Zahnzusatzversicherung Füllungen 2018-11-27T14:37:04+00:00
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Zahnzusatzversicherung: Optimale Füllungen und passenden Versicherungsschutz wählen

Zahnzusatzversicherung Füllungen
Lesezeit: 14 min

Kariöse Zähne gehören zu den häufigsten Indikationen bei deutschen Zahnärzten. Trotz sinkender Zahlen ist Karies immer noch eine „Volkskrankheit“. So hatte fast jeder von uns schon einmal ein Loch im Zahn, das gebohrt und gefüllt werden musste. Heute stehen Zahnärzten vielfältige Möglichkeiten für die Zahnfüllung zur Verfügung. Tatsächlich wird aber nur die klassische Amalgam-Füllung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer eine ästhetisch ansprechendere oder länger haltbare Zahnfüllung möchte, muss die Kosten dafür selbst tragen. Mit einer Zahnzusatzversicherung für Füllungen können Sie sich diese Kosten bis zu 100 Prozent erstatten lassen.

Füllung ist nicht gleich Füllung: Inlays, Keramik, Kunststoff oder Amalgam.

Wenn heute von Zahnfüllung gesprochen wird, handelt es sich um ein sehr breites Spektrum an Füllungen, mit welchen Löcher von kariösen Zähnen behoben werden können.

Herkömmliche Füllungen:
Hierbei handelt es sich um eine Zahnfüllung, die vom Zahnarzt direkt nach der Behandlung und Desinfektion der Kavität, also des kariösen Zahns, vorgenommen wird. Als Füllmaterial wird entweder Kunststoff oder Amalgam in das Loch gefügt. Diese Füllungen müssen nach einigen Jahren gegen neue ausgetauscht werden.

Einlagefüllungen:
Bei sogenannten „Inlays“ handelt es sich um individuell angefertigte Zahnfüllungen aus Gold, Keramik oder Kunststoff, die in einen vorbereiteten Zahn geklebt werden. Diese sehr dauerhafte Lösung hält häufig ein Leben lang und bietet vor allem als Keramik-Inlay die optisch ansprechendste Variante. Mit Inlays kann der noch gesunde Zahn geschont werden. Im Gegensatz zur Brücke muss bei einem Inlay kein benachbartes Zahnmaterial bearbeitet werden.

Kunststofffüllungen: Die kostengünstigen Alternativen zu Inlays.

Bevor ein Zahn mit Kunststoff gefüllt wird, bohrt Ihr Zahnarzt die kariöse Stelle präzise und sorgfältig aus, bis keine Karies mehr zu finden ist. Dabei versucht er, so viel Zahnsubstanz wie möglich zu erhalten. Danach wird das Loch desinfiziert und gereinigt. Mit einer Füllung aus einem Kunststoffgemisch wird die Zahnöffnung geschlossen. Um die nötige Festigkeit zu erzielen, werden dem Kunststoff meist Glas- und Quarzpartikel beigemengt. Deshalb wird in der Regel auch nicht von Kunststoff-, sondern von „Kompositfüllung“ gesprochen.

Der Vorteil der Kunststofffüllung liegt darin, dass sich das Material sehr leicht verarbeiten und modellieren lässt. Es wird direkt auf dem Zahn bearbeitet. Mit Hilfe von UV-Licht härtet das Komposit schließlich aus.

Im Vergleich zu Inlays sind Kunststofffüllungen deutlich günstiger, aber auch weniger haltbar.

Amalgam: Die Standardfüllung als Kassenleistung.

Die einzige Zahnfüllung, die von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, ist die Amalgam-Füllung. Das Füllmaterial wird bereits seit vielen Jahrzehnten in der Zahnmedizin eingesetzt. Es ist durch seinen Quecksilberanteil jedoch immer wieder kritisiert worden. Mitte 2018 soll Amalgam für Schwangere und Kinder EU-weit nicht mehr eingesetzt werden.
Laut verschiedener Studien soll Amalgam jedoch bei korrekter Verwendung gesundheitlich unbedenklich sein.

Ungeachtet möglicher gesundheitlicher Bedenken schätzen Patienten Amalgam nicht, weil diese Zahnfüllungen sofort als solche erkannt werden. Amalgam-Füllungen haben somit in ästhetischer Sicht einen deutlichen Nachteil gegenüber Kunststofffüllungen oder Inlays aus Keramik und Kunststoff.

