Zahnzusatzversicherung Kinder 2018-11-27T14:27:58+00:00

Zahnzusatzversicherung:
Das Lächeln Ihrer Kinder optimal absichern

Kind mit Zahnspange
Lesezeit: 13 min

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet Familien durch die Mitversicherung der Kinder einen sehr günstigen Versicherungsschutz für den Nachwuchs. Allerdings übernimmt die GKV gerade bei kieferorthopädischen Behandlungen nie die insgesamt anfallenden Kosten. Aus diesem Grund ist es für Eltern von Vorteil, eine Zahnzusatzversicherung für die Kinder abzuschließen. Hier erfahren Sie alle wichtigen Details und erhalten nützliche Antworten zu dieser Police.

Ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?

Als Erwachsene bewundern wir meist, wie weiß doch Kinderzähne sein können. Gerade in den ersten Jahren denken die wenigsten an mögliche kostenintensive Behandlungen beim Zahnarzt. Doch die Statistik offenbart andere Zahlen. So hatten laut einer Erhebung aus dem Jahr 2011 mehr als 80 Prozent der untersuchten Kindergartenkinder eine Zahnfehlstellung. Das Statistische Jahrbuch der Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung listet für 2015 mehr als 7,8 Millionen kieferorthopädische Behandlungen auf, für welche die GKV aufgekommen sind. Allgemein wird davon ausgegangen, dass jedes zweite Kind früher oder später eine kieferorthopädische Behandlung braucht, damit Fehlstellungen der Zähne korrigiert werden. Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr hoch, dass auch Ihr Kind später einen Kieferorthopäden benötigt.

Wenn Ihr Kind nun gesetzlich krankenversichert ist, trägt die GKV zwar bei ausgeprägten Fehlstellungen bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten. Doch eine Zahnspange, ob lose oder fest, beläuft sich auf mehrere tausende Euro. Selbst wenn Sie „nur“ ein Fünftel davon bezahlen müssen, ist der Betrag in der Regel immer vierstellig. Und weisen die Zähne Ihres Kindes eine geringere Fehlstellung auf, sinkt der Erstattungsbetrag der GKV. Somit müssen Sie mit weitaus höhere Kosten rechnen.

Mit einer Zahnzusatzversicherung für Kinder können Sie diese Versorgungslücke sicher und kostengünstig schließen. Darüber hinaus kann eine private Kinder-Zahnversicherung noch weitere Leistungen übernehmen, die nicht im regulären Leistungskatalog der GKV enthalten sind. Hierzu gehört zum Beispiel die Versiegelung von Backenzähnen.

Ab welchem Alter sollte ich eine Kinder-Zahnzusatzversicherung abschließen?

Es ist empfehlenswert, eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ab dem dritten Lebensjahr abzuschließen. In diesem Alter ist das Gebiss mit den Milchzähnen voll ausgeprägt und es stehen in der Regel keine kieferorthopädischen Behandlungen an.

Ein relativ früher Abschluss einer privaten Zusatzversicherung für die Zähne Ihrer Kinder ist wichtig, weil die KFO-Versicherung nicht mehr leistet, wenn bereits eine Diagnose einer Zahnfehlstellung vom Zahnarzt vorliegt. Da Sie in den Gesundheitsfragen genau angeben müssen, welche Behandlungen oder Diagnosen vorliegen, sollten Sie möglichst früh handeln und sich um eine Zahnzusatzversicherung kümmern.

Denn obwohl es Kinder-Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung gibt, werden KFO-Behandlungen ausgeschlossen, wenn bereits eine Zahnfehlstellung diagnostiziert wurde.

Was außerdem für den Abschluss der Versicherung in frühen Jahren spricht: Die Tarife enthalten neben dem Schutz für kieferorthopädische Behandlungen noch weitere Leistungen, die durch die GKV nicht abdeckt sind. Nutzen Sie Ihre Versicherung dann schon, amortisiert sich bereits ein Teil Ihrer Beiträge.

