Private Pflegeversicherung Beitrag 2018-12-05T09:54:51+00:00

Private Pflegeversicherung – Beitrag muss immer in Bezug zur Leistung gesetzt werden

Beitrag zur privaten Pflegeversicherung
Lesezeit: 15 min

Für Verbraucher steht bei der privaten Pflegezusatzversicherung die Beitragshöhe häufig im Mittelpunkt. Schließlich müssen sie monatlich für die Police bezahlen. Allerdings sollten die Kosten für die private Pflegeversicherung nicht die alleinige Entscheidungsgrundlage sein. Schließlich kommt es darauf an, dass Sie im Falle einer Pflegebedürftigkeit bestmöglich abgesichert sind. Hier haben wir alles Wissenswerte und Wichtige rund um den Beitrag für die private Pflegeversicherung für Sie zusammengestellt.

Mit welchen Beiträgen zur privaten Pflegezusatzversicherung muss ich rechnen?

Wer eine Versicherung abschließt, möchte natürlich wissen, wie viel er dafür monatlich bezahlen muss. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, eine pauschale Aussage zum monatlichen Beitrag für die private Pflegezusatzversicherung zu treffen.
Während die gesetzliche Pflegepflichtversicherung immer mit einem festen Prozentsatz arbeitet, der die Beitragshöhe in Bezug zum Einkommen setzt, gibt es diese Bindung bei der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Beiträge werden jeweils von den Versicherungsgesellschaften festgelegt.

Um eine Spanne zu nennen: Eine private Pflegeversicherung ist schon ab 10 Euro monatlich möglich. Je nach Versicherungsnehmer kann die Police aber auch über 100 Euro pro Monat kosten. Damit Sie einen Überblick über mögliche Kosten bekommen, sollten Sie verschiedene private Pflegezusatzversicherungen vergleichen. Nur so können Sie ermitteln, wie hoch die Beiträge für Sie wären.

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Beitragsentwicklung der privaten Pflegeversicherung

Ab dem Jahr 2012 sind die Beiträge für die private Pflegepflichtversicherung deutlich günstiger geworden. Damals sind bei einigen PKV-Versicherten die Kosten für die Pflichtversicherung um bis zu 20 Prozent gesunken.

Eine ähnliche Tendenz lässt sich bei der privaten Pflegezusatzversicherung nicht festmachen. Hier ist eher mit einer konstanten Preisstruktur zu rechnen. Ein Grund dafür ist, dass die Versicherungsgesellschaften die Beiträge nicht mehr so gewinnbringend am Kapitalmarkt anlegen können wie noch vor wenigen Jahren. Das führt dazu, dass höhere Beiträge nötig sind, damit die Versicherer profitabel arbeiten und den Versicherten eine garantierte Leistung bieten können.

Grundsätzlich gilt, ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Je früher Sie sich versichern, desto günstiger sind die Beiträge, unabhängig von der Preisentwicklung.

So berechnet sich Ihr Beitrag zur privaten Pflegeversicherung

Die Höhe des Beitrags für die private Pflegezusatzversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann deutlich variieren. Grundsätzlich spielt das Einkommen der Versicherungsnehmer keine Rolle für den Versicherungsbeitrag zur privaten Pflegeversicherung. Die Berechnung erfolgt einkommensunabhängig.

  • Alter: Das Alter der Versicherungsnehmer bestimmt maßgeblich die Prämienhöhe. Je älter ein Antragsteller ist, desto höher fällt der Beitrag aus. Bis 30 steigen die Beiträge moderat an. Ab 40 ist mit deutlich steigenden Versicherungskosten zu rechnen. Der Grund dafür: Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit. Dieses Versicherungsrisiko lassen sich die Anbieter mit höheren Beiträgen bezahlen.
  • Gesundheitszustand: Vor dem Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung wird Ihr Gesundheitszustand mit Hilfe von Gesundheitsfragen ermittelt. Bestimmte Vorerkrankungen können von den Versicherern mit einem Risikozuschlag versehen werden. Denkbar ist auch eine Ablehnung, wenn die Vorerkrankung das Risiko einer Pflegebedürftigkeit unverhältnismäßig stark erhöht.
  • Vereinbarte Leistungen: Je mehr Geld Ihre Versicherung im Leistungsfall bezahlen soll, desto höher wird der monatliche Beitrag sein, den Sie für die private Pflegezusatzversicherung bezahlen müssen. Die Kosten können außerdem steigen, wenn Sie die Leistung pro Pflegegrad individuell festlegen können. Um die Beiträge nicht unnötig steigen zu lassen, sollten Sie immer prüfen, in welchem Umfang Sie bereits abgesichert sind, wenn Sie pflegebedürftig werden sollten. Ebenso kann es für die Höhe des Beitrags wichtig sein, ob die private Pflegeversicherung überwiegend für ambulante oder stationäre Pflege bezahlt.
  • Versicherungsgesellschaft: Die gleichen oder ähnliche Leistungen können bei unterschiedlichen Anbietern unterschiedlich teuer sein. Somit hängen die Kosten auch von der jeweiligen Versicherung ab.

