Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie 2018-11-27T14:37:53+00:00
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Zahnzusatzversicherung für
Kieferorthopädie

Zahnarzt Kieferorthopädie
Lesezeit: 12 min

Die Leistungen eines Kieferorthopäden nehmen meistens Kinder in Anspruch. Im Kindesalter können diagnostizierte Zahnfehlstellungen gut behoben werden, sodass später keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen entstehen. Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Kieferorthopädie nur, wenn die Fehlstellung einen höheren Grad erreicht hat und die Behandlung unbedingt notwendig ist. Für kleinere Fehlstellungen kommt die GKV nicht auf. In diesem Fall kann eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie sinnvoll sein. Wollen Sie als Erwachsener bei Zahnfehlstellungen abgesichert sein, sollten Sie ebenfalls eine entsprechende private Zahnzusatzversicherung in Betracht ziehen.

Kieferorthopädie: wichtigster Baustein der Kinder-Zahnversicherung

Statistisch gesehen tragen 50 Prozent aller Kinder in Deutschland eine Zahnspange. Wenn auch Sie Kinder haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eines Ihrer Kinder früher oder später Brackets oder eine lose Zahnspange im Mund haben wird. Da die Kosten für eine Zahnspange schnell mehrere tausend Euro betragen und die GKV nur die Regelleistungen übernimmt, können Sie ohne Zahnzusatzversicherung mit vierstelligen Beträgen rechnen, die Sie für die Kieferorthopädie bei Ihren Kindern berappen müssen.

Leistungen einer Kieferorthopädie-Zahnzusatzversicherung für Kinder

Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen einen Großteil der Kosten für kieferorthopädische Maßnahmen, wenn Ihr Kind eine ausgeprägte bis extrem ausgeprägte Zahnfehlstellung aufweist. Sind nur schwächer ausgeprägte Fehlstellungen der Gruppen KIG 1 und 2 vorhanden, zahlt die GKV nicht.
Deshalb sollte eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie für Kinder die Kostenübernahme von Behandlungen bei KIG 1 bis 5 enthalten.

Neben dieser Grundabsicherung bieten viele Zahnzusatzversicherungen für Kinder auch Sonderleistungen, die nicht von gesetzlichen Kassen erstattet werden.
Hierzu zählen:

  • unsichtbare Zahnspangen
  • Micro-Brackets
  • Keramik-Brackets
  • Funktionsanalysen der Spange

Um umfangreich abgesichert zu sein, sollte eine gute Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie auch diese Leistungen enthalten. Ansonsten müssen Sie als Kassenpatient nach der Behandlung deutlich zuzahlen.

Darauf sollten Sie bei Tarifen mit Kieferorthopädie achten:

  • Leistungsbegrenzungen: Manche Versicherer schränken die Erstattungsleistung bei Kieferorthopädie bei KIG 3 bis 5 deutlich ein. Wenn Sie bestmöglich vor hohen Kosten durch Zahnspangen & Co. geschützt werden wollen, sollten Sie hier auf eine leistungsfähige Versicherung möglichst ohne Summenbegrenzung achten.
  • Wartezeiten: Auch wenn Sie die Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind bereits früh abschließen, sollten Sie dennoch darauf achten, wann Sie die volle Leistung des Tarifs für Kieferorthopädie abrufen können. Ein Blick auf die Leistungsstaffel des Versicherungsunternehmens schafft Klarheit.
  • Leistung bei KIG 1 und 2: Gerade bei leichten Fehlstellungen sind hohe Leistungen der Versicherer wichtig, da hier durch die GKV keine Kostenerstattung möglich ist.

Beurteilung von Zahnfehlstellungen nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG)
Für die Beurteilung der Fehlstellung werden die sogenannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) herangezogen. Bei KIG 1 und 2 liegt nur eine leichte oder eine einfache Fehlstellung vor, für die nicht medizinisch zwingend behandelt werden müssen. Diese Behandlungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Bei KIG 3 liegt eine ausgeprägte, bei KIG 4 eine stark ausgeprägte und bei KIG 5 eine extrem ausgeprägte Fehlstellung vor. Die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen für dieser Fehlstellungen werden von der GKV getragen.

Ist eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie für Erwachsene sinnvoll?

Während fast die Hälfte aller Kinder heute eine Zahnspange benötigt, ist der Bedarf an kieferorthopädischen Behandlungen bei Erwachsenen eher gering. Tatsächlich gibt es auch nur wenige Zahnzusatzversicherungen für Erwachsene, die eine Absicherung für KFO-Behandlungen beinhalten.

Das ist auch nachvollziehbar, denn auch wenn es bei Erwachsenen später zu Fehlstellungen aufgrund von Zahnlücken oder nachschiebenden Weisheitszähnen kommen kann, sind diese Indikationen eher selten. Für Menschen ab 30 Jahren sollte beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung deshalb eher im Fokus stehen, dass der Tarif eine sehr gute Leistung bei kostenintensivem Zahnersatz bietet.

Häufige Fragen zur Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie

Gibt es eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie für Kinder ohne Wartezeit?
Es gibt Anbieter, die eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit für Kinder anbieten. In diesem Fall können Sie die Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen sofort nach Versicherungsbeginn abrufen. Allerdings sind diese Tarife meist mit höheren Versicherungskosten und einer Leistungseinschränkung verbunden.

Eine Zusatzversicherung ohne Wartezeit bei Kieferorthopädie ergibt meist keinen Sinn, da sich Zahnfehlstellungen nicht sofort bilden, sondern sich über mehrere Jahre hinweg entwickeln. Ist die Diagnose einer Fehlstellung schon gegeben, wird die Versicherung die Kosten für die Behandlung ohnehin nicht mehr erstatten.

Welche Zahnzusatzversicherung ist die beste für Kieferorthopädie?
Mit Hilfe der Waizmanntabelle können Sie ermitteln, welche Versicherung die besten Leistungen bei kieferorthopädischen Behandlungen bietet. Selbstverständlich helfen Ihnen unsere Experten dabei, die bestmögliche Absicherung für Kieferorthopädie zu finden.

Was zahlt die Krankenkasse für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern?
Die Erstattungsleistung der GKV bei Kinder-Kieferorthopädie ist auf ausgeprägte Fehlstellungen beschränkt. Diese beginnen erst bei einer kieferorthopädischen Indikationsgruppe (KIG) von 3. Die Kasse übernimmt bei medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Behebung einer Fehlstellung bei KIG 3 bis KIG 5 80 Prozent der Kosten. Der Eigenanteil wird von der GKV zurückgezahlt, wenn der Behandlungserfolg vom Zahnarzt bestätigt wurde. Sonderleistungen wie unsichtbare Zahnspangen oder Keramik-Brackets übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung jedoch nicht.

Wann sollte ich eine Zusatzversicherung mit Kieferorthopädie für mein Kind abschließen?
Empfehlenswert ist ein Versicherungsabschluss ab drei Jahren. Denn nach rund fünf Jahren haben Sie nach den Leistungsstaffeln der meisten Versicherer den Anspruch auf die höchste Erstattungsleistung bei KFO und Zahnspange erreicht. Zugleich liegt im Alter von drei Jahren in der Regel noch keine diagnostizierte Zahnfehlstellung vor, die einen Schutz über eine Zahnzusatzversicherung verhindern würde.

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