Rechtsschutzversicherung für Beamte – sinnvolle Absicherung im Arbeitsrecht

Beamte gelten allgemein als unkündbar und als Berufsgruppe, die viele Privilegien hat. Allerdings bleiben auch Beamte nicht vor Rechtsstreit mit dem Dienstherrn, Schülern, Bürgern oder Kunden verschont. Eine passende Rechtsschutzversicherung für Beamte kann das Kostenrisiko im Streitfall reduzieren oder beseitigen. Hier haben wir dir alle wichtigen Informationen zum Beamten-Rechtsschutz zusammengestellt.

In welchen Fällen kann ein Rechtsschutz für Beamte eingesetzt werden?

Rechtsschutz kann bei Beamten in vielen verschiedenen Situationen sinnvoll sein:

  • Du bist Lehrerin und eine Schülerin wirft dir vor, sie beleidigt zu haben.
  • Du bist Polizist und dir wird vorgeworfen, dass du einen Strafzettel für einen Familienangehörigen vernichtet hast.
  • Du bist Soldat und hast bei einem feucht-fröhlichen Abend die Einrichtung einer Bar beschädigt. Nun droht ein Disziplinarverfahren.
  • Dir wird als Bundesbeamter vorgeworfen, Dienstgeheimnisse verraten zu haben.
  • Du hast als Lehrer noch nebenberuflich und unangemeldet bezahlte Nachhilfe gegeben. Nun droht die Versetzung durch den Dienstherrn.

In all diesen Fällen kann eine Rechtsschutzversicherung die Kosten für einen Anwalt und bei Bedarf Gerichts- oder Sachverständigenkosten übernehmen.

Was ist das Besondere am Rechtsschutz für Beamte?

Der entscheidende Unterschied beim Rechtsschutz für Beamte zum Rechtsschutz für Angestellte liegt im Baustein „Arbeitsrecht“. So sind Beamte gegenüber ihrem Dienstherren, dem Bund oder dem Land, persönlich haftend. Kommt zum Beispiel ein Dritter durch einen Fehler eines Beamten zu Schaden, greift die sogenannte „Amtshaftung“ und der Dienstherr muss für den Fehler seines Beamten haften. Im Gegenzug kann der Dienstherr gegen seine Beamten ein Disziplinarverfahren einleiten. Dieses kann eine Versetzung zur Folge haben.

Und genau an dieser Stelle kann ein Beamtenrechtsschutz greifen. Er hilft verbeamteten Lehrern, Polizisten oder Feuerwehrleuten u.a. dabei, ihr Recht gegenüber dem Dienstherrn durchzusetzen.

Wenn du als Beamtin oder Beamter auch im Arbeitsrecht abgesichert sein willst, solltest du in den Vertragsunterlagen vor allem darauf achten, dass die Police auch Streitigkeiten mit dem Dienstherrn abdeckt.

Leistungsbereiche einer Beamtenrechtsschutzversicherung

Wie private Rechtsschutzversicherungen setzt sich auch der Rechtsschutz für Beamte aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Der zentrale Baustein ist dabei das Dienstrecht, das im Versicherungsumfang enthalten ist.

Darüber hinaus können auch die Bausteine Mietrecht oder Verkehrsrecht genutzt werden.

Was kostet Rechtsschutz für Beamte?

Um die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung für Beamte zu ermitteln, ist ein Versicherungsvergleich notwendig. Eine pauschale Angabe von Kosten ist an dieser Stelle deshalb nicht möglich.

So wird die Höhe der Versicherungsprämie von verschiedenen Aspekten bestimmt:

  • Selbstbeteiligung: Je höher die gewählte Selbstbeteiligung, desto günstiger wird der Tarif.
  • Kombinationen: Je mehr Bausteine du mit deiner Dienstrecht-Rechtsschutzversicherung kombinierst, desto günstiger wird der Tarif im Verhältnis zu Buchung von einzelnen Policen.
  • Versicherte: Mit einem Familientarif kannst du ebenfalls Kosten sparen. Prüfe, ob diese Variante für dich in Frage kommt.

Wer nicht die nötigen finanziellen Mittel oder Einkünfte hat, um die Kosten für die gerichtliche Auseinandersetzung zu tragen, kann bei Gericht Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe beantragen.

Viele Versicherungsgesellschaften geben Beamten Rabatte, wenn sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Unsere Experten können mit dir herausfinden, ob eine Rabattierung sich im Versicherungsvergleich lohnt.

Jetzt individuell beraten lassen!

Mehr erfahren

War dieser Artikel hilfreich? NienJa