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Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten absetzen – so geht’s

Viele Arbeitnehmer schützen sich vor Kosten bei rechtlichen Auseinandersetzungen im Arbeitsrecht mit einer geeigneten Rechtsschutzpolice. Wenn mit der Versicherung ausschließlich berufliche Risiken abgesichert werden, kannst du die Kosten der Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten in deiner Steuererklärung geltend machen. Hier erfährst du, worauf du beim Absetzen achten musst.

Wann kann ich die Kosten für die Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen?

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass du deine Rechtsschutzkosten steuerlich geltend machen kannst, ist der Bezug der Police zu deinem Beruf. Denn nur dann, wenn die Rechtsschutzversicherung Risiken in deinem Beruf absichert, können die Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

Wenn deine private Rechtsschutzversicherung zum Beispiel den Baustein „Berufsrechtsschutz“ enthält, kannst du den Kostenanteil für diesen Baustein steuerlich als Werbungskosten geltend machen.

Nur in seltenen Fällen lassen sich auch weitere Rechtsschutzbausteine von der Steuer absetzen. Ein solcher Fall wäre es, wenn du zum Beispiel als Berufskraftfahrer arbeitest und somit deinen Verkehrsrechtsschutz zur Absicherung nutzt. Für die steuerliche Relevanz ist es immer wichtig, dass der Bezug zu deinem Beruf gegeben ist. Bist du dir unsicher, solltest du vor dem Angeben der Versicherungskosten in der Steuererklärung die Beratung durch einen Experten in Anspruch nehmen.

Was zählt alles zu den Werbungskosten?

Steuerlich gesehen zählen zu den Werbungskosten alle Kosten, die im Zusammenhang mit deinem Beruf oder deiner Ausbildung entstehen. Dazu zählen Kosten für die Fahrt zur Arbeitsstelle. Ebenso werden auch Kosten als Werbungskosten anerkannt, die du für eine Weiterbildung bezahlen musst. Darüber hinaus lässt sich auch der Kostenaufwand zu den Werbungskosten zählen, den du bei der Anschaffung von Büromaterial hast, das du für deinen Beruf benötigst.
Die Kosten für eine Versicherungspolice, die der Absicherung im Beruf dient, zählen auch zu den Werbungkosten.

Alle mit deinem Beruf und deiner beruflichen Aus- und Weiterbildung entstehenden Kosten werden für die Steuererklärung zusammengerechnet und als Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.

Jeder Arbeitnehmer kann pauschal 1.000 Euro pro Jahr als Werbungskosten absetzen. Das Finanzamt zieht diese Summe immer schon automatisch vom zu versteuernden Einkommen ab. Gibst du mehr als diese Pauschale für deinen Beruf aus, solltest du die Werbungskosten individuell berechnen. Für alle angegebenen Werbungkosten musst du auf Rückfrage entsprechende Belege vorweisen können.

So wird der exakte Anteil der Rechtsschutzversicherung für die Werbungskosten ermittelt

In den meisten Fällen ist die Arbeitsrechtsschutzversicherung Teil einer Kombi-Rechtsschutzpolice, die aus mehreren Bausteinen besteht. Da nur der beruflich genutzte Teil des Versicherungsschutzes steuerlich geltend gemacht werden kann, musst du den Anteil berechnen, den dieser an den Gesamtkosten für die Rechtsschutzversicherung ausmacht.

Zu diesem Zweck kannst du deine Versicherung um eine genaue Aufschlüsselung für das Finanzamt bitten. In vielen Fällen erfolgt die Aufteilung der Kosten ohnehin schon automatisch auf deiner Jahresübersicht zu den gezahlten Versicherungsbeiträgen. Wenn du die Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten absetzt, fügst du dann das Schreiben deiner Versicherung mit der exakten Kostenaufteilung bei.

Wo gebe ich die Werbungskosten in der Steuererklärung an?

Die Werbungskosten kannst du auf der zweiten Seite der Anlage N eintragen. Dabei musst du dich nicht an die dort aufgeführten Zeilen halten. Solltest du weitere Angaben machen, schreibst du auf die Seite „siehe Anlage“ und fügst separate Blätter mit deinen Erweiterungen zur Steuererklärung hinzu.

Selbständige setzen die Kosten für die Rechtsschutzpolice als Betriebskosten ab. Hier findest du unseren Ratgeber zum Thema Rechtsschutzversicherung für Selbständige.

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