Rechtsschutzversicherung2019-08-05T14:33:33+02:00

Rechtsschutzversicherung:
Vergleich und Beratung 2019.

Vermeide hohe Kosten und sichere dich mit einer Rechtsschutzversicherung ab.

  • Kostenübernahme im Rechtsstreit
  • Viele Lebensbereiche versicherungsfähig
  • Diverse Tarifmodelle möglich

Dein Recht schützen

Home Rechtsschutzversicherung Lesezeit: 14 min

Ein Rechtsstreit kann schnell einige tausend Euro kosten. Dabei ist es gleich, ob du dich mit deinem Arbeitgeber um Vertragsinhalte, mit deinem Vermieter um die Kaution oder mit der Familie um dein Erbe streitest. Dein Recht durchzusetzen, ist nicht so einfach, wenn der finanzielle Spielraum begrenzt ist.

Private Rechtsschutzversicherungen schützen dich vor diesen Rechtskosten und ermöglichen dir, im Streitfall einen langen Atem zu beweisen. Übliche Rechtsschutzversicherungen decken grundsätzlich Privat-, Berufs-, Wohn- und Verkehrsrechtsfälle ab.

Rechtsfälle wie Hausbau, Scheidung, Unterhaltsprozesse und Kapitalanlagen sind nicht in der Grunddeckung einer Rechtsschutzversicherung abdeckbar.

Je nach deiner persönlichen Risikoeinschätzung und deinem verfügbaren Budget, lassen sich Tarife mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis finden. Beachte jedoch, dass Rechtsschutzversicherungen generell nicht sehr günstig sind. Zudem besteht die Möglichkeit, dass deine Rechtsschutzversicherung prüft, ob du überhaupt eine Chance hast, einen Rechtsstreit zu gewinnen. Falls nicht, wird sie die Kostenübernahme ablehnen.

Du bist bereits Mitglied in einem Berufsverband, Mieterverein, Automobilklub oder einer Gewerkschaft? Dann prüfe vorab, ob du über diese Vereinigungen teilweise versichert bist oder möglicherweise Tarifvergünstigungen bei Rechtsschutzversicherungen für dich drin sind. Das bedeutet aber auch, dass nur ganz bestimmte Lebensbereiche abgedeckt sind – wie zum Beispiel Verkehrs-, Arbeits- und Mietrecht. Alle anderen Bereiche müssen extra abgesichert werden.

Wir sagen dir, worauf du beim Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung achten solltest, welche Versicherungsverträge sinnvoll sind, in welchen Bereichen es Besonderheiten gibt und wie du Rechtsschutzversicherungen am besten vergleichen kannst.

Rechtsschutzversicherung im Vergleich: Es kommt ganz auf deine Wünsche an.

Der Umfang der privaten Rechtsschutzversicherung richtet sich ganz nach deinen aktuellen Lebensumständen und danach, welche Bereiche du tatsächlich absichern möchtest. Frage dich beim Vergleichen von Rechtsschutzversicherungen, in welchen Bereichen du rechtliche Auseinandersetzungen befürchtest bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass dir rechtlicher Ärger droht.

Bei einem Vergleich von Rechtsschutzversicherungen kommt es auch auf deine Neigung zu rechtlichen Disputen an: Bist du entschlossen, alle deine rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen und stehst du langwierige Streitigkeiten gut durch, dann ist privater Rechtsschutz für dich mit Sicherheit interessant.

Im Kostenvergleich bei Rechtsschutzversicherungen haben zusammenlebende Paare die Möglichkeit, Kosten einzusparen, denn sie benötigen nur einen Vertrag. Familientarife bieten sogar erwachsenen Kindern Schutz – sofern sie noch nicht verheiratet und Auszubildende oder Studenten sind.

Achte beim Vergleich auch darauf, dass einige Anbieter von Rechtsschutzversicherungen Familienmitglieder mitversichern, die im Haushalt leben. So genießen Oma und Opa eventuell ebenfalls Rechtsschutz. Alleinstehende können sich mit einem Single-Tarif in der Regel ebenfalls günstiger absichern. Daher lohnt es sich, genau zu vergleichen und jeden Anbieter zu prüfen. Gerne übernehmen unsere Versicherungsexperten diese Arbeit für dich.

