Rechtsschutzversicherung Selbstbeteiligung 2018-12-03T15:53:03+00:00
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Rechtsschutzversicherung – Selbstbeteiligung ist meist sinnvoll

Rechtsschutzversicherung und Selbstbeteiligung
Lesezeit: 12 min

Wie bei vielen Versicherungen, zum Beispiel bei der PKV oder der Haftpflichtversicherung, können Versicherte eine Selbstbeteiligung wählen. Dadurch werden die Kosten für die Prämie gesenkt. Hier haben wir alle wichtigen Details zum Thema „Rechtsschutzversicherung und Selbstbeteiligung“ für Sie zusammengestellt.

Wie hoch fällt die Selbstbeteiligung bei der Rechtsschutzversicherung aus?

Es gibt keine einheitliche Vorgabe für die Selbstbeteiligung bei der Rechtsschutzversicherung. Sie können die Höhe der Selbstkosten vor Versicherungsabschluss aus verschiedenen Abstufungen auswählen.

Geläufig sind Selbstbeteiligungen von 150, 300, 500 oder 1.000 Euro.

Welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll?

Welche Selbstbeteiligung für Ihre Rechtsschutzversicherung sinnvoll ist, können Sie anhand einfacher Rechenbeispiele herausfinden.

Nicht selten können Sie mit einer Selbstbeteiligung von nur 150 Euro bereits 200 Euro jährlich an Prämien sparen. Somit hat sich dieser Selbstbehalt bereits bei einem Fall pro Jahr gelohnt.

Wählen Sie eine noch höhere Selbstbeteiligung, können Sie pro Versicherungsjahr noch mehr Geld sparen. Das lohnt sich aber nur, wenn Sie mit Streitfällen rechnen, die mit höheren Kosten als die Selbstbeteiligung verbunden sind.

Empfehlenswert ist es, beim Versicherungsvergleich verschiedene Selbstbeteiligungsvarianten auszuwählen. Dann können Sie sehen, wie sich Ihre Auswahl auf den Beitrag auswirkt.

Ist bei der Rechtsschutzversicherung die Selbstbeteiligung für die Erstberatung relevant?

Ob die Selbstbeteiligung Ihrer Rechtsschutzversicherung bereits für die Erstberatung gilt, hängt zum einen vom Anbieter und zum anderen vom gewählten Baustein ab. Empfehlenswert ist es, bereits beim Rechtsschutzversicherungs-Vergleich auf Tarife zu achten, die keine Selbstbeteiligung bei einer Erstberatung vorsehen.

Beachten Sie, dass die Selbstbeteiligung Ihrer Rechtsschutzversicherung nicht wie zum Beispiel bei der PKV für ein gesamtes Versicherungsjahr gültig ist, sondern immer pro Fall. Sollten Sie Ihren Rechtsschutz innerhalb eines Jahres für zwei verschiedene Rechtsstreitigkeiten in Anspruch nehmen, gilt für jeden einzelnen Fall die Selbstbeteiligung. Sie müssen diese dann für einen neuen Fall bezahlen, auch wenn Sie die Selbstbeteiligung in einer anderen Auseinandersetzung bereits beglichen haben.

Wo finde ich eine günstige Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung?

Die meisten Rechtsschutzversicherungspolicen können auch ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Allerdings sollten Sie dabei berücksichtigen, dass die Tarife ohne Selbstbehalt deutlich teurer sind als Policen, die eine minimale Eigenbeteiligung von 150 Euro vorsehen.

Wann muss ich die Selbstbeteiligung der Rechtsschutzversicherung bezahlen?

In der Regel muss der Selbstbehalt vom Versicherungsnehmer an den Versicherer gezahlt werden, sobald die Kosten für einen Anwalt oder das Gericht abgerechnet werden.

Wird eine gemeinsame Rechtsschutzversicherung von Ex-Ehepartnern in Unterhaltsfragen in Anspruch genommen, können sich diese den Selbstbehalt teilen.

Kann die Höhe der Selbstbeteiligung bei der Rechtsschutzversicherung auch sinken?

Tatsächlich gibt es Tarife, die eine sinkende Selbstbeteiligung über eine mehrjährige Laufzeit vorsehen. Voraussetzung dafür ist, dass die Versicherung innerhalb dieser Zeit nicht in Anspruch genommen wird.

Ein Beispiel: Sie wählen eine Police mit einer anfänglichen Selbstbeteiligung von 400 Euro. Der Versicherer senkt den Selbstbehalt pro schadenfreies Jahr um 100 Euro. So haben Sie nach vier Jahren ohne gemeldeten, eintrittspflichten Schaden eine Police ohne Selbstbeteiligung.

Sobald die Versicherung jedoch eine Kostenerstattung leistet, beginnt die Selbstbeteiligung wieder bei 400 Euro.

Suchen Sie nach einer Rechtsschutzversicherung mit jährlich fallender Selbstbeteiligung, können Sie uns dies im Beratungsgespräch gerne mitteilen. Hier können Sie direkt Kontakt zu uns aufnehmen!

Gibt es Rechtsschutzversicherungen ohne Selbstbeteiligung und ohne Wartezeit?

Es ist die Regel, dass Rechtsschutzversicherungen eine Wartezeit von durchschnittlich drei Monaten vorsehen. Somit ist es eher selten, dass es überhaupt einen Rechtsschutz ohne Wartezeit gibt. Wenn dieser auch noch ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden soll, wird man dafür keine entsprechenden Tarife finden.

Möglich wäre höchstens, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung wählen und auf die Komfortleistungen wie Unterstützung bei einer Mediation oder einer kostenfreien Erstberatung durch einen Anwalt zugreifen. In der Regel sind diese Leistungen von der Selbstbeteiligung befreit.

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