Rechtsschutzversicherung Werbungskosten 2018-12-03T17:15:41+00:00
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Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten absetzen – so geht’s

Rechtsschutzversicherung für Werbungskosten mit wefox
Lesezeit: 11 min

Viele Arbeitnehmer schützen sich vor Kosten bei rechtlichen Auseinandersetzungen im Arbeitsrecht mit einer geeigneten Rechtsschutzpolice. Wenn mit der Versicherung ausschließlich berufliche Risiken abgesichert werden, können Sie die Kosten der Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Absetzen achten müssen.

Wann kann ich die Kosten für die Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen?

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Sie Ihre Rechtsschutzkosten steuerlich geltend machen können, ist der Bezug der Police zu Ihrem Beruf. Denn nur dann, wenn die Rechtsschutzversicherung Risiken in Ihrem Beruf absichert, können die Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

Wenn Ihre private Rechtsschutzversicherung zum Beispiel den Baustein „Berufsrechtsschutz“ enthält, können Sie den Kostenanteil für diesen Baustein steuerlich als Werbungskosten geltend machen.

Nur in seltenen Fällen lassen sich auch weitere Rechtsschutzbausteine von der Steuer absetzen. Ein solcher Fall wäre es, wenn Sie zum Beispiel als Berufskraftfahrer arbeiten und somit Ihren Verkehrsrechtsschutz zur Absicherung nutzen. Für die steuerliche Relevanz ist es immer wichtig, dass der Bezug zu Ihrem Beruf gegeben ist. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie vor dem Angeben der Versicherungskosten in der Steuererklärung die Beratung durch einen Experten in Anspruch nehmen.

Was zählt alles zu den Werbungskosten?

Steuerlich gesehen zählen zu den Werbungskosten alle Kosten, die im Zusammenhang mit Ihrem Beruf oder Ihrer Ausbildung entstehen. Dazu zählen Kosten für die Fahrt zur Arbeitsstelle. Ebenso werden auch Kosten als Werbungskosten anerkannt, die Sie für eine Weiterbildung bezahlen müssen. Darüber hinaus lässt sich auch der Kostenaufwand zu den Werbungskosten zählen, den Sie bei der Anschaffung von Büromaterial haben, das Sie für Ihren Beruf benötigen.
Die Kosten für eine Versicherungspolice, die der Absicherung im Beruf dient, zählen auch zu den Werbungkosten.

Alle mit Ihrem Beruf und Ihrer beruflichen Aus- und Weiterbildung entstehenden Kosten werden für die Steuererklärung zusammengerechnet und als Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.

Jeder Arbeitnehmer kann pauschal 1.000 Euro pro Jahr als Werbungskosten absetzen. Das Finanzamt zieht diese Summe immer schon automatisch vom zu versteuernden Einkommen ab. Geben Sie mehr als diese Pauschale für Ihren Beruf aus, sollten Sie die Werbungskosten individuell berechnen. Für alle angegebenen Werbungkosten müssen Sie auf Rückfrage entsprechende Belege vorweisen können.

So wird der exakte Anteil der Rechtsschutzversicherung für die Werbungskosten ermittelt

In den meisten Fällen ist die Arbeitsrechtsschutzversicherung Teil einer Kombi-Rechtsschutzpolice, die aus mehreren Bausteinen besteht. Da nur der beruflich genutzte Teil des Versicherungsschutzes steuerlich geltend gemacht werden kann, müssen Sie den Anteil berechnen, den dieser an den Gesamtkosten für die Rechtsschutzversicherung ausmacht.

Zu diesem Zweck können Sie Ihre Versicherung um eine genaue Aufschlüsselung für das Finanzamt bitten. In vielen Fällen erfolgt die Aufteilung der Kosten ohnehin schon automatisch auf Ihrer Jahresübersicht zu den gezahlten Versicherungsbeiträgen. ‚Wenn Sie die Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten absetzen, fügen Sie dann das Schreiben Ihrer Versicherung mit der exakten Kostenaufteilung bei.

Wo gebe ich die Werbungskosten in der Steuererklärung an?

Die Werbungskosten können Sie auf der zweiten Seite der Anlage N eintragen. Dabei müssen Sie sich nicht an die dort aufgeführten Zeilen halten. Sollten Sie weitere Angaben machen, schreiben Sie auf die Seite „siehe Anlage“ und fügen separate Blätter mit Ihren Erweiterungen zur Steuererklärung hinzu.

Selbständige setzen die Kosten für die Rechtsschutzpolice als Betriebskosten ab. Hier finden Sie unseren Ratgeber zum Thema Rechtsschutzversicherung für Selbständige.

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