Beispiel: Versiegelung der Prämolaren (kleine vordere Backenzähne)

Während die Versiegelung der großen, hinteren Backenzähne von der GKV übernommen wird, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für die Versiegelung der Prämolaren nicht. Diese Behandlung wird als Privatleistung im Leistungskatalog geführt. Somit können Zahnärzte den 2,3- bis 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) verlangen, was Kosten zwischen 93,12 und 141,76 Euro verursachen kann. Nutzen Sie die Erstattungsleistung Ihrer Kinder-Zahnzusatzversicherung allein für diese Behandlung, haben sich schon mehrere Monatsbeiträge gelohnt.

Weitere Leistungsfälle, für die sich eine Zahnzusatzversicherung schon im Kindesalter lohnt:

Zahnzusatzversicherung für Kinder: Kosten und Tarife

Um die günstigste und beste Versicherungen zu finden, ist ein Vergleich von Zahnzusatzversicherungen für Kinder unabdingbar. Unabhängige Verbraucherorganisationen und Fachmagazine haben bereits Kinder-Zahnzusatzversicherungen im Test geprüft. Viele Zusatzversicherungs-Produkte haben bei der Stiftung Warentest gut abgeschnitten.

Gute Kinder-Zahnzusatzversicherung starten schon für knapp 10 Euro im Monat. wefox unterstützt Sie bei der Suche nach der besten Absicherung für Ihr Kind. Denn mittlerweile ist die Zahl der Versicherer, die leistungsstarke Verträge anbieten, sehr groß geworden. Für Verbraucher ist es damit nicht immer einfach, die beste Lösung zu finden.

Unsere wefox-Experten helfen Ihnen bei Fragen wie:

  • Welche Zahnzusatzversicherungen sind für Kinder empfehlenswert?
  • Welche ist die günstigste Kinderzahnversicherung mit der besten Leistung für kieferorthopädische Behandlungen?
  • Welche Zahnzusatzversicherung bietet meinem Kind den größten Leistungsumfang?
  • Gibt es auch Familientarife, welche eine Kinderzahnzusatzversicherung enthalten?
  • Hat eine Zahnzusatzversicherung für Kinder im Test besonders gut abgeschnitten?

Darauf sollten Sie beim Abschluss der Zahnzusatzversicherung für Kinder achten

Grundsätzlich sollte eine gute Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind diese Leistungen umfassen:

LeistungWarum ist das wichtig?
hohe Kostenerstattung bei kieferorthopädischen Behandlungen auch bei einer leichten FehlstellungGesetzliche Krankenversicherungen prüfen im Vorfeld einer KFO-Behandlung, welcher Schweregrad bei einer Fehlstellung vorliegt. Bei leichter Fehlstellung von KIG 1 und 2, übernimmt die GKV keine Kosten. Erst bei einer schweren Fehlstellung ab KIG 3 bis KIG 5 trägt die gesetzliche Krankenversicherung den Pflichtanteil.
Kostenübernahme bei allen ZahnbehandlungenAuch bei Kindern übernimmt die GKV die Behandlungskosten gemäß dem geltenden Regel-Leistungskatalog. Privatleistungen wie Zahnfüllungen aus Kunststoff gehören zum Beispiel nicht dazu.
Bei notwendigen Wurzelkanalbehandlungen nach Kariesbefall übernimmt die GKV in der Regel ebenfalls nicht alle Kosten.
Kostenerstattung für Zahnprophylaxe (Professionelle Zahnreinigung)Viele gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen zwar heute schon die PZR als freiwillige Zusatzleistung. Doch werden die Kosten nur in einem bestimmten Rahmen für alle zwei Jahre erstattet. Sie decken nicht die Kosten für die empfohlene, halbjährliche Prophylaxe.
Fissurenversiegelungen der vorderen Backenzähne zählen auch nicht zum gängigen Leistungskatalog der GKV. Sie leisten aber einen wichtigen Schutz gegen Karies.