Für einfache Füllungen aus Amalgam bezahlt die gesetzliche Krankenkasse abhängig von der Füllungsgröße zwischen 30 und 50 Euro. Bei allen anderen Füllungen müssen Sie ohne eine Zahnzusatzversicherung draufzahlen. Einzige Ausnahme sind Zement-Füllungen mit Glasionomerzement. Diese werden häufig bei Milchzähnen verwendet, da die Haltbarkeit des Füllmaterials auf ein bis zwei Jahre beschränkt ist.

Zahlt meine Zahnzusatzversicherung Füllungen?

Grundsätzlich kann Ihre Zahnzusatzversicherung Füllungen erstatten. Wie hoch diese Erstattung ausfällt, hängt von der gewählten Zahnfüllung und den Versicherungskonditionen ab. Prüfen Sie deshalb im Vorfeld genau, welche Art von Füllung Sie bevorzugen. Machen Sie anschließend einen Versicherungsvergleich und schauen Sie, welche Möglichkeiten die einzelnen Tarife bieten.

Mögliche Zahnfüllungen, die von der Zahnzusatzversicherung übernommen werden

Wenn Sie eine andere Füllung als eine Amalgamfüllung bei Ihrem Zahnarzt wünschen, müssen Sie diese entweder selbst bezahlen oder Sie können sich die Kosten dafür von Ihrer Zahnzusatzversicherung erstatten lassen. Folgende Füllungen können Sie dann wählen.

Kompomer-Füllungen
Bei diesem weißen Material handelt es sich um eine Kombination aus Zement und einem Kunststoff-Komposit. Üblicherweise werden Kompomer-Füllungen nur für den Übergang genutzt, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Die GKV übernimmt diese Füllung aber nicht.

Komposit-Füllungen
Dieses Kunststoffmaterial besteht zu rund vier Fünfteln aus feinen Glaspartikeln. Diese sorgen für die Stabilität des Kunststoffs. Mit Komposit-Füllungen können auch Löcher stark kariöser Zähne gefüllt werden. In diesen Fällen wird die sogenannte „Mehrschichttechnik“ angewandt, bei der die Füllung Schicht für Schicht aufgetragen und ausgehärtet wird. Durch eine Befestigung mit Klebstoff kann eine Komposit-Füllung bis zu zehn Jahre halten. Abhängig vom Umfang der Füllung können die Kosten bei ca. 150 Euro und mehr liegen. Die Differenz von rund 100 Euro pro Zahn zur Regelversorgung durch die GKV müssten Sie ohne Zahnzusatzversicherung selbst tragen.

Keramik-Inlays
Einlagefüllungen aus Keramik stellen eine sehr hochwertige, optisch ansprechende und sehr dauerhafte Füllung dar. Mit Hilfe von Computertechnik wird diese Füllung passgenau für Ihren Zahn angefertigt. Moderne Cerec-Inlays ermöglichen außerdem, die Zahnfarbe sehr präzise nachzubilden. Der hohe Aufwand ist auch mit höheren Kosten zwischen 400 und 800 Euro verbunden. Abzüglich des Regelsatzes von maximal 50 Euro müssten Sie zwischen 350 und 750 Euro pro Zahn selbst bezahlen, wenn Sie keine Zusatzversicherung in Anspruch nehmen.

Gold-Inlays
Inlays aus Gold werden ebenfalls individuell hergestellt. Sie haben im Vergleich zu Keramik-Einlagefüllungen eine noch höhere Lebensdauer. Die Kosten liegen ungefähr gleich. Ihr Selbstbehalt beträgt bei diesen Füllungen zwischen 350 und 750 Euro pro Zahn.

Wie viel Sie ohne Zahnzusatzversicherung für Füllungen bezahlen müssen, hängt immer vom individuellen Fall ab. Die Kosten können deutlich höher ausfallen, als hier exemplarisch dargestellt wurde. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Sie eine Zahnzusatzversicherung auswählen, die Sie bei Zahnfüllungen, vor allem aber bei Inlays, bestmöglich absichert.

