Zahnzusatzversicherung Krone 2018-11-27T14:46:41+00:00

Zahnzusatzversicherung – Krone & Co. erstatten lassen

Zahnkrone
Lesezeit: 12 min

Zahlt die Zahnzusatzversicherung für Kronen? Diese Frage ist für viele Patienten sehr wichtig, wenn es um die Erstattungsleistung bei Zahnersatz geht. Denn Kronen gehören zur geläufigen Behandlungsmethode, wenn Zähne durch Karies oder einen Unfall stark beschädigt wurden, die Zahnwurzel aber noch intakt ist. Wenn Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, können Sie sich gegen hohe Zusatzkosten absichern, wenn Sie Kronen oder auch Ersatz für einen fehlenden Zahn brauchen.

Die Regelversorgung der GKV bei Kronen

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten bei Zahnersatz einen Festzuschuss, der 50 Prozent der Regelversorgung beträgt. Die Regelversorgung basiert auf den Standardverfahren bei bestimmten Befunden.
Führen Patienten regelmäßig ein Bonusheft über einen Zeitraum von fünf Jahren, kann sich der Zuschuss um 20 Prozent, nach zehn Jahren um 30 Prozent der Regelversorgung erhöhen. Somit kann der Krankenkassenzuschuss insgesamt bis zu 65 Prozent betragen.

Bei der Ermittlung des individuellen Befundes spielen der Gesamtzustand des Gebisses sowie die Lage des Zahns eine wichtige Rolle. So kann die Regelversorgung bei einer Krone im weniger sichtbaren Bereich des Gebisses zum Beispiel vorsehen, dass keine Verblendung aus Keramik erfolgt. Patienten müssten dann neben 50 bzw. 35 Prozent der Regelversorgung auch die Mehrkosten für eine Vollkeramikkrone tragen.

Der Festzuschuss ist nicht abhängig davon, welche Form des Zahnersatzes gewählt wird. So kann er für eine Brücke, Krone oder ein Implantat genutzt werden. Allerdings steigen für den Patienten je nach Behandlungsform die Selbstkosten.

Was ist eine Krone?
Als Zahnkrone wird bei einem natürlichen Zahn der Teil bezeichnet, der oberhalb des Zahnfleisches liegt und sichtbar ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit der Krone ein künstlicher Zahn aus Metall oder Gold bezeichnet, der auf einen abgeschliffenen Zahn aufgesetzt und festgeklebt wird. Kronen können ebenfalls in Kombination mit einem Implantat genutzt werden. Hochwertige Kronen aus Keramik können auf den ersten Blick nicht von natürlichen Zähnen unterschieden werden.

Kronen werden heute eingesetzt, um durch Karies oder einen Unfall beschädigte Zähne zu ersetzen. Somit zählen Kronen zum Zahnersatz. Überkront werden in der Regel nur Einzelzähne.

Vor- und Nachteile von Kronen, Brücken und Implantaten

Wenn ein Zahn im Gebiss fehlt, stehen als Behandlungsoptionen eine Brücke oder ein Implantat zur Verfügung. Mit einer Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz können auch diese Varianten abgesichert werden. Hier finden Sie einen Überblick über alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten des Zahnersatzes:

Art des ZahnersatzesKroneBrückeImplantat
Vorteilegängige Behandlung bei stark durch Karies oder durch einen Unfall beschädigten oder ZähnenIm Vergleich zum Implantat geringerer Arbeits- und Kostenaufwand

Geeignet, wenn Zahnersatz nötig ist und Nachbarzähne bereits beschädigt sind
Ersetzt die natürliche Zahnwurzel

Keine Beeinträchtigung der Nachbarzähne

Verhindert Knochenrückbildung

So stabil wie natürliche Zähne
Nachteilenur mit intakter Zahnwurzel möglichMögliche Rückbildung des Kieferknochens