Falls du Pendler bist und täglich weite Strecken ins Büro zurücklegst, bietet sich ein Verkehrsrechtsschutz an. Bahnt sich dicke Luft im Job an, so könnte es ratsam sein, sich einen Arbeitsrechtsschutz zu besorgen. Auch Mietrechtsschutz mag sinnvoll sein, wenn du öfter mit erhöhten Nebenkostenabrechnungen, dreisten Mieterhöhungen oder Kautions- bzw. Kündigungsauseinandersetzungen zu kämpfen hast. Solltest du im Eigenheim wohnen, ist das für dich nicht weiter von Belang.

Rechtsschutzversicherungen im Test: Diese Leistungen sollten drin sein.

Du kannst deine Rechtsschutzversicherung nach einzelnen Bausteinen zusammenstellen und grundsätzlich folgende Lebensbereiche abdecken: Verkehr, Miete, Privat, Beruf oder Immobilien. Das Gute daran ist, dass Versicherte nicht für Leistungen zahlen, die sich nicht benötigen. Hast du ein rechtliches Problem mit deinem Vermieter und nur einen Vertrag über Privat- und Arbeitsrecht, dann wird deine Versicherung dich allerdings nicht schützen.

Nicht alle Kombinationen sind möglich: Wohnrechtsschutz ist oft nur über den Privatrechtsschutz abzusichern – das zählt meist auch für das Arbeitsrecht. Schließe daher Versicherungspakete ab, die so viele Rechtsgebiete einschließen wie möglich. So hast du die umfassendste Abdeckung.

Test von Rechtsschutzversicherungen: Diese Bausteine sollte dein Rechtsschutz enthalten.

Vertragsangelegenheiten:

Käufer- und Reiseschutz, Dienstleistungs- sowie Versicherungsverträge – damit bist du versichert, wenn bei einer Reise Mängel im Hotel auftreten oder der Maler nicht sauber gearbeitet hat.

Schadensersatzansprüche:

Solltest du in einen Unfall verwickelt sein – mit dem PKW, Fahrrad oder zu Fuß – dann unterstützt dich die Rechtsschutzversicherung bei der Durchsetzung deiner Schadensersatzansprüche.

Berufliche Auseinandersetzungen:

Die Rechtsschutzversicherung hilft dir bei Streitigkeiten über Lohnzahlungen, mit dem Arbeitszeugnis oder bei deinem Urlaubsanspruch – Abmahnungen, Kündigungen und Abfindungen sind ebenso im Streitfall gedeckt.

Steuerrechtliche Dispute:

Hast du Ärger mit dem Fiskus, dann kannst du dich bei gerichtlichen Auseinandersetzungen bei der Anerkennung deiner Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen helfen lassen.

Soziale Streitfälle:

Du kämpfst mit deiner Krankenkasse um die Genehmigung deiner Erwerbsminderungsrente oder um die Anerkennung deiner Berufsunfähigkeit? Dann übernimmt deine Rechtsschutzversicherung die Verfahrenskosten.

Verwaltungskontroversen:

Macht die Behörde Stress in puncto Verkehrsrecht, zum Beispiel mit der Entziehung deiner Fahrerlaubnis, dann unterstützt dich deine Rechtsschutzversicherung.

Strafrechtsfälle:

Bei fahrlässigen Vergehen, Ordnungswidrigkeiten oder Verkehrsdelikten greift dein Versicherungsschutz – allerdings kann es sein, dass deine Rechtsschutzversicherung nicht zahlt, falls dir vorgeworfen wird, mit Vorsatz gehandelt zu haben.

Erb- und Familienstreit:

In Fragen zu Themen wie Unterhalt, Sorgerecht, Adoption und Erbschaft steht dir deine Rechtsschutzversicherung beratend zur Seite.

Haus und Wohnung / Mietrecht:

Auseinandersetzungen mit Vermietern über Mieterhöhungen, Nebenkostenabrechnungen, Eigenbedarfskündigungen sowie Räumungsklagen sind durch deinen Versicherungsschutz abgedeckt. Bist du Vermieter einer Immobilie, empfehlen wir dir, dich um einen speziellen Vermieterrechtsschutz zu bemühen.

Beim Test von Rechtsschutzversicherungen: Vom Schutz ausgeschlossene Rechtsgebiete beachten.

Machst du einen Test, dann solltest du als erstes wissen, dass Rechtskonflikte, die bereits vor Abschluss eines Vertrages bestanden, vom Schutz ausgeschlossen sind. Ferner sehen die meisten Rechtsschutzversicherungen eine Wartezeit von drei Monaten vor, bis du den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen kannst.

