder haben und einen Ehepartner, der kein eigenes Einkommen hat. In diesem Fall würden die Familienmitglieder von der kostenlosen Familienversicherung über die gesetzliche Krankenkasse profitieren.

Vorteile der privaten Krankenversicherung für das Referendariat

Sind Sie im Referendariat, haben noch keinen Ehe- oder Lebenspartner und keine Kinder, kann sich eine PKV eher lohnen. Denn zum einen müssen Sie durch die Beihilfe weniger für die Krankenversicherung bezahlen. Und zum anderen profitieren Sie von allen Vorteilen der privaten Krankenversicherung. Hierzu zählen je nach Tarif freie Arztwahl, Chefarztbehandlung, Anspruch auf die aktuell modernste Behandlungsmethode, Kostenübernahme bei alternativen Heilmethoden, hohe Leistungen bei Zahnbehandlungen oder Psychotherapie. Privat Versicherte im Referendariat haben außerdem den direkten Zugang zu Spezialisten und häufig kürzere Wartezeiten auf Termine.

Durch die Beihilfe sind auch Kinder und Lebens- oder Ehepartner abgesichert. Somit können Sie auch diese günstig über die PKV versichern und Ihre Familie kann alle Vorteile der privaten Krankenversicherung nutzen.

Bei PKV-Tarifen für Beamtenanwärter bilden die Versicherungen bei jüngeren Versicherten noch keine Altersrückstellungen. Dadurch sind diese Tarife meist sehr günstig.

Kosten der privaten Krankenversicherung für das Referendariat

Im Referendariat profitieren Versicherte in der PKV von günstigen Tarifen, da bereits 50 Prozent der Gesundheitskosten von der Beihilfe übernommen werden. Wie viel Sie für eine private Krankenversicherung monatlich bezahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Zunächst spielt das Alter bei Vertragsabschluss eine wichtige Rolle. Je jünger Sie sind, wenn Sie die PKV fürs Referendariat abschließen, desto günstiger werden die Beiträge. Die günstigsten Tarife bezahlen Referendarinnen und Referendare meist bis zum 33. Lebensjahr. Danach steigen die Tarife deutlich an. Sind Sie zu Beginn des Referendariats über 39 Jahre alt, müssen Sie mit Kosten ab 100 Euro für die PKV rechnen. Darüber hinaus sind ab diesem Alter Altersrückstellungen fällig, wodurch bei den meisten Versicherern keine Sonderkonditionen für Beamtenanwärter mehr möglich sind.

Neben dem Alter haben auch Vorerkrankungen Einfluss auf die Kosten der PKV-Tarife. Darüber hinaus hängen die Kosten davon ab, welchen Leistungsumfang Sie wählen.

Allgemein lohnt es sich auch bei günstigen PKV fürs Referendariat, einen ausführlichen Versicherungsvergleich durchzuführen, um Preise und Leistungen genau zu vergleichen.

Private Krankenversicherung für das Referendariat im Test

Es gibt keine aktuellen Tests für die PKV für das Referendariat. Unabhängige Organisationen wie die Stiftung Warentest, ÖkoTest oder Zeitschriften wie Focus Money prüfen zwar regelmäßig die Leistungen und Kosten von privaten Krankenversicherungen, aber keine speziellen Tarife für Beamtenanwärter.

Um die beste Beihilfeversicherung für das Referendariat zu finden, sollten Sie am besten einen Versicherungsvergleich durchführen. Auf der Basis Ihrer Angaben können Ihnen zum Beispiel die Experten von wefox weiterhelfen.

Worauf Sie beim Abschluss einer PKV im Referendariat achten sollten

Wie bei einem PKV-Volltarif haben Sie auch in der PKV für das Referendariat verschiedene Wahlmöglichkeiten, um Ihren Tarif an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Auch bei günstiger privater Beihilfeversicherung müssen Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden.
Auch beim Abschluss einer PKV für Referendarinnen und Referendare müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten. Der Versicherer möchte anhand dieser Fragen wissen, wie hoch das Versicherungsrisiko ist und stuft Ihre Beiträge entsprechend ein.
Beantworten Sie diese Fragen unbedingt wahrheitsgemäß und verschweigen Sie keine Vorerkrankungen. Sollten Sie später Leistungen aus der PKV erhalten, obwohl bereits eine Vorerkrankung bestand, kann die Versicherung die Kosten zurückverlangen oder Ihnen im schlimmsten Fall den Vertrag kündigen.

Umstellung des PKV-Tarifs nach dem Referendariat

Wenn Sie nach dem Referendariat verbeamtet werden und zum Beispiel als Lehrer arbeiten, besteht weiterhin ein Beihilfeanspruch. Allerdings erhalten Sie in diesem Fall keinen speziellen Tarif für Beamtenanwärter, sondern müssen einen vollwertigen PKV-Beihilfetarif bezahlen.
Dies bedeutet, dass Ihr Tarif zum Beispiel Altersrückstellungen enthält, wodurch die Kosten für die PKV steigen können. Dafür liegt auch das Gehalt als Beamter deutlich höher als während des Referendariats.

Bleiben Sie bei Ihrer bisherigen privaten Krankenversicherung nach der Verbeamtung, müssen Sie in der Regel keine erneute Gesundheitsprüfung absolvieren. Dementsprechend sind keine Leistungsausschlüsse zu erwarten.

Nehmen Sie nach dem Referendariat eine Beschäftigung als Angestellter oder Angestellte auf und liegen unter der Jahresentgeltgrenze, sind Sie wieder versicherungspflichtig und müssen in die GKV wechseln. Allerdings können Sie Ihre PKV dann „einfrieren“ und diese in eine sogenannte „Anwartschaftsversicherung“ umwandeln. Sollten Sie später die Möglichkeit einer Verbeamtung nutzen können, wechseln Sie wieder in die PKV zurück und müssen keine erneuten Gesundheitsangaben machen. Vor Versicherungsabschluss für die PKV während des Referendariats fragen Sie am besten, ob der gewählte Versicherer einen Anwartschaftstarif anbietet.

Fazit zur privaten Krankenversicherung für das Referendariat

Eine private Krankenversicherung im Referendariat fürs Lehramt oder einen anderen Beruf kann für Versicherte von Vorteil sein. Da es sich in diesem Fall um eine Restkostenversicherung handelt, sind die Beiträge für die PKV besonders gering. Zugleich profitieren Sie durch die Kombination aus Beihilfe und PKV von sehr umfangreichen Leistungen in allen medizinischen Bereichen sowie bei stationärem Aufenthalt.

Auch mit Familie und Kindern bietet die PKV im Referendariat viele Vorzüge. Denn die Kinder und Ehe- sowie Lebenspartner können in diesem Fall ihre Beihilfebezüge ebenfalls mit einer PKV ergänzen und den im Vergleich zur GKV größeren Leistungsumfang in Anspruch nehmen.

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