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Riester-Rente im Test:
Vergleichen & Sparen

Die Riester-Rente ist vor allem aufgrund der staatlichen Zulagen gefragt. Doch welches Produkt eignet sich am besten für die eigene Altersvorsorge? Um das herauszufinden, führen verschiedene Verbraucherorganisationen und Institute regelmäßig einen Riester-Rente-Test durch. Doch ob die Testsieger der Riester-Rente tatsächlich auch für Sie die beste Form der privaten Rentenversicherung darstellen, lässt sich mit den unterschiedlichen Tests allein nicht eindeutig beantworten. Wir sagen Ihnen, warum das so ist und zeigen Ihnen zunächst, wer Riester-Renten testet und worauf die Prüfer achten.

Wer testet Riester-Rentenversicherungen?

Um herauszufinden, welche Riester-Rente die beste ist, prüfen verschiedene Tester regelmäßig auf dem Markt befindliche Angebote. Zu den Testern gehören unabhängige Verbraucherorganisationen wie die Stiftung Warentest mit ihrem Heft Finanztest, aber auch unabhängige Verbraucherportale wie Finanztip, Rating-Agenturen wie Franke und Bornberg oder Institute wie das Institut für Vorsorge und Finanzplanung.

  • Stiftung Warentest und Riester: Die Stiftung Warentest gibt es mittlerweile seit mehr als fünf Jahrzehnten. In dieser Zeit hat die unabhängige und staatlich geförderte Testorganisationen viele Verbraucherprodukte, aber auch Versicherungs- und Finanzdienstleistungen getestet. Erst 2019 hat die Stiftung Warentest die Riester-Rente getestet.
  • Riester-Test bei Finanztip: Das unabhängige Verbraucherportal Finanztip informiert Verbraucher seit 2013 rund um die Themen Geld und Vorsorge. Dabei werden auch unterschiedliche Finanzprodukte von der eigenen Redaktion unabhängig und objektiv getestet. 2017 hat Finanztip einen Riester-Rente-Test durchgeführt.
  • Franke und Bornberg: Die Ratingagentur Franke und Bornberg ist ein unabhängiger und objektiver Dienstleister, der Verbraucher und die Versicherungsbranche mit Ratings von Versicherungsprodukten oder Finanzprodukten versorgt.
  • Institut für Vorsorge und Finanzplanung: Das inhabergeführte Institut möchte Versicherungsleistungen und Finanzprodukte vergleichbarer und transparenter machen. Zu diesem Zweck führt es regelmäßig Tests durch.

Klassische Riester-Rente im Test

Da es mittlerweile nur noch wenige Anbieter für eine klassische Riester-Rente gibt, gibt es entsprechend nur noch wenige Testergebnisse. Die klassische Riester-Rente im Test wird deshalb meist mit anderen Riester-Verträgen wie fondsgebundenen Riester-Renten verglichen.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat für die Zeitschrift „Guter Rat“ im Jahr 2018 45 Riester-Tarife untersucht. Dabei waren auch klassische Riester-Renten. Zu den besten klassischen Riester-Rentenversicherungen gehörten u.a. Tarife der Allianz, der R+V, der Debeka und der Hannoverschen. Im Fokus stand neben der Rendite auch, wie flexibel und transparent die Verträge waren. Außerdem berücksichtigten die Tester die Wirtschaftskraft der Versicherer für ihre Bewertung.

Fondsgebundene Riester-Rente im Test

Im Jahr 2017 hat die Ratingagentur Franke und Bornberg gemeinsam mit dem Handelsblatt nach dem Testsieger für die fondsgebundene Riester-Rente gesucht. Basis für den Test war ein 32-jähriger Modellkunde, der mit 67 Jahren seiner Riester-Rente erhalten möchte und dafür monatlich 100 Euro an Beiträgen bezahlt.

Unter den fondsgebundenen Riester-Renten wurden u.a. ein Produkte der Continentale, der HanseMerkur, der Allianz sowie der Württembergische Testsieger.

