Zahnzusatzversicherung Inlays 2018-11-27T14:38:30+00:00
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Zahn Inlays
Lesezeit: 14 min

Karies gehört, trotz rückläufiger Zahlen, noch immer zu den häufigsten Zahnerkrankungen in Deutschland. Die erste Maßnahme bei einem Kariesbefall ist es, die betroffenen Stellen zu behandeln und das vorhandene Loch zu schließen. Hierfür stehen Zahnärzten verschiedene Möglichkeiten offen. Ein Inlay ist die langlebigste, hochwertigste, aber auch teuerste Variante. Die gesetzliche Krankenkasse trägt die Kosten dafür nicht, sondern erstattet nur den Pflichtanteil an der Regelversorgung. Da Einlagefüllungen meist höhere dreistellige Beträge verursachen, kann eine Zahnzusatzversicherung für Inlays sinnvoll sein.

Was ist ein Inlay?

Bei Inlays handelt es sich um individuell für einen Zahn angefertigte Einlagefüllungen. Die Erstellung der Füllungen erfolgt im Dentallabor oder der Zahnarztpraxis von Hand oder mit Hilfe von Computertechnik. Nach der Fertigstellung können Inlays direkt in das vorhandene Loch eingesetzt werden.

Ein Inlay ist eine sehr hochwertige Alternativlösung zu gängigen Kunststoff- oder Amalgam-Füllungen. Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Inlays ist, dass ausreichend Zahnsubstanz nach der Kariesentfernung übrig geblieben ist.

Da es sich bei einem Inlay um eine individuell angefertigte Zahnfüllung handelt und die Behandlung mit größerem Aufwand verbunden ist, können die Kosten schnell 700 Euro und mehr pro Füllung erreichen.

Wann kann eine Inlay-Füllung sinnvoll sein?

Eine Einlagenfüllung wird aus sehr hochwertigen Materialien wie Gold oder Keramik erstellt. Damit eignet sich das Inlay üblicherweise für Menschen, die allergisch auf andere Zahnfüllungen reagieren – zum Beispiel mit Amalgam.
Darüber hinaus sind vor allem Keramik-Inlays eine ästhetisch sehr ansprechende Lösung für Zahnfüllungen. Wer einen hohen Wert auf ein optisch ansprechendes Gebiss legt, wird eher auf Keramik-Inlays setzen.

Von Vorteil ist das Inlay vor allem hinsichtlich seiner Haltbarkeit. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststofffüllungen, die je nach Zahnpflege nach vier bis zehn Jahren ausgetauscht werden müssen, kann das Inlay mehrere Jahrzehnte halten.
Häufig sparen sich Patienten mit einem Inlay auch das Provisorium, wenn die Einlagenfüllung sofort in der Zahnarztpraxis erstellt wird.

Inlay vs. Onlay

Im Gegensatz zum Inlay handelt es sich beim Onlay um eine Auflagefüllung, die auf den „Restzahn“ aufgesetzt wird. Onlays sind demnach erhaben und können die Kaufläche des Zahns vollständig abbilden. Das Ziel von Onlays im Gegensatz zur Brücke ist die Erhaltung der natürlichen Zahnsubstanz. Darüber hinaus müssen Nachbarzähne beim Onlay nicht für die Befestigung genutzt werden. Bei einer Auflagefüllung kann der natürliche Übergang von Zahn zum Zahnfleisch erhalten bleiben, wodurch die Stabilität des Zahns länger erhalten bleiben kann.

Welche Kosten übernimmt die GKV bei einem Inlay

Inlays gehören nicht zur Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Diese leisten bei Füllungen lediglich 50 Prozent der günstigsten Grundversorgung. Dieser Zuschuss richtet sich nach einer einfachen Amalgamfüllung und beträgt zwischen 30 und 50 Euro, abhängig davon, ob Sie ein Bonusheft führen oder nicht.

Damit Sie überhaupt Kosten für das Inlay erstattet bekommen, müssen Sie Ihrer GKV einen Heil- und Kostenplan vorlegen, anhand dessen die Kasse beurteilen kann, wie viel Sie an Zuschuss erhalten.

