Zahnzusatzversicherung Gesundheitsfragen 2018-11-27T14:20:51+00:00
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Zahnzusatzversicherung & Gesundheitsfragen:
Tarife mit & ohne Abfrage des Gesundheitsstatus.

zahnzusatzversicherung gesundheitsfragen
Lesezeit: 13 min

Wer auf der Suche nach einer Zahnzusatzversicherung ist, wird schnell auf die sogenannten Gesundheitsfragen stoßen. Dabei handelt es sich um einen Fragenkatalog, den Sie vor Versicherungsabschluss beantworten müssen, damit die Versicherungsgesellschaft das Versicherungsrisiko beurteilen kann. Denn der Zahnstatus ist ein entscheidender Faktor für künftige Leistungen und Versicherungskosten. Hier erfahren Sie mehr über diese Eingangsfragen und über den Sinn von Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen.

Der Standard:
Vor Versicherungsabschluss Gesundheitsfragen beantworten.

Die sogenannten „Gesundheitsfragen“ sind fester Bestandteil beim Versicherungsantrag für Kranken- oder Lebensversicherungen. Damit möchten die Versicherungsgesellschaften in Erfahrung bringen, wie es um Ihre Gesundheit oder Ihre Lebensgewohnheiten bestellt ist. So kann zum Beispiel die Angabe, dass Sie regelmäßig rauchen, für die Versicherung das Risiko deutlich erhöhen, dass Sie aufgrund von Parodontitis sehr bald Zahnersatz benötigen. Ebenso ist es für eine Versicherung sehr wahrscheinlich, dass Sie mittelfristig ein Implantat oder eine Brücke benötigen, wenn bereits eine Zahnlücke vorhanden ist. Kurz: Mit Hilfe eines Fragekatalogs schätzen die Versicherer ein, wie hoch das Risiko ist, Sie zu versichern und mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie entsprechende Leistungen nutzen werden.

Abhängig von dieser Risikoeinschätzung werden die Tarife teurer oder es kommt zu Leistungsbeschränkungen. Es ist auch möglich, dass es eine private Zahnzusatzversicherung nach der Analyse der Gesundheitsfragen ablehnt, Sie zu versichern.

Danach wird beim Antrag einer Zahnzusatzversicherung meist gefragt

Die Fragen können je nach Vertrag und Versicherungsunternehmen ganz unterschiedlich gestellt werden. Im Kern wird jedoch meist nach folgenden Aspekten gefragt:

  • Sind Zahnarztbehandlungen angeraten?
  • Wurden Zahnbehandlungen schon begonnen?
  • Haben Sie aktuell Beschwerden mit Ihren Zähnen?
  • Haben Sie Zahnlücken? Wenn ja, wie viele?
  • Wurde bereits Zahnersatz eingesetzt? Wenn ja, wo?
  • Gibt es Implantate?
  • Hat Ihr Zahnarzt Sie zu einer Behandlung beraten?

Die Gesundheitsfragen sind nicht nur eine Maßnahme des Versicherers, um das Risiko einzuschätzen. Die Fragen sind auch für Sie nützlich, denn anhand Ihrer Antworten kann der Versicherungsschutz optimal an Ihre Situation und Ihren Bedarf angepasst werden.

Gesundheitsfragen sollten immer ehrlich beantworten werden

Wer gerade beim Zahnarzt war und erfahren hat, dass Zahnersatz ansteht und noch keine Zahnzusatzversicherung hat, wird mit dem Gedanken spielen, die Gesundheitsfragen einfach nicht zu beantworten oder die angeratene Behandlung zu verschweigen.
Doch das wäre fatal. Stattdessen sollten Sie alle Fragen, die im Gesundheitsfragebogen gestellt werden, unbedingt ehrlich beantworten.

Deckt der Versicherer später auf, dass Sie falsche Angaben zu fehlenden Zähnen oder angeratenen Behandlungen gemacht haben, kann er nicht nur Leistungen verweigern, sondern er kann auch Vertrag zurücktreten. In diesem Fall stünden Sie nicht nur vor einer hohen Rückzahlung von Arztkosten, sondern wären auch nicht mehr versichert.