Welche Arten von Riester-Rente gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine Riester-Rente abzuschließen. Diese unterschiedlichen Formen der staatlich geförderten privaten Rentenversicherung für Angestellte und Beamte müssen Sie berücksichtigen, wenn Sie Testergebnisse aus einem Riester-Rente-Test miteinander vergleichen wollen.

Die „klassische“ Riester-Rente – verschiedene Möglichkeiten, um eine garantierte lebenslange Zusatzrente zu bekommen

Die ursprüngliche Idee der Riester-Verträge war es, Verbraucher durch Steuervergünstigungen und Zulagen zum Sparen fürs Alter zu animieren. Mit der klassischen Riester-Rente wurde ebenfalls ein solches Konstrukt geschaffen, das Sparern eine sichere zusätzliche und lebenslange Altersrente verspricht.

Die hohe Sicherheit besteht in einer sogenannten „Beitragsgarantie“. Danach verspricht der Anbieter einer Riester-Rente, dass die eingezahlten Beiträge sehr sicher angelegt werden und keine Verluste verursachen. Entsprechend nutzen Versicherungsgesellschaften für die klassische Riester-Rente sichere Möglichkeiten der Kapitalanlage, die kein oder nur ein sehr geringes Risiko aufweisen. Ein wichtiger Baustein für die Versicherer sind zum Beispiel festverzinste Staatsanleihen. Die garantierten Renten werden schließlich aus dem sogenannten „Sicherungsvermögen“ der Versicherungsgesellschaften gezahlt. Sie sichern die Beitragsgarantie ab. Überschüsse, die mit diesem Vermögen erzielt werden, können dann zusätzlich an die Versicherten ausgeschüttet werden.

Der Vorteil der klassischen Riester-Rente besteht in ihrer sehr hohen Sicherheit und der garantierten Rentenhöhe während der Auszahlungsphase. Nachteilig ist dabei die geringe Rendite, die klassische Riester-Verträge erzielen.

Um diesem Manko zu begegnen, haben Versicherungsgesellschaften sogenannte „Hybride“ geschaffen. Diese privaten Rentenversicherungen kombinieren die Sicherheit der Riester-Rente mit einer oder zwei risikoreicheren Komponenten.

Bei einem sogenannten „Zwei-Top-Hybriden“ wird ein Teil des Beitrags in das Sicherungsvermögen eingezahlt. Der zweite Teil wird in einen zweiten „Topf“ investiert, zum Beispiel in Investmentfonds oder Aktienfonds, die eine höhere Rendite versprechen. Aus diesem Grund wird bei diesen Produkten auch von der fondsgebundenen Riester-Rente gesprochen. Sie verspricht eine garantierte „Basis-Rente“ zuzüglich einer Anlagekomponente. Der Vorteil gegenüber anderen privaten Rentenversicherungen besteht darin, dass Sie bei diesen Hybrid-Riester-Renten immer noch von der Förderung in Form von Zulagen und Steuererleichterungen profitieren können.

Neuere Riester-Rentenversicherungen sind sogar sogenannte „Drei-Topf-Hybride“. Demnach werden die Beiträge nicht nur in die Sicherungsleistung und einen Fonds investiert, sondern in weitere Fonds eingezahlt, zum Beispiel Garantie- oder Wertsicherungsfonds. Damit soll eine noch höhere Rendite der Riester-Rente möglich sein.

Der Riester-Banksparplan – fast nur wegen der Zulagen relevant

Mit dem Riester Banksparplan können Verbraucher ihr Geld bei Bank anlegen und erhalten staatliche Zulagen dafür. Die Verzinsung der Beiträge erfolgt anhand eines Referenzzinssatzes. Da der allgemeine Leitzins auf einem sehr niedrigen Niveau liegt, ist die Verzinsung und somit die Rendite bei Riester-Banksparplänen sehr gering. Der einzige Vorteil gegenüber anderen Banksparplänen liegt in der staatlichen Zulage, die jährlich gezahlt wird. Allerdings gibt es mittlerweile nur noch sehr wenige Banken, die einen Riester-Banksparplan anbieten. Darüber hinaus ist unsicher, ob während der Laufzeit zusätzliche Gebühren entstehen können, welche die Rendite dieser Sparpläne nochmals reduziert.