An Mehrkosten für hochwertige Behandlungen denken.

Wenn Sie Ihre private Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind auswählen, sollte Ihr Tarif im besten Fall auch die Kosten für Behandlungen tragen, die über die gesetzliche Regelleistung hinausgehen und diese nicht einfach nur ergänzen. Hierzu gehören:

  • Keramik-Brackets oder Mini-Brackets
  • „unsichtbare“ Zahnspangen (Invisalign)
  • innenliegende Zahnspangen mit Lingualtechnik
  • Funktionsanalysen der Zahnspangen
  • KFO-Behandlungen bei leichten Fehlstellungen der KIG 1 und 2

Die Korrektur leichter Zahnfehlstellungen in der Stufe KIG 1 und 2 durch kieferorthopädische Maßnahmen kann zwischen 2.000 und 7.000 Euro kosten. Diese Kosten müssen Sie für Ihr gesetzlich krankenversichertes Kind in voller Höhe selbst übernehmen.

Diese Leistungen übernimmt die GKV

Wenn Ihr Kind eine Zahnspange benötigt, beteiligt sich die gesetzliche Krankenversicherung an den Kosten. Voraussetzung dafür ist, dass die Zahnbehandlung in die KIG 3 bis 5 eingestuft wird.Trotz Übernahme der Grundleistung müssen Sie bei der KIG 3 mit Kosten von 500 bis 1.500 Euro rechnen, die Sie selbst bezahlen. Bei KIG 4 liegt der Selbstkostenanteil nach Abzug der Kassen-Regelleistung zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Bei KIG 5 müssen Sie mit einem Eigenanteil von 1.500 bis 2.500 Euro rechnen.

Wenn es um die Zahnprophylaxe geht, leisten die GKV nach den Ziffern IP1 bis IP5. Demnach werden die Kosten für die Ermittlung des Mundgesundheits-Status, die Mundhygiene-Aufklärung, die Zahnschmelzhärtung mit Fluorid und die Fissurenversiegelungen der Molaren übernommen. Prüfen Sie vor dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind, ob Ihr GKV-Tarif Zusatzleistungen enthält, der einige Zahnbehandlungen bereits mit einschließt.

Checkliste Zahnzusatzversicherung Kinder

  • Schließen Sie den Versicherungsvertrag ab, bevor eine Diagnose über eine Zahnfehlstellung vom Zahnarzt gestellt wurde.
  • Berücksichtigen Sie mögliche Erstattungsgrenzen Ihres Versicherungstarifes.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Versicherung für Kinderzahnzusatz auch Sonderleistungen wie unsichtbare Zahnspangen übernimmt.
  • Achten Sie auf mögliche Kostensteigerungen nach dem 21. Lebensjahr. Denn viele Zahnzusatzversicherungen verlangen deutlich höhere Gebühren für KFO-Leistungen im Erwachsenenalter.

Die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen, kurz KIG, wurden in Deutschland im Jahr 2002 eingeführt. Sie ersetzen seither ein an der Therapie orientiertes Indikationssystem. Die KIG helfen anhand des Befundes dabei, in fünf Abstufungen den Behandlungsbedarf bei kieferorthopädischen Maßnahmen zu ermitteln. Gesetzliche Krankenkassen können mit Hilfe der KIG feststellen, in welchem Umfang sie Kosten erstatten.

KIG 1: leichte Zahnfehlstellungen; Behandlung überwiegend aus ästhetischen Gründen
KIG 2: gering ausgeprägte Fehlstellungen; medizinische und ästhetische Gründe sprechen für eine Behandlung
KIG 3: ausgeprägte Zahnfehlstellungen; Behandlung aus medizinischen Gründen erforderlich
KIG 4: stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen; dringende Behandlung aus medizinischen Gründen erforderlich
KIG 5: extrem ausgeprägte Zahnfehlstellung; medizinische Gründe sprechen unbedingt für eine Behandlung.

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