Die Inlay-Füllung – eine aufwändige Behandlung

Für ein Inlay müssen Sie in der Regel zwei Mal zum Zahnarzt gehen. In der ersten Sitzung wird der kariöse Zahn behandelt und anschließend beschliffen. Vom bearbeiteten Zahn wird schließlich ein Abdruck erstellt, auf dessen Basis das Inlay individuell angefertigt wird.

Diese Schritte sind notwendig:

  • Entfernung der Karies, Prüfen der Zahnsubstanz und Vorbereiten des Zahns
  • Präparation der Inlayform und Einschliff in den Zahn
  • Erstellen eines Abdrucks für das Dentallabor; Einsetzen eines möglichen Provisoriums
  • zweiter Termin: Ätzen der Zahnoberfläche, damit sie rauer wird, Aufbringen des Adhäsivs (Klebstoff), Einsetzen des Inlays, Aushärten des Klebers mit UV-Licht
  • Kontrolle der Bisshöhe und Feinschliff des Inlays

Arten von Inlays und Kosten

Keramikinlays:
Diese Einlagefüllungen werden aus hochwertiger Keramik individuell für Ihren Zahn erstellt. Die Kosten liegen bei 250 bis 700 Euro pro Zahn. Tatsächlich können sie abhängig von Dentallabor und Aufwand auch höher ausfallen. Der Vorteil: Die Einlagefüllungen sind sehr robust und langlebig. Darüber hinaus können sie perfekt an die Zahnfarbe der anderen Zähne angepasst werden.

Goldinlays:
Gold wird schon seit vielen Jahren für Zahnersatz genutzt. Es hat den Vorteil, dass es sehr leicht zu verarbeiten und allgemein gut verträglich ist. Für Goldinlays wird das Edelmetall mit weiteren Elementen gemischt, um es härter zu machen. Die Kosten für ein Gold-Inlay liegen bei ca. 200 bis 600 Euro. Der Nachteil: Inlays aus Gold sind beim Lachen sichtbar und heben sich von der übrigen Zahnsubstanz optisch ab.

Kunststoffinlays:
Einlagefüllungen aus Kunststoff werden überwiegend für Seitenzähne genutzt. Damit sind Sie mit diesem Material schon eingeschränkt. Die Kosten können deutlich von Labor zu Labor variieren und liegen etwas niedriger als bei Goldfüllungen.

Cerec-Inlays:
Cerec ist die Kurzform für „ceramic reconstruction“. Diese Spezialkeramik erlaubt es, Inlays perfekt in den Zahnfarben zu erstellen. Der Vorteil dieser Lösung liegt demnach in einem ästhetisch anspruchsvollen Ergebnis. Die Kosten liegen hier meist zwischen 300 und 650 Euro, können aber auch höher ausfallen.

Ist ein Inlay dasselbe wie eine Zahnfüllung?

Häufig werden Inlays mit herkömmlichen Zahnfüllungen gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ganz unterschiedliche Füllarten. Während die klassische Zahnfüllung direkt beim Zahnarzt in das vorhandene Loch eingefügt wird, muss ein Inlay erst konstruiert werden. Es handelt sich demnach mehr um einen angefertigten „Einsatz“.

„Normale“ Zahnfüllungen weisen außerdem eine deutlich geringere Haltbarkeit auf. Sie müssen nach vier bis zehn Jahre durch neue Füllungen ersetzt werden. Inlays hingegen, können ein Leben lang halten.

Zugleich bieten Einlagefüllungen aufgrund ihrer hohen Passgenauigkeit eine höhere Funktionalität, die sich in einem natürlicheren Biss und einer höheren Festigkeit zeigt. Durch die hohe Passgenauigkeit wird die Gefahr von Karies in den Zwischenräumen verringert.