Der Riester-Fondssparplan – höheres Risiko, aber auch Chancen auf höhere Rendite

Sie haben die Möglichkeit in einen Riester-Fondssparplan einzuzahlen. Anbieter dafür sind weder Versicherungen noch Banken, sondern überwiegend Fonds- oder Kapitalgesellschaften. Durch die Anlage in einen bzw. mehrere Fonds lassen sich mit einem Riester-Fondssparplan höhere Renditen erzielen. Gleichzeitig winken niedrigere Kosten während der Ansparphase.
Doch auch die Kapitalgesellschaften sind aufgrund des Riester-Systems dazu verpflichtet, den Kunden eine lebenslange Rente zu zahlen. Um diese sicherzustellen, müssen Anbieter bei Riester Fondssparplänen neben Aktienfonds auch in sicherer Anlageformen investieren.
Nachteilig an Riester-Fondssparplänen ist, dass die genaue Rentenhöhe im Vorfeld nicht feststeht, sondern die Anbieter lediglich eine Mindesthöhe der Rente im Vertrag festschreiben.

In verschiedenen Testszenarien wird die klassische Riester-Rente dem Test unterzogen, häufiger findet sich aber die fondsgebundene Riester-Rente im Test. Denn letztgenannte verspricht eine höhere Rendite, weshalb es mehr Angebote für diese Form der staatlich geförderten privaten Rentenversicherung gibt.

Wie für alle Riester-Produkte gilt auch für die fondsgebundene Riester-Rente ebenso wie für die klassische Riester-Rente, dass Sie mindestens vier Prozent Ihres zu versteuernden Einkommens, maximal 2.100 Euro, jedes Jahr in den Riester-Vertrag einzahlen müssen, um die Zulagen zu erhalten. Wird die Riester-Rente vorzeitig gekündigt, werden die Zulagen wieder von Ihrem bisher angesparten Guthaben abgezogen.

Wie hoch ist die Riester-Rente-Rendite?

Wie bei anderen privaten Rentenversicherungen hängt auch bei der Riester-Rente die Rendite von der Anlageform ab, für die Sie sich entscheiden. Während klassische Riester-Verträge eine garantierte Verzinsung bieten und somit eine fest planbare Rente versprechen, gibt es zum Beispiel fondsgebundene Verträge, die eine Risikokomponente beinhalten. Kann die jeweilige Versicherung Ihr eingezahltes Kapital zu einem gewissen Prozentsatz noch gewinnbringender anlegen, erhalten Sie am Ende in der Auszahlungsphase auch eine höhere Rente.

Was bei der Riester-Rente jedoch nicht unterschätzt werden sollte, sind die Steuervorteile sowie die Zulagen, die vor allem für Versicherte mit mehreren Kindern interessant sind und die „Rendite“ entsprechend steigern können. So haben Sie mit zwei nach 2008 geborenen Kindern bereits die Möglichkeit, pro Jahr 600 Euro an Zulagen zu bekommen. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren sind das bereits 6.000 Euro an Zulagen.

Wie wird die Riester-Rente getestet?

Um die Riester-Rente-Testsieger zu ermitteln, wenden Tester ganz unterschiedliche Kriterien an. Letztlich sollen die Riester-Rente-Testberichte aber zeigen, welches Produkt das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet bzw. welche Rente für welchen Beitrag möglich ist.

Damit die Ergebnisse vergleichbar sind, verwenden die Tester in der Regel einen sogenannten Modellkunden.

Ein Beispiel: Um herauszufinden, welche Riester-Rente zum Testsieger werden kann, setzen die Prüfer einen 35-jährigen Modellkunden an, der monatlich 150 Euro an Beiträgen in den Riester-Vertrag einzahlt. Außerdem möchte der Modellkunde seine Riester-Rente ab dem 67. Lebensjahr ausgezahlt bekommen.