Dies schützt den Versicherer davor, dass Versicherte erst dann einen Neuvertrag abschließen, wenn bereits Ärger droht. Verkehrsunfälle sind grundsätzlich sofort abgedeckt. Sie gelten als unvorhersehbar. In folgenden Fällen zahlen Versicherungen nicht:

  • Schadensanspruchsabwehr – sofern diese nicht auf einer Vertragsverletzung basieren – das übernimmt in diesen Fällen die Haftpflichtversicherung
  • Streitigkeiten im Bereich Baufinanzierung sowie Haus-, Wohnungs-, und Grundstückseigentum – Kauf, Verkauf oder Umbau einer Immobilie
  • Straftaten mit Vorsatz
  • Urheber-, Markenrechts- oder Patentrechtsverletzungen
  • Kapitalanlagen spekulativer Natur sowie Spiel- und Wettverträge
  • Dispute bei Selbstständigkeit oder Gewerbe – dort greifen spezielle Rechtsschutzversicherungen
  • Auseinandersetzungen bei Verträgen zwischen gemeinsam versicherten Familienmitgliedern – zum Beispiel Ehepartnern

Der Ausschluss bestimmter Fälle ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich – schau in deinem Versicherungsvertrag in den Paragraph 3, hier findest du alle Ausschlusskriterien

Kündige deinen alten Vertrag nicht unüberlegt, ohne zu prüfen, welche Leistungen tatsächlich versichert sind. In den vergangenen Jahren haben die Rechtsschutzversicherer den Leistungsumfang gekürzt. Eventuell genießt du noch einen erweiterten Schutz. Besonders bei Kapitalanlagen, Fehlern in der Widerspruchsbelehrung oder bei Lebensversicherungen.

Kosten einer Rechtsschutzversicherung: Damit solltest du rechnen.

Die Kosten einer Rechtsschutzversicherung hängen erheblich von deinem gewünschten Leistungsumfang ab. Vergleichsrechner spucken oft schon Rechtsschutzversicherungs-Tarife ab 200 Euro pro Jahr aus. Diese decken alle Lebensbereiche ab, haben aber oft eine hohe Selbstbeteiligung von bis zu 400 Euro pro Rechtsfall. Solltest du dich nicht an Anwaltskosten beteiligen wollen, so kann deine Selbstbeteiligung deutlich steigen.

Rechtsschutzversicherung kündigen: Ordentliche Kündigung und Sonderkündigungsrecht.

Möchtest du deine aktuelle Rechtsschutzversicherung kündigen, dann muss deine Kündigung drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit bei deiner Versicherung vorliegen.

Du kannst vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wenn dein Tarif angehoben wird – ohne dass deine Leistungen sich verbessern. Ab Zugang deiner Beitragsinformationen hast du so eine Sonderkündigungsfrist von einem Monat.

Klauseln und Zusatzleistungen: Extras bei der Rechtsschutzversicherung sind möglich.

Viele Versicherungen haben neben den Standardleistungen auch zusätzliche Services im Angebotsportfolio. Immer hilfreich ist eine kostenlose rechtliche Beratung am Telefon. So kannst du dir sich bei Fragen juristischen Rat holen.

Zudem hilfreich ist ein Vorsorge-Rechtsschutz. Dieser Schutz deckt Kosten ab, die auf dich zukommen, wenn du eine Vorsorgevollmacht, Betreuungs- oder Patientenverfügung aufsetzen möchtest. Auch bei Testamenten werden die Kosten übernommen.

Sinnvoll ist auch die Abdeckung von Mediationskosten, falls du außergerichtliche Einigungen bevorzugst. Bei Weitem landet nicht jede Streitigkeit bei Justitia.

Wartezeiten:

Der Zeitraum bis zur Leistungsinanspruchnahme beträgt bei den meisten Rechtsschutzversicherungen im Schnitt 3 Monate. Je nach Rechtsgebiet bist du eventuell gezwungen, noch längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Die exakten Bedingungen findest du in deinem Vertrag. Ausnahme bildet der Verkehrsrechtsschutz. Dieser greift in der Regel sofort.

