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Rechtsschutzversicherung für Studenten – sinnvoller Schutz oder überflüssig?

Mit der Aufnahme eines Studiums beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der auch neues Potential für juristische Auseinandersetzungen birgt. So kann es Probleme mit dem BaföG-Amt, dem Prüfungsbüro oder mit der Anerkennung von Studienleistungen geben, für die es die Hilfe eines Rechtsanwalts bedarf. Eine Rechtsschutzversicherung kann Studierende vor hohen Anwalts- und Gerichtskosten schützen.

Benötigen Studenten eine Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherungen gehören nicht zu den Pflichtversicherungen in Deutschland. Doch können sie dabei helfen, ein Kostenrisiko bei einem Rechtsstreit zu vermeiden. Wie alle Bürger sind auch Studierende nicht vor rechtlichen Auseinandersetzungen gefeit. Im Studienalltag kann es unterschiedliche Situationen geben, in welchen Rechtsschutz sinnvoll ist.

  • Bei einem Studienplatzwechsel erkennt die neue Hochschule viele Leistungsnachweise nicht an, sodass du als Studentin oder Student um einige Semester in deinem Studium zurückgeworfen wirst. Mit Hilfe einer Rechtsschutzversicherung kannst du einen Anwalt einschalten, der rechtlich gegen die Entscheidung des Immatrikulationsbüros vorgeht.
  • Du hast ein studentisches Arbeitsverhältnis und dein Arbeitgeber zahlt dir keinen korrekten Lohn. Die Kosten für einen Anwalt könnte der Rechtsschutz übernehmen.
  • Im Praktikum geht deine Leistung über die vertraglich vereinbarten Arbeiten weit hinaus. Auf mehrfache Nachfrage reagiert der Arbeitgeber nicht. Mit der Unterstützung eines Anwalts kannst du dein Recht erstreiten.
  • Das BaföG-Amt hat deine Zahlungen gekürzt. Du willst dagegen Widerspruch einlegen und nimmst dir einen Anwalt.

Neben diesen speziell auf studentische Bedürfnisse zugeschnittenen Fällen übernimmt die Rechtsschutzversicherung selbstverständlich auch weitere Rechtsbereiche. Denn in der Regel sind auch spezielle Rechtsschutztarife für Studenten klassische private Rechtsschutzversicherungen. Demnach kannst du auch folgende Bausteine wählen:

  • Verkehrsrechtsschutz: Hiermit sind Rechtsstreitigkeiten, die zum Beispiel aus Unfällen resultieren, abgedeckt.
  • Mietrechtsschutz: Streit mit dem Vermieter oder auch Untermietern kann zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, für deren Regelung du einen Anwalt benötigst, dessen Kosten wiederum von deiner Rechtsschutz-Police getragen werden.

Eine eigene Rechtsschutzpolice für Studenten ist nicht immer notwendig

Wenn du noch studierst und bei deinen Eltern wohnst, ist eine eigene Rechtsschutzversicherung nicht unbedingt notwendig. So kannst du bis zum Alter von 25 Jahren noch bei deinen Eltern mitversichert bleiben. Das gilt für alle Rechtsschutzbereiche, die im Vertrag enthalten sind.

Voraussetzung für die Mitversicherung ist, dass du keine eigenen Einkünfte beziehst und im gleichen Haushalt wie deine Eltern lebst. BaföG-Bezug gilt dabei nicht als eigenes Einkommen.

Wann ein eigener Rechtsschutz für Studierende Sinn ergibt

Sobald du als Studentin oder Student eine eigene Wohnung beziehst, einen vergüteten Nebenjob ausübst oder ein eigenes Auto fährst, kann eine eigene Rechtsschutzpolice sinnvoll sein.

Selbst wenn du in einer WG lebst, kann Mietrechtsschutz hilfreich sein, falls es zum Beispiel zum Rechtsstreit mit Mitbewohnern oder Untermietern kommt.

Verkehrsrechtsschutz ist mit eigenem Fahrzeug (Motorrad, Moped, Roller oder Auto) ebenfalls wichtig. Denn über den Rechtsschutz deiner Eltern kannst du in diesem Fall nicht mehr abgesichert werden.

Da im Studium das Geld meist eher knapp ist, solltest du vor Versicherungsabschluss deinen Bedarf prüfen. Falls du vorhast, längere Zeit im Ausland zu studieren, solltest du ohnehin überlegen, welche Versicherungen du dort benötigst und ob deine Rechtsschutzversicherung weltweit Gültigkeit hat.

Gerne helfen dir unsere Versicherungsexperten dabei, eine günstige, aber leistungsstarke Rechtsschutzversicherung für Studenten zu finden!

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