Sind Sie sich bei der Beantwortung der Fragen nicht sicher, können Sie diese auch gemeinsam mit Ihrem behandelnden Zahnarzt ausfüllen. Möglich ist auch, dass Ihr Dentist einen aktuellen Bericht zu Ihrem Zahnzustand anfertigt und Sie reichen diesen bei der Assekuranz ein. In manchen Fällen kann die Zusendung eines aktuellen Arztberichts auch von Vorteil sein, da einige Versicherungsgesellschaften dann sogar auf die Wartezeit verzichten.

Laufende Behandlungen werden in der Regel nicht mitversichert!
Auch wenn es Zahnzusatzversicherungen gibt, die auf Gesundheitsfragen verzichten, können damit in der Regel keine laufenden Behandlungen versichert werden. Das sollten Sie bei der Suche nach entsprechenden Tarifen berücksichtigen. Es kann in manchen Fällen sogar sinnvoller sein, die begonnen Behandlungen mit Erfolg abzuschließen, um dann später einen Versicherungstarif mit Gesundheitsfragen zu wählen, der mehr Leistung für einen geringeren Beitrag bietet.

Die Alternative: Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen

Es gibt zahlreiche Versicherungsgesellschaften, die beim Antrag auf eine Zahnzusatzversicherung keine Gesundheitsfragen stellen. Auf den ersten Blick sind diese Tarife sehr gut geeignet, wenn Sie bereits fehlende Zähne haben oder absehen können, dass vermutlich bald eine Zahnbehandlung erforderlich wird, für welche die GKV nicht umfassend erstattet.

Allerdings sind Tarife ohne Gesundheitsfragen in der Regel mit höheren Beiträgen verknüpft. Darüber hinaus reduzieren alle dieser Policen die Erstattungssummen in den Anfangsjahren deutlich. Sie müssen also meist mehr für die Versicherung bezahlen und erhalten am Anfang nur eine sehr geringe Kostenerstattung.

Wenn Sie somit vor der Entscheidung stehen, eine Zahnversicherung ohne Gesundheitsfragen in Anspruch zu nehmen, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie voraussichtlich mehr für Ihren Tarif bezahlen müssen und zumindest in den ersten vier Jahren weniger Geld für kostenintensive Behandlungen erstattet bekommen als bei Tarifen mit Gesundheitsfragen.

Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit
Sehr viele Verbraucher suchen nach Zahnversicherungen ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsfragen. Sie versprechen sich davon eine Versicherung, die sofort Leistungen bietet, ohne dass der Versicherer über den Status der Zahngesundheit Bescheid weiß. Es gibt tatsächlich einige Tarife, die ohne Gesundheitsfragen sofort Leistungen bieten. Allerdings ist diese Leistung in der Regel auf die „Aufstockung“ des Festzuschusses der GKV auf 100 Prozent beschränkt. Zugleich sind die übrigen Erstattungsleistungen bei diesen Verträgen sehr stark eingeschränkt. Häufig wird die Zahnstaffel bei niedrigen Erstattungsleistungen länger ausgedehnt.
In den meisten Fällen ist es deshalb sinnvoller, in den sauren Apfel zu beißen und die angefangene oder diagnostizierte Behandlung abzuschließen, um sich danach mit einem Komforttarif und Wartezeit gut zu versichern.

Wann ergibt eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen also Sinn?

Eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll für Patienten, die schon ahnen, dass in nicht zu ferner Zukunft teure Behandlungen auf sie zukommen werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass noch kein Befund oder Vermerk zu einer notwendigen Behandlung vom Zahnarzt gemacht wurde. Denn obwohl die Versicherungsgesellschaft für die Aufnahme der Zahnzusatzversicherung keine Fragen zum Zahnstatus gestellt hat, kann sie nach dem Einreichen der Arztrechnungen durch den Versicherten prüfen, ob für die Behandlung bereits eine Diagnose bestand. Denn auch für Tarife ohne Gesundheitsfragen gilt: Angefangene oder bereits befundete Maßnahmen werden nicht mitversichert.

Was ist die beste Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Diese Frage wird häufig von Verbrauchern in Foren oder in der Google-Suche gestellt. Tatsächlich gibt es dafür keine pauschale Antwort, denn welcher Tarif der beste für Sie ist, hängt immer von Ihren individuellen Ansprüchen sowie Ihrem Alter und weiteren Faktoren ab. Die fehlenden Gesundheitsfragen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Sollten Sie auf der Suche nach einem Tarif ohne Gesundheitsprüfung sein, können Ihnen unsere wefox-Experten gerne weiterhelfen.

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