Alternativen zum Inlay – Kunststoff- oder Amalgamfüllungen

 Keramik-InlayGold-InlayKunststofffüllungAmalgamfüllung
Vorteilesehr hohe Lebensdauer, sehr gute Verträglichkeit, sehr gute Anpassungsmöglichkeit der Zahnfarbe, sehr passgenausehr hohe Lebensdauer, sehr gute Verträglichkeit, sehr passgenauAnpassung an die Zahnfarbe möglich, geringer Arbeits- und Kostenaufwandsehr günstig
Nachteilehohe Kosten bei hohem Behandlungsaufwandnicht für Frontzähne geeignet, hoher Bearbeitungsaufwand bei hohen Kostenkurzlebige Füllungals Füllung deutlich sichtbar; kurzlebig; mögliche allergische Reaktionen
Kosten pro Zahnca. 600 Euroca. 800 Euroca. 120 Euro20 bis 40 Euro
Festzuschuss der Krankenkasse*20 bis 40 Euro20 bis 40 Euro20 bis 40 Euro20 bis 40 Euro
Selbstbeteiligung ohne Zahnzusatzversicherungca. 560 Euroca. 760 Euroca. 80 Euro0 Euro
Selbstbeteiligung mit premium Zahnzusatzversicherung60 Euro70 Euro0 Euro0 Euro

Bei den Kostenangaben handelt es sich immer lediglich um Mittelwerte. Diese können auch deutlich nach oben oder nach unten abweichen, abhängig vom benötigten Aufwand und genutzten Zahnlabor.

Darauf sollten Sie bei Ihrer Zahnzusatzversicherung mit Inlays achten

Die Zahnfüllung mit einem Inlay kann die Rechnung beim Zahnarzt deutlich in die Höhe treiben. Umso wichtiger ist es, dass Sie bei Ihrer Zusatzversicherung auf eine möglichst umfangreiche Leistung in diesem Bereich achten.

Welcher Kostenanteil wird erstattet?
Eine gute Zahnzusatzversicherung für Inlays übernimmt zwischen 80 und 90 Prozent der Kosten für Ihre Einlagenfüllung. Premium-Tarife können auch 100 Prozent der Kosten tragen. Allerdings müssen Sie dafür auch mehr bezahlen.

Gibt es Wartezeiten?
In den gängigen Policen wird bei Zahnzusatzversicherungen eine Wartezeit von acht Monaten vorgegeben. So lange müssen Sie warten, bis Sie Versicherungsleistungen für Ihre Inlays beantragen können. Um sofort von einer Kostenerstattung zu profitieren, können Sie auch Inlay-Versicherungen ohne Wartezeit abschließen. Prüfen Sie dabei aber, ob es dafür zum Beispiel engere Erstattungsgrenzen gibt.

Wo liegen die Erstattungsgrenzen?
Üblicherweise erreicht eine Zahnzusatzversicherung erst nach vier bis fünf Jahren ihre volle Leistung. Dann können Sie die maximal im Vertrag vereinbarte Erstattung nutzen. Davor legen Versicherer in der Regel eine Summenbegrenzung fest. Achten Sie auf diese Begrenzungen, da diese meist allgemein für „Zahnersatz“ gelten, zu welchem manche Versicherer auch Inlays zählen. Nach Ablauf der ersten vier bis fünf Jahre sollte Ihr Tarif keine Summenbegrenzungen für Inlays mehr enthalten.

Sind Prophylaxeleistungen von der Versicherung abgedeckt?
Wer seinen Versicherungsschutz grundsätzlich auf Zahnerhalt und nicht auf Zahnersatz ausrichtet, sollte sich nach Tarifen umsehen, die gute Leistungen bei der Zahnprophylaxe bieten. So können Sie noch besser dafür sorgen, dass Sie erst gar nicht auf ein Inlay angewiesen sind.

Erstattet der Tarif für mich wichtige Zusatzleistungen?
Im Zuge der Inlayerstellung bieten einige Zahnärzte auch eine computergestützte Funktionsanalyse an, mit welcher ermittelt wird, wie gut das Inlay beim Kauen und Beißen arbeitet. Auf der Basis dieser Analyse können später noch Anpassungen vorgenommen werden. Sie profitieren dann von einem optimal funktionierenden Inlay, das zusätzliche Belastungen für das Gebiss verringert. Diese Leistungen können Sie auch mit einer Zusatzversicherung abdecken.

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