Erbrecht:

Die meisten Rechtsschutzversicherungen bieten im Rahmen der Leistungen bei Erb- und Scheidungsstreitigkeiten nur eine juristische Beratung an. Anwalts- und Gerichtskosten werden nur in den seltensten Fällen übernommen.

Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit:

Versicherungen zahlen grundsätzlich nur für Verfahren, die nach Versicherungsabschluss und der vereinbarten Wartezeit aufkommen. Diese Vertragsbedingung lässt zu, dass auch vergangene Fälle abgedeckt sind. Voraussetzung für diese Klausel ist das 5-jährige Bestehen eines Vertrages.

Rechtsschutzversicherung im Bereich Arbeitsrecht: Bei Ärger mit dem Arbeitgeber.

Diese Art des Rechtsschutzes ist äußerst sinnvoll. Bedenke, dass er in vielen Fällen nur in Kombination mit dem allgemeinen Privatrechtsschutz angeboten wird. Verträge hierfür sind für Angestellte, Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes verfügbar.

Berufsgruppen wie Beamte und Ärzte benötigen einen gesonderten Versicherungsschutz. Freiberufler und Selbstständige sowie Rentner haben in der Regel meist keine Schwierigkeiten mit dem Arbeitsrecht. Deshalb ist ein Rechtsschutz in diesem Bereich für sie weniger von Belang.

Gewerkschaftsmitgliedern genießen automatische einen Versicherungsschutz durch die Vereinigung selbst.

Absicherungsfähige Streitfälle sind:

  • Abmahnungen
  • Kündigungen und Abfindungen
  • Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld
  • Überstunden
  • Arbeitszeugnis
  • Jugend- und Mutterschutz

Leistungen, die übernommen werden:

  • Anwaltskosten nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz
  • Gerichts- und Gerichtsvollzieherkosten
  • Zeugengelder
  • Erforderliche Gutachtenkosten
  • Schlichtungsverfahrenskosten
  • Erforderliche Kosten der Gegenseite

Rechtsschutzversicherung Familienrecht: Meist vom Schutz ausgenommen.

Viele Rechtsschutzversicherer zahlen nur eine rechtliche Beratung bei Familienstreitigkeiten, Scheidungen oder partnerschaftlichen Auseinandersetzungen oder Trennungen. Zu überlegen wäre ein erweiterter Rechtsschutz für Familienrecht, der zusätzliche Tätigkeiten des Anwalts abdeckt. Das Aufsetzen von Schriftstücken oder ähnliches zum Beispiel.

Wobei es die Möglichkeit gibt, für Unterhaltsstreitigkeiten einen gesonderten Rechtsschutz abzuschließen, die den Bereich Unterhalt mit abdeckt.

Diese decken nicht nur Verbindlichkeiten zwischen Eheleuten – sie inkludieren auch:

  • Unterhaltsforderungen des Sozialamts (Pflegekosten der Elter / Elternunterhalt)
  • Vaterunterhalt / Vaterschaftsklagen
  • Unterhaltsforderungen der Kinder

Berücksichtige, dass es auch bei Rechtsschutzversicherungen für Familienrecht lange Wartezeiten gelten und es Erstattungsdeckelungen gibt.

Mediationen sind übrigens oft der günstigere und schnellere Weg, Streit zu schlichten – je nach Streitwert. Einige Rechtschutzversicherer zahlen Mediationen im Familienrecht, selbst wenn diese nicht versichert sind.

Achte also darauf, dass eine Mediation in den Vertragsbedingungen verzeichnet ist, falls du eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht in Betracht ziehst. Unsere Versicherungsexperten bei wefox beraten dich diesbezüglich gern.

Felix Maschefski - Unser Versicherungsexperte

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Rechtsschutzversicherung Erbrecht: Anbieter helfen nur bedingt.

Auch bei Angelegenheiten im Erbrecht könnte eine Rechtsschutzversicherung durchaus helfen. Geht es ums Erbe, so kommt es nicht gerade selten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Verwandten. Ein Teil fühlt sich übervorteilt, entfernte Verwandte melden sich und erheben Ansprüche.

Leider bieten viele Versicherer – wie bei Rechtsschutzversicherungen für Familienrecht auch – keinen umfassenden Versicherungsschutz. Aufgrund der oft hohen Streitwerte, kommt es dann auch zu erheblichen Prozesskosten.

Mit welchen Kosten musst du rechnen?