Um allein Kunststofffüllungen abzusichern, benötigen Sie aufgrund der geringeren Zusatzkosten keine eigene Zahnzusatzversicherung. Prüfen Sie deshalb, welche Leistungen Ihnen unabhängig von der Zahnfüllung besonders wichtig sind und richten Sie Ihren Tarifwunsch danach aus.

Darauf sollten Sie bei der Zahnzusatzversicherung bei Füllungen achten:

Da gerade Inlays mit höheren Kosten verbunden sind, sollten Sie bei der Wahl Ihres Tarifs auf die Leistung in diesem Bereich achten:

Erstattungsanteil:
Empfehlenswert ist es, wenn die Kostenerstattung bei Inlays zwischen 80 und 90 Prozent beträgt. Einige Versicherer bieten auch Tarife mit einer 100-prozentigen Erstattung an. Dafür sind dann aber meist die Kosten für die Versicherung höher.

Wartezeiten:
Ist es wahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit eine hochwertige Zahnfüllung benötigen, können Sie einen Tarif ohne Wartezeit wählen. Ansonsten müssen Sie in der Regel mindestens acht Monate warten, bis Sie die Versicherungsleistung in Anspruch nehmen können.

Summenbegrenzungen:
Die meisten Zahnzusatzversicherungstarife sehen in den ersten vier bis fünf Jahren eine Summenbegrenzung für Zahnbehandlungen vor. Gerade bei aufwändigeren Füllungen von mehreren Zähnen mit Inlays können Sie diese Begrenzung schnell überschreiten. Dann bleibt in dieser Zeit kein Spielraum mehr, wenn Zahnersatz ansteht.

Ist ein Inlay dasselbe wie eine Zahnfüllung?

Häufig werden Inlays mit herkömmlichen Zahnfüllungen gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ganz unterschiedliche Füllarten. Während die klassische Zahnfüllung direkt beim Zahnarzt in das vorhandene Loch eingefügt wird, muss ein Inlay erst konstruiert werden. Es handelt sich demnach mehr um einen angefertigten „Einsatz“.

„Normale“ Zahnfüllungen weisen außerdem eine deutlich geringere Haltbarkeit auf. Sie müssen nach vier bis zehn Jahre durch neue Füllungen ersetzt werden. Inlays hingegen, können ein Leben lang halten.

Zugleich bieten Einlagefüllungen aufgrund ihrer hohen Passgenauigkeit eine höhere Funktionalität, die sich in einem natürlicheren Biss und einer höheren Festigkeit zeigt. Durch die hohe Passgenauigkeit wird die Gefahr von Karies in den Zwischenräumen verringert.

Damit die Zahnzusatzversicherung die Kosten für Ihre Füllung übernimmt, darf die Behandlung vor Versicherungsabschluss noch nicht begonnen oder in der Krankenakte eingetragen worden sein. Versicherer schließen diese Leistungen nämlich in der Regel aus.

Darauf sollten Sie bei Ihrer Zahnzusatzversicherung mit Inlays achten

Da gerade Inlays mit höheren Kosten verbunden sind, sollten Sie bei der Wahl Ihres Tarifs auf die Leistung in diesem Bereich achten:

Erstattungsanteil:
Empfehlenswert ist es, wenn die Kostenerstattung bei Inlays zwischen 80 und 90 Prozent beträgt. Einige Versicherer bieten auch Tarife mit einer 100-prozentigen Erstattung an. Dafür sind dann aber meist die Kosten für die Versicherung höher.

Wartezeiten:
Ist es wahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit eine hochwertige Zahnfüllung benötigen, können Sie einen Tarif ohne Wartezeit wählen. Ansonsten müssen Sie in der Regel mindestens acht Monate warten, bis Sie die Versicherungsleistung in Anspruch nehmen können.

Summenbegrenzungen:
Die meisten Zahnzusatzversicherungstarife sehen in den ersten vier bis fünf Jahren eine Summenbegrenzung für Zahnbehandlungen vor. Gerade bei aufwändigeren Füllungen von mehreren Zähnen mit Inlays können Sie diese Begrenzung schnell überschreiten. Dann bleibt in dieser Zeit kein Spielraum mehr, wenn Zahnersatz ansteht.

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