Private Pflegezusatzversicherung –
Rechner und Vergleich

Eines ist klar: Nur mit einem Vergleich kannst du die beste Pflegezusatzversicherung für dich oder deine Angehörigen finden. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter mit Rechnern, die für den Vergleich genutzt werden können. Allerdings haben diese Online-Rechner ein großes Manko, denn damit lassen sich nur ungenaue Angebote ermitteln, die nicht exakt auf deinen Bedarf zugeschnitten sind. Hier haben wir nun alle wichtigen Informationen rund um den Vergleich von Zusatzpflegeversicherungen zusammengestellt.

Warum es wichtig ist, private Zusatzversicherungen zu vergleichen

Freiwillige Pflegezusatzversicherungen werden von privaten Versicherungsgesellschaften angeboten. Die Pflegekosten, die sie für jeden Versicherten aufbringen müssen, hängen von individuellen Risikofaktoren wie Alter und Vorerkrankungen ab. Da jede Versicherungsgesellschaft eigene Kriterien zum Berechnen von Versicherungstarifen ansetzt, können die Prämien selbst bei gleicher Leistung unterschiedlich hoch ausfallen. Darüber hinaus wirtschaften Versicherer unterschiedlich mit dem durch die Beiträge anfallenden Kapital, sodass auch hier Preisunterschiede bei den Tarifen entstehen können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du vor dem Versicherungsabschluss viele Tarife miteinander vergleichst. Wenn du einen Rechner verwendest, solltest du dabei unbedingt deine persönlichen Daten verwenden. Nur so ist es möglich, annäherungsweise Angebote zu finden, die zu deinen Anforderungen und deiner Person passen.

Drei Arten von privaten Pflegezusatzversicherungen

  • Pflegetagegeldversicherung: Mit der Pflegetagegeldversicherung erhälst du bei Pflegebedürftigkeit für jeden Tag als Pflegefall ein fest vereinbartes Tagegeld von der Versicherung gezahlt. Die Höhe des Tagegelds kannst du je nach Vertrag individuell festlegen. Es wird abhängig vom ermittelten Pflegegrad berechnet.
  • Pflegekostenversicherung: Wenn du dich für diese Variante entscheidest, übernimmt die Versicherung einen Teil der entstehenden Pflegekosten. Wie bei anderen privaten Versicherungen reichst du dafür die Belege über die Kosten ein. Zusätzlich benötigen die Gesellschaften ein ärztliches Attest als Beleg für die Notwendigkeit der Behandlungen oder der Pflege.
  • Pflegerentenversicherung: Bei dieser Option zahlt der Versicherer monatlich einen vertraglich festgelegten Rentenbetrag an die pflegebedürftige Person. Die Summe kann anschließend frei für die Pflege verwendet werden.

Manche Tarife bieten neben der regelmäßigen Zahlung auch sogenannte „Einmalzahlungen“ an. Dabei handelt es sich um größere Geldbeträge, welche die Versicherungsgesellschaften zum Beispiel zu Beginn der Pflegebedürftigkeit überweisen, damit die Betroffenen Umbauten durchführen oder für die Pflege notwendiges Mobiliar anschaffen können.

Mit den Pflege-Bahr-Tarifen gibt es schließlich noch eine Variante der Pflegetagegeldversicherung. Versicherungsnehmer erhalten dabei pro Monat einen staatlichen Zuschuss von fünf Euro zur Versicherungsprämie. Die Pflege-Bahr-Tarife sind jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So müssen Versicherte mindestens zehn Euro pro Monat für den Tarif bezahlen und bei Pflegegrad 5 eine Absicherung von mindestens 600 Euro wählen.

Welche Angaben benötigst du zum Berechnen des Beitrags für die private Pflegezusatzversicherung?

Um die Höhe der Beiträge für eine private Pflegezusatzversicherung zu berechnen, benötigst du folgende Angaben:

  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt für die Versicherungsgesellschaften das Risiko, dass du pflegebedürftig wirst. Dementsprechend werden die Tarife abhängig vom Alter höher oder niedriger ausfallen.
  • Art der Krankenversicherung: Manche Versicherungen bieten günstigere Tarife an, wenn du bereits eine private Krankenversicherung bei ihnen nutzt.
  • gewünschte Leistung: Der Beitrag für die private Pflegezusatzversicherung richtet sich entscheidend danach, wie viel Tagegeld die Versicherung bei einem Pflegefall bezahlen soll.

Für einen Online-Rechner zur Ermittlung einer privaten Pflegezusatzversicherung reichen diese Angaben üblicherweise aus. Doch damit wird gleich das Manko dieser Versicherungsrechner im Internet deutlich.

Du erhälst als Ergebnis nur pauschale Angebote von Versicherungsgesellschaften. Dabei werden dein persönlicher Gesundheitszustand oder mögliche Vorerkrankungen überhaupt nicht berücksichtigt. Was auf den ersten Blick wie ein günstiger und sehr leistungsstarker Tarif aussieht, kann nach Eingabe von Gesundheitsdaten schnell zu einem nur durchschnittlichen Angebot werden.

Aus diesem Grund kannst du einen Online-Rechner für die private Pflegezusatzversicherung als erste Orientierung nutzen, die Webangebote ersetzen jedoch keinen individuellen Vergleich, der auf der Basis deiner persönlichen Angaben durchgeführt wird.

Anonyme Risikoanfrage

Um das Risiko einer möglichen Ablehnung durch eine Versicherungsgesellschaft zu ermitteln, kannst du eine anonymisierte Risikovoranfrage bei unterschiedlichen Anbietern stellen. Hierfür wird eine Versicherungsanfrage mit deinen Gesundheitsdaten gestellt, ohne jedoch deinen Namen zu nennen. Auf der Basis der von den Versicherern zugesandten Antworten kannst du dich dann für den Anbieter entscheiden, bei dem eine Versicherung am ehesten zu den gewünschten Konditionen möglich ist.

Die anonyme Risikovoranfrage ist sinnvoll, denn die Versicherungsgesellschaften arbeiten mit einem speziellen System, dem Hinweis- und Informationssystem (HIS). Dort werden Daten zu Antragstellern oder Versicherten gespeichert, auf welche alle privaten Versicherungsgesellschaften Zugriff haben. Solltest du von einer oder mehreren Versicherungen abgelehnt worden sein, steht auch diese Ablehnung in der Kartei. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Ablehnung ist dann groß. Mit einer anonymen Risikovoranfrage verhinderst du einen solchen Eintrag in das HIS.

Persönlicher Versicherungscheck als perfekte Alternative zum Beitragsrechner

Die beste private Pflegeversicherung findest du am besten mit Hilfe einer persönlichen Beratung. Unsere Experten führen für dich einen persönlichen Versicherungs-Check durch, um eine geeignete Absicherung zu finden. Auf diese Weise kannst du nicht nur Geld sparen, sondern du erhälst den bestmöglichen Schutz für den Fall, dass du pflegebedürftig werden solltest.

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