Wer Riester-Tests liest, wird feststellen, dass die Prüfer keine einheitlichen Kriterien anwenden. Das beginnt bereits bei der Definition des Modellkunden. Darüber hinaus können weitere Kriterien für die Tests relevant sein, wie diese hier:

  • Transparenz des Vertrags: Gerade fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen sind häufig sehr komplexe Konstrukte, die erklärungsbedürftig sind. So müssen die Kunden genau darüber informiert werden, wie das Produkt funktioniert, welche Rentengarantie besteht und wie die Rendite erwirtschaftet werden soll.
  • Gebühren: Für die Bereitstellung und Verwaltung von Riester-Verträgen erheben Banken oder Versicherungen Gebühren. Die Höhe der Gebühren kann die Rendite beeinträchtigen. Deshalb werden die Zusatzkosten häufig in die Riester-Rente-Tests einbezogen.
  • Unternehmensstärke: Das Ziel einer Riester-Rente ist eine garantierte und sichere Rentenzahlung. Deshalb sollte der Anbieter über eine ausreichende Wirtschaftskraft verfügen, um auch nach vielen Jahren Laufzeit die zugesagte Rente zahlen zu können. Gerade für Rating-Agenturen oder Verbraucherinstitute ist die Bonität der Anbieter ein wichtiges Kriterium.
  • Fonds, in welche der Vertrag investiert: Bei fondsgebundenen Riester-Renten spielt es für die Kosten und das Risiko eine wichtige Rolle, in welche Art von Fonds investiert wird. Deshalb hat zum Beispiel die Stiftung Warentest bei ihrem Riester-Rente-Test 2019 (veröffentlicht am 11.03.2019) die von den Anbietern verwendeten Fonds in drei Klassen, „erste Wahl“, „zweite Wahl“ und „dritte Wahl“ eingeteilt.
  • Ratings: Das unabhängige Verbrauchermagazin Finanztip hat für seinen Riester-Rente-Test 2017 Ratings der Rating-Agentur Morgen & Morgen herangezogen.
  • Aufwand für den Abschluss: Die Tester von Finanztip wollten u.a. wissen, wie aufwändig es ist, eine Riester-Rente abzuschließen.
  • Höhe der garantierten Rente: Eine wichtige Komponente ist bei fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen, wie hoch die garantierte Rente ausfällt. Deshalb ist diese Mindestrente in verschiedenen Tests ein wichtiges Kriterium zur Bewertung des Angebots.

Fazit: Tests sind gut – Die wefox Beratung ist besser

Sie haben sicherlich schon festgestellt, dass wir uns mit der Berichterstattung über die Testsieger der Riester-Rente eher zurückgehalten und keinen expliziten Riester-Rente-Testsieger-Vergleich durchgeführt haben. Warum ist das so?

Die private Altersvorsorge und speziell die private Rentenversicherung ist ein zu komplexes Thema, um sich allein auf verschiedene Tests anhand von Modellkunden zu verlassen. So kann sich das Ergebnis schon ändern, wenn sie statt 100 Euro wie der Modellkunde, 200 Euro in eine private Rente investieren wollen. Darüber hinaus spielen Ihre Risikobereitschaft, Ihre persönlichen Anforderungen sowie Ihre eigene Finanzkraft während des Berufslebens eine wichtige Rolle bei der Suche nach der passenden Absicherung. So kann es zum Beispiel für Sie wichtig sein, dass Ihre Riester-Rente nach Ihrem Tod auch an Angehörige gezahlt wird.

In einem Beratungsgespräch berücksichtigen wir bei Wefox alle wichtigen Aspekte rund um Ihre private Altersvorsorge. Dabei prüfen wir, ob zum Beispiel eine Riester-Rente in Ihrem Fall überhaupt sinnvoll ist. Vereinbaren Sie am besten gleich jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin!

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