Da der Beitrag für die Pflegezusatzversicherung von verschiedenen Faktoren bestimmt wird, sollten Sie immer einen Versicherungsvergleich vor Vertragsabschluss durchführen. Denn nur mit Ihren individuellen Ansprüchen und Ihren Daten kann die Police mit dem besten Preisleistungsverhältnis für Sie gefunden werden.

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Altersrückstellungen beim Wechsel mitnehmen

Wenn Sie Ihre Pflegeversicherung wechseln möchten, sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob Sie Ihre Altersrückstellungen teilweise mitnehmen können. Diese Rückstellungen bilden Versicherer für ihre Kunden, damit die Beiträge im Alter nicht extrem steigen.
Prüfen Sie unbedingt, ob Sie Ihre Altersrückstellungen mitnehmen können. Denn ohne diese Option müssen Sie beim neuen Versicherer mit deutlich höheren Beiträgen rechnen, da Sie dort Ihre Altersrückstellung wieder „von null“ beginnen müssen.

Für diese Leistungen wird der Beitrag gezahlt

Ihren Versicherungsbeitrag bezahlen Sie, um im Falle einer Pflegebedürftigkeit Geld von Ihrer Pflegeversicherung zu erhalten.

  • Pflegetagegeldversicherung: Diese Policen bezahlen abhängig vom Pflegegrad ein vereinbartes Tagegeld an die pflegebedürftige Person. Über das Geld kann im Rahmen der ambulanten oder stationären Pflege frei verfügt werden.
  • Pflegerentenversicherung: In diesem Fall erhalten Sie eine monatliche Rente und können diese frei verwenden, wenn Sie zu einem Pflegefall werden. Möglich ist abhängig vom gewählten Tarif neben einer monatlichen Zahlung auch eine Einmalzahlung. Eine solche Einmalzahlung kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn Umbauten erforderlich sind oder ein spezielles Fahrzeug gekauft werden muss.
  • Pflegekostenversicherung: Haben Sie diese Version der Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, kommt die Versicherung teilweise für die tatsächlich entstandenen Kosten auf. Voraussetzung für die Leistung ist in der Regel immer ein entsprechendes ärztliches Attest, ähnlich wie bei einer privaten Krankenversicherung.
  • Pflege-Bahr: Diese Pflegezusatzversicherung leistet in einem beschränkten Rahmen und ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

Beitragserhöhungen bei der privaten Pflegeversicherung

Es kann vorkommen, dass die Beiträge der privaten Pflegeversicherung erhöht werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

  • gestiegenes Alter: Mit zunehmendem Alter müssen Sie mit steigenden Beiträgen rechnen. Denn die Versicherer kalkulieren die Versicherungsbeiträge immer wieder neu. Eine solche Risikokalkulation kann zu Preiserhöhungen führen. In diesem Fall hätten Sie jedoch ein außerordentliches Kündigungsrecht. Allerdings sollten Sie sich bei länger laufenden Policen immer genau überlegen, ob es sich lohnt die private Pflegeversicherung zu kündigen.
  • Beitragsdynamik: Haben Sie eine Beitragsdynamik vereinbart, passt sich Ihr Beitrag für die private Pflegezusatzversicherung regelmäßig an die Inflation an. So wird sichergestellt, dass Ihre bisher eingezahlten Beiträge im Laufe der Zeit in Bezug zur Kaufkraft nicht an Wert verlieren. Deshalb ist es grundsätzlich empfehlenswert, Tarife mit Beitragsdynamik zu wählen. Sie müssen dann natürlich auch mit steigenden Versicherungsbeiträgen rechnen.
  • neue Kalkulation: Unabhängig von Alter oder Beitragsdynamik kann eine Kostenkalkulation zu Beitragserhöhungen führen. Die Versicherungsgesellschaften legen einen Teil der Beiträge an, damit im Versicherungsfall ein ausreichend großes Polster vorhanden ist, um die garantierten Leistungen überhaupt einhalten zu können. Stellen die Experten der Gesellschaften fest, dass die garantierten Leistungen auf dem bisherigen Beitragsniveau nicht mehr haltbar sind, werden die Beiträge erhöht.

So können Sie beim Beitrag für die private Pflegeversicherung sparen

Mit der sogenannten „Pflege-Bahr“-Zusatzversicherung können Sie fünf Euro pro Monat an staatlicher Förderung erhalten. Voraussetzung für die Förderung ist:

  • Sie zahlen mindestens 10 Euro monatlich für die Pflegetagegeldversicherung.
  • Die ausgewählte Pflegetagegeldversicherung leistet in allen Pflegegraden und im Pflegegrad 5 mit mindestens 600 Euro.

Ein Vorteil von Pflege-Bahr-Tarifen besteht darin, dass Sie diese ohne Gesundheitsprüfung abschließen können.

Wie kann ich meine Beiträge für die Pflegezusatzversicherung berechnen?

Die Beiträge für eine private Pflegezusatzversicherung können Sie bei vielen verschiedenen Anbietern online mit einem Versicherungsrechner ausrechnen. Allerdings werden dabei Gesundheitsfragen nicht immer genau berücksichtigt. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, die Versicherungsbeiträge immer individuell berechnen zu lassen.

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