  • Die Kosten sind abhängig von der Höhe des Erbes
  • Beispiel:
    Streitsumme: 600.000 Euro
    1 Mandant, 1 Gegner
    Instanz: 35.379,06 Euro, wenn der Mandant in erster Instanz verliert – inklusive der Kosten für die gegnerische Seite

Im Internet findest du Prozesskostenrechner, die dir schnell Auskunft über die zu erwartenden Kosten geben.

Es kann zu weiteren rechtlichen Fragen kommen, etwa bei:

  • Testamentsanfechtungen
  • Ansprüchen auf Erbpflichtanteile
  • Erbschaftsannahmen oder -ausschlagungen

Einige Anbieter für Rechtsschutzversicherungen für Erbrecht übernehmen zumindest die Kosten für eine Erstberatung. Wenn du dich also als Versicherter das erste Mal juristisch beraten lässt, dann erstattet deine Rechtsschutzversicherung die Kosten dafür – bei Testamentsaufsetzungen oder auch notariellen Beglaubigungen.

Informiere dich vorab bei deiner Rechtsschutzversicherung, ob tatsächlich ein Leistungsfall vorliegt und eine Kostenübernahme erfolgen kann.

Eine Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll, wenn du dein Recht durchsetzen möchtest.

Fürchtest du Streitigkeiten oder hohe Gerichtskosten? Dann kann eine Absicherung für dich durchaus sinnvoll sein. Überlege dir am besten, was auf dich zukommen könnte und wäge ab.

Rechtsschutzversicherungen sind sinnvoll für alle, die noch finanziellen Spielraum haben und eine Extraabsicherung wünschen. Überlege auch, für welche Rechtsgebiete du Schutz möchtest. So kannst du dich für Kombinationen entscheiden und deinen Rechtsschutz individuell gestalten.

Auch für Senioren ist ein Rechtsschutz sinnvoll. Zum Beispiel dann, wenn es um Erbrecht, Testamente oder Patientenverfügungen geht.

Eine individuelle Beratung durch unsere Versicherungsexperten hilft dir, dein Risiko abzuschätzen und mehr über deine Versicherungsmöglichkeiten zu erfahren.

Rechtsschutz für Vermieter: Sinnvoller Schutz im Streitfall.

Als Immobilieneigentümer kannst du Mietstreitigkeiten nicht aus dem Weg gehen. Mietzahlungen von säumigen Mietern einfordern oder Räumungsprozesse durchsetzen, kann sehr kostspielig und langwierig werden. Ein Vermieter-Rechtsschutz kann da sehr hilfreich sein – sogar essentiell.

Mietrecht ist ein besonders streitträchtiges Thema: Viele Fälle landen deshalb auch tatsächlich vor Gericht. Rechtsschutzversicherungen für Vermieter kommen im Rechtsstreit für die hohen Anwaltskosten sowie Gerichtsgebühren auf und erstatten auch die Kosten für Gutachter und Sachverständige.

Vermieterrechtsschutz kann schnell über 100 Euro bis weit über 2.000 Euro pro Jahr kosten. Allerdings abhängig von der Anzahl der Wohneinheiten und der jährlichen Mieteinnahmen. Der Abschluss eines Vermieter-Rechtsschutzes ist ratsam, wenn du deine Mieterstruktur nicht so gut kennst und wie du das Risiko von möglichen Rechtsstreitigkeiten persönlich bewertest.

Vermieter-Rechtsschutzversicherung: Leistungen und Deckungssummen.

Die Voraussetzungen für die Leistungserbringung von Versicherern für Rechtsschutz sind, dass ein tatsächlicher Rechtsfall vorliegt. Vorbeugende Rechtsberatungen zahlen Versicherer in der Regel nicht.

Im Klartext bedeutet das: Liegt ein Versicherungsfall vor (ein mutmaßlicher Rechtsverstoß), leistet die Versicherung auch. Die Rechtsschutzversicherung für Vermieter springt dann ein, wenn der Versicherte selbst klagt oder verklagt werden soll.

Folgende Rechtsbereiche werden in der Regel abgedeckt:

  • Steuer-Rechtsschutz
  • Strafrechtsschutz
  • Schadensersatz-Rechtsschutz
  • Wohnungsrechtsschutz und Grundrechtsschutz (WuG)
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Kommt es zum Versicherungsfall, so leistet die Rechtsschutzversicherung bis zur vereinbarten Deckungssumme. Laut Bund der Versicherten, sollte diese mindestens rund 500.000 Euro betragen. Mittlerweile gibt es auch Versicherer, die eine unbegrenzte Deckungssumme und einen umfassenderen Schutz anbieten.