Mögliche Fehlbelastung von Nachbarzähnen

Schleifen von Nachbarzähnen notwendig
Sehr kostenintensiv

Mögliche OP-Risiken

Hoher Behandlungsaufwand vor allem bei Knochenaufbau
Lebensdauerbis zu 20 Jahreabhängig von der Pflege zwischen 15 und 20 Jahrenbei guter Pflege bis über 20 Jahre
optischer Eindruckhochwertige Kronen lassen sich kaum von echten Zähnen unterscheidenhochwertige Brücken lassen sich kaum von echten Zähnen unterscheidenwirken wie echte Zähne
Kauen und Beißensehr gutsehr gutkeine, oder nur minimale Einschränkungen
mögliche Kosten pro ZahnTeilkeramik: ca. 300 Euro
Kunststoffkrone: ca. 400 Euro
Teilkeramikkrone: ca. 400 bis 600 Euro
Vollkeramikkrone: 800 bis 1.000 Euro
Zirkonkrone: 1.000 Euro oder mehr
Goldkrone: 500 bis 700 Euro
zwischen 1.400 und 2.500 Eurozwischen 1.800 und 3.500 Euro
Festzuschuss der Krankenkasse / mit Bonusheft50/65% der Regel-versorgung, zwischen 150 und 250 Euro336 bis 437 Euro plus 51 bis 66 Euro für die Verblendung336 bis 437 Euro plus 51 bis 66 Euro für die Verblendung
Das müssten Sie ohne Zahnzusatzversicherung selbst bezahlenabhängig vom gewählten Material zwischen 100 und 700 Eurozwischen 1.000 und 1.600 Eurozwischen 1.300 – 3.000 Euro

Bei den hier aufgeführten Preisen handelt es sich nur um Orientierungswerte. Wie hoch die Kosten für eine Krone, eine Brücke oder ein Implantat tatsächlich ausfallen, hängt von der Art der Verarbeitung, dem Arbeitsaufwand, dem Dentallabor sowie der Arztpraxis ab.

Wie viel Ihre Zahnzusatzversicherung letztlich erstattet, wird vom Prozentsatz bestimmt, den Sie im Versicherungsschutz gewählt haben.

Worauf sollte ich bei der Zahnzusatzversicherung für Kronen achten?

Wenn Sie nach einer Zahnzusatzversicherung für Zahnkronen suchen, sollten Sie folgende Punkte genauer beachten:

  • Anteil der Erstattung: Gerade bei teureren Zahnbehandlungen wie Kronen sollten Sie eine Police wählen, die hier in hohem Umfang erstattet. Empfehlenswert ist ein Erstattungsanteil von mindestens 80 Prozent.
  • Leistungskatalog: Sehr günstige Zahnzusatzversicherungen stocken lediglich den fehlenden Anteil an der Regelversorgung durch die GKV auf. In diesem Fall müssten Sie immer noch die Mehrkosten für hochwertige Keramikverblendungen selbst tragen. Achten Sie deshalb möglichst auf eine Kostenerstattung auf privatärztlicher Basis.
  • Summenbegrenzungen: Die meisten Versicherer schränken ihre Erstattungsleistung in den ersten vier bis fünf Versicherungsjahren deutlich ein. Diese Regelung wird auch „Zahnstaffel“ genannt. Um bei Bedarf zumindest einen Teil der Versicherungsleistung in Anspruch nehmen zu können, sollte diese Begrenzung gerade bei Kronen 3.000 Euro nicht unterschreiten. Nach den ersten Jahren sollte es am besten keine Summenbegrenzung mehr geben.
  • Leistung bei vorhandener Zahnlücke: Fehlende Zähne im Gebiss sind kein Hinderungsgrund für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Manche Versicherer erheben dafür einen Aufschlag. Allerdings ist diese Möglichkeit oft nur auf maximal drei Zähne beschränkt.
  • Wartezeiten: Benötigen Sie Ihre Zahnzusatzversicherung schneller, sollten Sie nach Tarifen ohne Wartezeit suchen. Diese sind in der Regel etwas teurer, dafür können Sie Leistungen sofort abrufen.
  • Professionelle Zahnreinigung: Wenn Sie bereits anfällig für Karies oder Parodontitis sind, kann sich eine Zahnzusatzversicherung mit Prophylaxe lohnen. Die Police trägt dann häufig die Kosten für zwei oder mehr professionelle Zahnreinigungen pro Jahr.

Für den überwiegenden Teil der Zahnzusatzversicherungen gilt: Für angefangene oder bereits in der Krankenakte empfohlene Behandlungen zahlt der Versicherer in der Regel nicht. Beantworten Sie außerdem die Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß. So verhindern Sie, dass die Versicherung später Leistungen verweigert.

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