Diese übernehmen dann auch:

  • Kosten der Gegenseite
  • Zeugengelder
  • Gerichtskosten
  • Anwaltskosten
  • Sachverständigen-, Gutachter- und Notarhonorare
  • Nicht übernommen werden außergerichtliche Privatgutachten.

Hol dir vorab die Deckungszusage deiner Versicherung ein. Also bevor du ein Gutachten in Auftrag gibst. Die Rechtsbereiche Hausbau, Baufinanzierung, Grundstückskauf und -verkauf sowie das Erbrecht in Bezug auf das Wohneigentum, sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Bitte beachte die Wartezeit von 3 Monaten:

Es bestehen keine Leistungsansprüche, wenn du dich noch in einer Wartezeit befindest. Hast du also erst vor kurzem eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter abgeschlossen, kannst du erst in 3 Monaten mit der Erstattung von Kosten rechnen.

Rechtsschutzversicherung für Mietrecht: Auch Mieter können sich schützen.

Verträge für Rechtsschutzversicherungen mit Einschluss von Mietrecht stärken die Positionen eines Mieters im Falle eines Rechtsstreits. Aber auch davor sind diese Versicherungen eine Hilfe bei der rechtlichen Beratung und bei der Unterstützung, sich außergerichtlich zu einigen.

Grundsätzlich übernehmen Mieterrechtsschutzversicherungen alle Kosten, die im Zusammenhang mit Mietstreitigkeiten und dem Mietverhältnis stehen. Allerdings oft nur mit einer Selbstbeteiligung zwischen 150 und 300 Euro pro Rechtsstreit.

Hast du eine vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung, solltest du vorab prüfen, ob der Streitwert über dem Kostenaufwand für die Selbstbeteiligung liegt. Liegt der Streitwert nicht darüber, kann es sich für dich durchaus lohnen, auf einen Rechtsstreit zu verzichten. Besser wäre es in diesem Fall, den Beratungsservice deiner Rechtsschutzversicherung mit Mietrecht zu nutzen und so den Streit ohne Anwalts- und Gerichtskosten beizulegen.

Wartezeit:

In der Regel haben Rechtsschutzversicherungen für Mieter eine Wartezeit von 3 Monaten. Denke daran, dass du innerhalb der Wartezeit für eventuelle Streitigkeiten selbst aufkommen musst. Diese Kosten werden nicht übernommen.

Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit: Sofortigen Versicherungsschutz gibt’s nur in bestimmten Bereichen.

Grundsätzlich bieten Rechtsschutzversicherer nur Verträge an, die eine Wartezeit vorsehen. Erst danach greift der Versicherungsschutz, der vertraglich vereinbart worden ist. Nur bei Verkehrsrechtsschutz bieten Versicherer einen Schutz ohne Wartezeit an.

Bei allen anderen Rechtsgebieten verlangen Rechtsschutzversicherungen in der Regel eine Wartezeit von 3 Monaten. Falls du nahtlos in eine neue Versicherung wechseln willst, werden Wartezeiten meist angerechnet. Nur beim Abschluss neuer Rechtsschutz-Bausteine können wieder Wartezeiten anfallen.

Wann Rechtsschutzversicherungen sofort greifen.

Falls du deine Rechtsschutzversicherung wechseln möchtest und die Wartezeit bei deinem alten Anbieter abgelaufen ist, gilt dein neuer Versicherungsschutz grundsätzlich sofort. Aber nur, wenn der Wechsel auch nahtlos erfolgt – ohne Lücken. Enthält dein neuer Vertrag aber Bausteine, die bisher nicht versichert waren, so gelten für diese meist Wartezeiten.

Üblicherweise haben folgende Rechtsschutzversicherungen sofort Wirkung und keine Wartezeiten. Allerdings ist das auch abhängig vom Anbieter:

  • Strafrechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeitenstrafrechtsschutz
  • Schadenersatzstrafrechtsschutz
  • Rechtsschutz für Opfer von Gewaltstraftaten
  • Disziplinarrechtsschutz
  • Standesrechtsschutz
  • Beratungsrechtsschutz für Familienangelegenheiten

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